Ronny Blaschke, der Verfasser dieser Geschichte über das Leben des schwulen Fussballers Marcus Urban, ist ein Sportjournalist. Er schreibt für die grössten deutschsprachigen Zeitungen in Deutschland und der Schweiz. Das erklärt natürlich auch seine profunden Kenntnisse in Sachen Sport und seine Glaubwürdigkeit zu dem Thama Homosexualität im Fussball und Hochleistungssport im Allgemeinen. Er bleibt sachlich und versucht nicht durch Andeutungen Spuren zu verkappten Sportlern zu legen und das ist hoch anzurechnen. Sicher weiss er von dem und der SportlerRin, die sich verstecken müssen. Das Buch zeigt immer dort Schwächen, wo Blaschke seine Kernkompetenz Sport verlässt und die Seelenqualen des Spielers Urban beschreibt. Auch wenn das den Leser durchaus berührt, nur es wirkt nicht immer authentisch. Es gibt den schönen Kalauer unter Schwulen und Nichtschwulen: "Interessierst Du dich für Fussball?" "Nein, eigentlich nicht, mehr für Fussballer" Also wo ist das Problem, die Interessen liegen doch gar nicht so weit auseinander.