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Verstörung (suhrkamp taschenbuch)
 
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Verstörung (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Thomas Bernhard
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 12 (21. Dezember 1987)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518379801
  • ISBN-13: 978-3518379806
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,6 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 214.472 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein Landarzt aus der Steiermark nimmt seinen Sohn auf Visite mit, einen Tag lang. Fälle präsentieren sich, wie eine Landpraxis sie bringt, Fälle, wie sich zeigt, die jenseits medizinischer Möglichkeiten erst beginnen.

Über den Autor

1931
geboren am 9. Februar in Heerlen (Niederlande) als unehelicher Sohn von Herta Bernhard, der Tochter des Schriftstellers Johannes Freumbichler; den Vater Alois Zuckerstätter lernt Bernhard nie kennen

1931-35
zusammen mit der Mutter und deren Eltern in Wien; schwierige ökonomische Situation; enge Beziehung zum Großvater mütterlicherseits

1935
Übersiedlung mit Mutter und Großeltern nach Seekirchen am Wallersee (Land Salzburg)

1938
Übersiedlung nach Traunstein (Bayern); Bernhards Mutter hat mit ihrem Ehemann Emil Fabjan zwei weitere Kinder; Peter (geb. 1938), Susanne (geb. 1940)

1943
ab Herbst im NS-Schülerheim in Salzburg; Gymnasium; in den folgenden Jahren u.a. Geigen- und Gesangsunterricht

1945
katholisches Schülerheim Johanneum

1946
Übersiedlung der gesamten Familie nach Salzburg (Radetzkystraße )

1947
Abbruch des Gymnasiums; Kaufmannslehre (Scherzhauserfeldsiedlung)

1949-51
in der Folge Lungentuberkulose; Aufenthalte im Krankenhaus, in Sanatorien und Heilstätten (u.a. in der Lungenheilstätte Grafenhof bei St. Veit im Pongau, Land Salzburg)
1949
Tod des Großvaters

1956
lernt Hedwig Stavianicek - seinen ›Lebensmenschen‹ - kennen; Tod der Mutter

1952-55
freie Mitarbeit beim Salzburger ›Demokratischen Volksblatt‹; Gerichtssaalberichte, Buch-, Theater- und Filmkritiken; erste literarische Veröffentlichungen: Gedichte, Erzählungen 1955 erste von zahlreichen Jugoslawienreisen mit Hedwig Stavianicek

1955-57
Hochschule für Musik und darstellende Kunst ›Mozarteum‹ in Salzburg: Musikunterricht, Regie- und Schauspielstudium

1956
erste Venedigreise mit Hedwig Stavianicek

1957-60
Freundschaft mit dem Komponisten Gerhard Lampersberg; längere Aufenthalte auf dessen Tonhof (Maria Saal, Kärnten)

1957
erster Gedichtband: Auf der Erde und in der Hölle

1958
In hora mortis; Unter dem Eisen des Mondes (Gedichtbände)

1959
die rosen der einöde. fünf sätze für ballett, stimmen und orchester

1960
Aufführung der Kurzoper Köpfe und einiger Kurzschauspiele im Theater am Tonhof; erste große Italienreise mit Hedwig Stavianicek (u.a. Sizilien), Reise nach England (kurzer Aufenthalt in London)

1963
literarischer Durchbruch mit dem Roman Frost; erste Polenreise

1964
Amras; Julius Campe-Preis

1965
Literaturpreis der Freien Hansestadt Bremen; Kauf eines Vierkanthofs in Obernathal bei Ohlsdorf (Oberösterreich; vermittelt durch den Immobilienmakler Karl Ignaz Hennetmair), jahrelange Restaurierung des Gebäudes; später Kauf zweier weiterer Häuser bei Reindlmühl und Ottnang; daneben immer wieder Aufenthalte in Wien (Wohnung Hedwig Stavianiceks in der Döblinger Obkirchergasse) und Reisen vor allem in den mediterranen Süden (Jugoslawien etc.), wo auch einige Werke entstehen

1967
Verstörung; Prosa; Operation im Pulmologischen Krankenhaus der Stadt Wien auf der Baumgartner Höhe

1968
Ungenach; Kleiner Österreichischer Staatspreis 1967; Anton Wildgans-Preis

1969
Watten; Ereignisse (entstanden 1957); An der Baumgrenze

1970
Das Kalkwerk; Ein Fest für Boris (uraufgeführt in Hamburg unter der Regie von Claus Peymann, der auch einen Großteil der weiteren Stücke erstinszeniert), Fernsehfilm Drei Tage (Regie: Ferry Radax); Vortragsreise durch Jugoslawien und Italien

1971
Gehen; Midland in Stilfs; Der Italiener (verfilmt von Ferry Radax)

1972
Der Ignorant und der Wahnsinnige (Uraufführung bei den Salzburger Festspielen); Franz Theodor Csokor-Preis, Adolf Grimme-Preis, Grillparzer-Preis

