Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mit Vernunft in die Ehe, 10. März 2006
Jane Austens Debütroman "Verstand und Gefühl" mischt auf den ersten Blick die bekannten Zutaten einer romantischen Liebeskomödie: Die beiden hübschen, aber nahezu mittellosen Schwestern Elinor und Marianne fahren nach zahllosen Irrungen und Wirrungen am Ende in den sicheren Hafen der Ehe ein. Mit von der Partie sind natürlich auch die garstige Schwiegermutter, die eifrige Kupplerin und der charmante Nichtsnutz. Unter der seichten Oberfläche versteckt sich jedoch eine bitter-ironische Abrechnung mit den Zwängen, denen die Frauen der gehobenen englischen Gesellschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts ausgesetzt waren: Sie hatten nur selten eigene Einkünfte, sollten präsentabel, aber nicht zu schlau sein und verbrachten die meiste Zeit mit Gesellschaftstratsch, Heiratsanbahnungen und Handarbeiten. Jane Austen verweist ihre übermütige und unkonventionelle Heldin Marianne am Ende in die Schranken der Vernunft und Sittlichkeit, die für ihre Schwester Elinor schon immer gegolten haben - ob aus Notwendigkeit oder echter Überzeugung, bleibt letztlich offen. Der Roman bietet je nach Sichtweise vergnügliche Unterhaltung oder die alptraumhafte Darstellung einer Welt, in der Frauen nichts anderes übrig blieb, als sich zu fügen und sich vorteilhaft zu verheiraten.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Englische Literatur vom Feinsten, 4. April 2007
Jane Austens "Verstand und Gefühl" gehört für mich zu den Klassikern der Weltliteratur.
Obwohl schon 1811 erschienen, verliert die Geschichte der Schwestern Elinor und Marianne Dashwood nicht an Aktualität und Sensibilität.
"Verstand und Gefühl" ist die Geschichte zweier Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Elinor verkörpert den "sense", den Verstand, die reagiert überlegt, ist sehr selbstbehrrscht und taktierend. Marianne ist genau das Gegenteil, "sensibility", sie ist gefühlvoll, impulsiv und platzt mit ihren Gedanken frei heraus.
Der Roman lebt von den Charakterdarstellungen, die Jane Austen so kunstvoll und meisterlich beschreibt.
Sonst ist die Geschichte die eines klassischen Liebesromans. Die beiden heranwachsenden jungen Damen werden mit ihrer Mutter vom Onkel in ein Cottage abgeschoben und verlieren damit ihre gesellschaftliche Stellung. Um so schwieriger ist es für die Mutter, die beiden Mädchen zu verheiraten. Und somit beginnt das gesellschaftliche Spiel um Verlobungen, Liebeskummer, Irrungen und Wirrungen...
Ein großes Stück Literatur, das natürlich auf dem Hintergrund seiner Zeit gesehen werden muss. Vortrefflich ist Austens feiner Humor und die versteckte Gesellschaftskritik. Sehr zu empfehlen!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schöner klassischer Liebesroman, 13. März 2005
Jane Austens Werk Gefühl und Verstand,wie auch die anderen Bücher gehört wohl eher die Kategorie klassische Literatur und sollte daher vielleicht von Leuten,die doch lieber Belletristik lesen und eher in der Welt von Krimis und Thriller aufgehen, und die sich in der Schule sehr geqält fühlten,nicht gelesen werden.Auch wenn ich finde das man es immer auch mal mit etwas höherer Literatur probieren sollte,denn manchmal ist man ja selbst darüber erstaunt,wie gut einem auch so ein Roman gefallen kann. In Gefühl und Verstand geht es um zwei ungleiche Schwestern und das ewige Thema: die Liebe und wie bekommt man den richtigen Mann. Dieses Thema ist ja eigentlich immer aktuell und wohl schon jede Frau wird sich das mindesten einmal gefragt haben.Dabei beschreibt die autorien mit soviel Feingefühl und Witz die Charaktere der beiden Schwestern und der anderen Bekannten,das man mit unter schon lächeln muß,welche offensichtlich anderen Probleme die Frau bzw. Menschen in die ser Zeit des 19.Jh. gehabt haben müssen,die auf der einen Seite sehr befremdlich sein können,einen auf anderen Seite auch wieder amüsieren. Die einzelnen charaktere sind so genau beschrieben,das man auch immer jemanden in seinem Freundeskreis hat,auf den die eine oder andere Beschreibung passt,wie z.B.Frauen ,die anscheinend ihren einzigen Sinn darin sehen,die anderen mit einander zu verkuppeln, oder andere, die jegliches Taktgefühl verloren haben. Am Ende siegt natürlich die Liebe. In meinen Augen ist dies ein schöner Liebesroman,der natürlich zu einer anderen Zeit geschrieben wurde,aber wenn man sich versucht darauf einzulassen,wird man am Ende belohnt.
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