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"Versuche, dein Leben zu machen": Als Jüdin versteckt in Berlin
 
 
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"Versuche, dein Leben zu machen": Als Jüdin versteckt in Berlin [Taschenbuch]

Margot Friedlander , Malin Schwerdtfeger
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 3 (2. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499623048
  • ISBN-13: 978-3499623042
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 176.924 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Margot Friedlander
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Als sich die 21-jährige Margot am 20. Januar 1943 mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Ralph treffen will, um die Flucht vor der Gestapo aus Berlin vorzubereiten, erfährt sie, dass ihr Bruder kurz zuvor abgeholt wurde. Und auch die Mutter erscheint nicht; sie hinterlässt ihrer Tochter folgende Botschaft: «Ich habe mich entschlossen, mit Ralph zu gehen, wohin immer das auch sein mag. Versuche, dein Leben zu machen.» Margot beschließt unterzutauchen; fünfzehn Monate dauert das Leben im Untergrund, dreimal entkommt sie der Gestapo nur um Haaresbreite. Dann, im April 1944, geht sie in die Falle, wird nach Theresienstadt deportiert und überlebt mit Glück. Ihre Mutter und ihr Bruder werden in Auschwitz ermordet. Margot Friedlander emigrierte 1946 in die USA; gemeinsam mit der Schriftstellerin Malin Schwerdtfeger erzählt sie ihre dramatische Geschichte von Hoffnung und Verrat, von Zivilcourage inmitten des Terrors und vom unbedingten Willen zu überleben. «Die ergreifende Geschichte eines Lebens, das Deutsche zerstört und Deutsche gerettet haben.» (Die Tageszeitung)

Über den Autor

Margot Friedlander, geboren 1921 in Berlin, überlebte Verfolgung und Krieg im Untergrund in Berlin sowie im Konzentrationslager Theresienstadt. Ihre Eltern und ihr Bruder wurden in Auschwitz ermordet. 1946 emigrierte sie in die USA. Sie lebt in New York. Die Filmdokumentation über das Leben von Margot Friedlander mit dem Titel „Don’t call it Heimweh“ eröffnete das 11. Jewish Film Festival Berlin und Potsdam 2005.

Malin Schwerdtfeger, geboren 1972 in Bremen, studierte Judaistik und Islamwissenschaft in Berlin. Im Jahre 2000 gewann sie den Förderpreis des Bachmann-Wettbewerbs in Klagenfurt. Sowohl ihr Prosadebüt, der Erzählband Leichte Mädchen, als auch ihre beiden Romane Café Saratoga und Delphi wurden von Kritik und Publikum gefeiert. Die Autorin lebt in Berlin.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Beeindruckend-Bedrückend 16. April 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Eine wirklich außergewöhnliche "Lebensabschnittsgeschichte" von Frau Friedlander.
Sie erzählt von der Zeit der Judenverfolgung in Berlin.Ihrer eigenen verfolgten Zeit.Sie erzählt vom Nicht-Wahr-Haben wollen und zu lange abwarten.Von vielen mißglückten Emigrationsversuchen und den vielen namenlosen Helfern die es ja doch auch gab in dieser schrecklichen Zeit. 15 Monate im Untergrund und jeden Tag die Angst vor Entdeckung und das in so jungem Alter ganz allein-für uns heute zum Glück unvorstellbar.
Sie erzählt von Ihrer Zeit in Lagern und dem holperigen Neuanfang der sie schließlich nach Amerika führte.Mehr möchte ich im Detail nicht dazu schreiben.Man muß und soll das Buch selber lesen und wird einerseits beeindruckt von soviel Kraft die ein einzelner Mensch aufbringen kann sein aber auch sehr bedrückt von den Schrecken dieser unsäglichen Zeit.Eine wirklich tapfere und tolle Frau!
Sehr empfehlenswert!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Eva-Maria
Format:Gebundene Ausgabe
Eigentlich passt das Thema nicht zu einem Nachmittag in der Hängematte, zu bedrückend, zu schwer. Es hat mich aber nicht mehr losgelassen und ich mußte es an einem Tag fertiglesen. Für mich so gut, wie das Tagebuch der Anne Frank. Detailiert, aber nie langatmig, gefühlvoll, aber berührend und lange anhaltend. Einfach sehr empfehlenswert. Am Ende hätte ich Margot Friedlander gerne in die Arme genommen, stellvertretend für alle Opfer. Hoffentlich findet dieses Buch seinen Platz in der Literatur.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Eine alt gewordene jüdische Frau und eine junge Schriftstellerin mit Zukunft tun sich zusammen und schreiben ein beachtenswertes Buch über eine schon oft erzählte Geschichte: die Geschichte, wie ein jüdischer Mensch den Schrecken des Holocaust überlebt hat und wie er mit dieser Errettung sein ganzes weiteres Leben umgegangen ist.

Denn, das wissen wir aus zahllosen Berichten von Überlebenden, von denen der Rezensent auch schon viele besprochen hat, das Überleben war nicht immer nur Gnade, sondern oft auch eine Last, die diese "Geretteten" (Primo Levi) ihr ganzes weiteres Leben mit sich herumtrugen, und die besonders in den Büchern von Lizzie Doron deutlich wird, auch die zweite Generation in einer Weise belastet, die ihr ganzes Leben dominiert.

Die 21- jährige Margot will zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Ralph Anfang 1943 aus Berlin fliehen, da erfährt sie, dass ihr Bruder von der Gestapo abgeholt worden ist. Auch ihre Mutter erscheint nicht am vereinbarten Treffpunkt, sondern hinterlässt ihr nur die Botschaft: "Ich gehe mit Ralph, wohin auch immer das sein mag. Versuche, dein Leben zu machen."

Und das versucht Margot. Sie lässt sich die Nase operieren und färbt sich ihre Haare rot, damit sie nicht als Jüdin auffällt. Fünfzehn Monate lebt sie im Untergrund bei Helfern, von denen sie feststellen muss, dass sie bei weitem nicht alle selbstlos handeln. Viele Male entkommt sie den Männern der Gestapo nur knapp, um dann schlussendlich jüdischen "Greifern" in die Hände zu fallen und nach Theresienstadt deportiert zu werden.

Margot Friedländer hat das KZ überlebt und ist 1946 in die USA emigriert. Heute erst, 60 Jahre danach ist sie innerlich bereit, der Schriftstellerin Malin Schwerdtfeger ihre Geschichte zu erzählen.
Herausgekommen ist ein Buch mit einer dramatischen und ergreifenden Geschichte, das man nur empfehlen kann.
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