Als Frankie McGuire (Brad Pitt) acht Jahre alt war drang ein maskierter Mann in das Haus seiner Eltern ein und erschoss seinen Vater, vor Frankies Augen. Jahre später ist Frankie ein junger Mann, fanatischer Kämpfer der I.R.A. und eiskalter Killer. Als er und seine Brigade eines Tages von einer Einheit des britischen S.A.S (Special Air Service). überrumpelt und in die Enge getrieben werden taucht Frankie unter und schmiedet einen Plan. Er will in die USA reisen um dort, mit Hilfe emigrierter irischer Sympathisanten, Stinger-Raketen zu kaufen und damit einen großen Schlag gegen die britischen Besatzer zu führen. In den USA angekommen findet er Unterschlupf im Haus der Familie des New Yorker Polizisten Tom O'Meara (Harrison Ford), einem Cop der seinen Beruf als Berufung versteht und in dreiundzwanzig Dienstjahren noch nie auf jemanden geschossen hat. Er weiß nichts von den Absichten Frankies, der sich bei ihm als Rory Devaney ausgibt. Während der sympathische Frankie schnell Teil des trauten Familienlebens der O'Mearas wird verfolgt er insgeheim unbeirrt seinen Plan und kontaktiert den zwielichtigen Barbesitzer Burke (Treat Williams), der ihm die Raketen besorgen will. Als ein Freund und Mitstreiter Frankies gefasst und erschossen wird kompliziert sich die Lage jedoch und Frankie muss den Deal mit Burke vorerst auf Eis legen. Damit ist der jedoch nicht einverstanden und er schickt zwei seiner Männer in das Haus der O'Mearas, um das Geld zu suchen das ihm Frankie als Bezahlung zugesichert hatte. Tom und seine Frau überraschen die Einbrecher und nun schöpft Tom Verdacht...
Alan J. Pakula, der schon in "Die Unbestechlichen" Robert Redford und Dustin Hoffman auf "Tricky Dick" Nixon ansetzte und auch bei Filmen wie "Klute", "Sophies Entscheidung" und "Die Akte" Regie führte, sowie u.a. "Wer die Nachtigall stört" produzierte, genoss, nicht ganz zu Unrecht, den Ruf eines der engagiertesten Politfilmer Hollywoods. Mit "The Devils own", so der Originaltitel, dringt er jedoch nicht allzu tief in die Zusammenhänge des Nordirlandkonflikts vor, sondern setzt Grundkenntnisse voraus und beschränkt sich darauf die Absurdität dieses mehr oder weniger bis heute andauernden Bürgerkriegs aus der Distanz zu betrachten und dessen menschliche Dimensionen spürbar zu machen.
Pakula versteht es glänzend seine Charaktere zu zeichnen und in Szene zu setzen, sodass es dem Zuschauer jederzeit gelingt ihnen gefühlsmäßig zu folgen und ihre Motive zu verstehen. Die Konflikthandlung ist wohltuend eingebettet in einen Rahmen alltäglicher Normalität, wobei man bemängeln könnte, dass mit den O'Mearas ein etwas verklärt wirkendes amerikanisches Familienidyll gezeichnet wird, das jedoch in Bezug auf die inhaltliche Dimension des Films durchaus seine Funktion hat. Obendrein gelingt es Pakula den Zuschauer mit einem wohlproportionierten Spannungsbogen bei der Stange zu halten.
Harrison Ford war vielleicht seit "Blade Runner" nicht mehr so überzeugend wie in diesem Film. Und Brad Pitt, der im Originalton übrigens mit irischem Akzent spricht, verkörpert seine Rolle subtil und charismatisch. In weiteren Rollen spielen u.a. Natascha McElhone ("Ronin", "The Truman Show", "Solaris"...), Margaret Colin ("Pretty in Pink", "Independence Day"...), Treat Williams ("Hair", "Once upon a Time in America", "Mulholland Falls"...), Julia Stiles ("The Bourne Identity", "Mona Lisa Smile"...) und der Schauspieler, Salsa-Musiker und Ex-Tourismusminister von Panama Rubén Blades,
Die ebenso dezente wie stimmungsvolle und natürlich irisch angehauchte Filmmusik ist von James Horner ("Titanic", "Aliens", "Braveheart"..; "
The Devil's Own" von James Horner).
Bild und Ton (Deutsch und Englisch Dolby 5.1, Englisch auch Dolby Surround) der DVD sind sehr gut. Untertitel gibt's in Englisch, Deutsch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Türkisch. Als Extra gibt es nur den Kinotrailer in Englisch.