Der 'Versuch einer Anweisung, die Flöte traversiere zu spielen' gilt als ein Klassiker unter den großen musikalischen Lehrwerken des 18. Jahrhunderts - zusammen mit Carl Philipp Emanuel Bachs Klavierschule und Leopold Mozarts Violinschule zählt er zu den grundlegenden Schriften zur Musikpädagogik und Musikästhetik. 'Der Quantz' setzt sich aus drei Teilen zusammen: Gilt der erste Teil überwiegend als Meisterstück der instrumentalen Unterrichtsliteratur, das auch heute noch nicht überholt ist, führt der zweite Teil den jungen Flötisten in die Orchesterpraxis ein; der dritte Teil wendet sich hauptsächlich musikästhetischen Fragen des 18. Jahrhunderts zu.
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Produktbeschreibungen
Pressestimmen
" ... eignet sich dieses Werk wie kaum ein zweites, den Appetit auf das Quellenstudium zu wecken, und daher ist eine Faksimile-Taschenbuchausgabe sehr willkommen." (Alte Musik aktuell 12/1992)
"Quantz Flötenschule ist eben viel mehr als nur eine Flötenschule. Sie liefert uns Anhaltspunkte für die Musizierpraxis, die er entscheidend mitgeprägt hat. Die Taschenbuch-Ausgabe ist ein wertvoller Beitrag, diese aufregende Aufbruchzeit in der Musik einem breiteren Publikum als bisher zugänglich zu machen." (Hessischer Rundfunk 10.7.1992)
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... und zwar nicht bloß für Flötisten. Quantz bespricht auch technische Probleme bei allen anderen Instrumenten, die zu seiner Zeit gebräuchlich waren. Jedoch wird jeder Instrumentalist dieses Handwerkszeug schon längst gelernt haben. Der Nutzen von Quantz' Versuch liegt woanders.
Dieses Werk bietet nämlich vor allem einen breit gefaßten Überblick über die Interpretationspraxis der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts (die gewiß bis weit in die Wiener Klassik hinein ihren Einfluß hatte!), die jedem Instrumentalisten brauchbar sein wird, der sich mit "originalgetreuer" Aufführung beschäftigt. Den heute teilweise schmählich vernachlässigten "willkürlichen Verzierungen" und "wesentlichen Manieren" räumt Quantz viel Raum ein, so daß der heutige Leser eine gute Orientierung hat, wohin welche Art von Vorschlag gehört oder wie ein Adagio auszuschmücken ist.
Natürlich ist Quantz nicht Gott. Man möge also seine teilweise etwas kompromißlose Schreibweise nicht zu ernst nehmen. Aber er war zu seiner Zeit ein anerkannter Virtuose und berühmter Komponist. Von daher sollte man seine Anweisungen zumindest als Grundlage nehmen, um vielleicht danach auch mit der Tonsprache folgender Jahrhunderte barocke Literatur in eine Synthese zu bringen.
Ich habe das Buch bereits in alter Schrift und als gebundene Ausgabe. Für schnelle Recherchen und unkompliziertes Nachschlagen habe ich es in in unserer heutigen Schrift gesucht. Leider ist diese Ausgabe auch in alter Schrift.
Versuch einer Anweisung, die Flöte traversière zu spielen. Reprint der Ausgabe Berlin 1752 Ein Klassiker, bis auf die Griffe der Flute traversiere die für die Böhmflöte nicht geeignet sind, ist alles noch heute gültig. Besonders die allgemeinen Bemerkungen über die Musikerziehung , Musikrezeption und die Kriterien von guter und schlechter Musik sind heutzutage - im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie - fast aktueller denn je zuvor! Auch für Nicht-flötisten und "nur" Musikkonsumenten äusserst empfehlenswert.