1974
Die Jagdgesellschaft (Uraufführung am Wiener Burgtheater); Die Macht der Gewohnheit; Der Kulterer (verfilmt von Vojtech Jasny); erste Portugalreise

1975
Die Ursache (erster Band der autobiographischen Pentalogie; wie die übrigen Bände erschienen im von Wolfgang Schaftier geleiteten Salzburger Residenz-Verlag; Ehrenbeleidigungsklage des Salzburger Stadtpfarrers Franz Wesenauer); Korrektur; Der Präsident

1976
Der Keller; Die Berühmten

1977
Minetti; größere Reisen nach Italien (u.a. Rom, Sizilien), in den Iran, nach Ägypten und Israel

1978
Der Atem; Ja; Der Stimmenimitator; Immanuel Kant; erste Reise nach Mallorca

1979
Der Weltverbesserer, Vor dem Ruhestand; Austritt aus der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung; Reise in die USA (New York)

1980
Die Billigesser

1981
Die Kälte; Ober allen Gipfeln ist Ruh; Am Ziel; Ave Vergil Ende der fünfziger Jahre entstandenen Gedichten); Reise in die Türkei

1982
Ein Kind; Beton; Wittgensteins Neffe; Premio Prato

1983
Der Untergeher; Der Schein trügt; Premio Mondello; erste Reise nach Spanien

1984
Tod Hedwig Stavianiceks
Holzfällen (vorübergehende Beschlagnahmung des Romans auf Antrag Gerhard Lampersbergs); Der Theatermacher; Ritter, Dene, Voss

1985
Alte Meister

1986
Auslöschung; Einfach kompliziert

1987
Elisabeth II

1988
Heldenplatz (große öffentliche Auseinandersetzung um Bernhards am Wiener Burgtheater uraufgeführtes Theaterstück zum ›Bedenkjahr‹ 50 Jahre Anschluß Osterreichs an NS-Deutschland); Prix Medicis; letzte Reise nach Spanien (Torremolinos)
1989
gestorben nach jahrelanger schwerer Krankheit am 12. Februar in Gmunden (Oberösterreich); beigesetzt im Grab Hedwig Stavianiceks auf dem Grinzinger Friedhof in Wien


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Deprimierend 19. September 2010
Format:Taschenbuch
Das Buch ist wirklich sehr deprimierend geschrieben, aber zugleich sehr gut! Ganz ehrlich stellt es die Welt als eine Ruine dar und zwar in ihrer vollen Vergänglichkeit. Es ist nicht die Art von Büchern, die ich persönlich gerne lese, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Es ist mir zu negativ verfasst, ich war nach dem Lesen immer ein bisschen betrübt. Aber das ist eben das Ziel, was erreicht werden sollte. Jedoch denke ich, dass viele Leute das Buch gut finden würden. Wer kein Freund von langen, sehr langen, Monologen ist, sollte es jedoch lieber nicht lesen.
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Komödie oder Tragödie? 11. September 2002
Format:Taschenbuch
Was will uns der Autor mit diesem Werk wohl sagen? Kaum ein Leser wird sich nach der Lektüre von "Verstörung" seiner Antwort sicher sein. Geht es um einen bemitleidenswerten Adeligen, der dem Wahnsinn verfallen ist oder handelt es sich um eine Persiflage von Wahnsinn und Verzweiflung - im meisten Fall bleibt der Leser irritiert und verstört (sic!) zurück. Dennoch: Suchen wir nicht manchmal Bücher, über die sich noch tage- und wochenlang nachher grübeln lässt und die stark in uns weiterwirken? Ist die Lektüre dieses Buches auch nicht einfach, so konfrontiert es den Leser im zweiten Teil dafür mit einem der komplexesten und dichtesten Monologe der modernen deutschen Literatur. Und wenn auch die Themen des Buches eher düster sind, so hat der berühmte Fürstenmonolog bei genauerem Hinsehen auch seine witzigen und skurillen Momente. Kaum jemand, der über Seite 50 hinauskommt, wird sich jedenfalls einer gewissen Wirkung des Buches entziehen können.
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Komödie oder Tragödie? 10. September 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Buch wohl, welches den Nicht-Thomas Bernhard-Kenner sehr erschreckenkann.Endlose Sätze, Wiederholungen und im zweiten Teil ein beinahe unaufhörlicher Monolog der Hauptifigur, der bei all seiner Komplexität wohl seinesgleichen in der deutschen Literatur sucht. Der Verfall eines bemitleidenswerten Menschen in den Wahnsinn oder das Vorführen eines gefährlichen Narren - worum es dem Autor wirklich geht bleibt offen. Aber suchen wir nicht oft auch Bücher, die uns irritieren, die uns auch Tage oder Wochen nach der Lektüre noch sehr intensiv grübeln lassen? Auf jeden Fall nichts für Leute, die sicher vom Autor durch eine spannende Handlung geführt werden wollen, aber ideal für "Kampfleser", die nicht gleich aufgeben. Denn sie werden im zweiten Teil einen der dichtesten und intensivsten Monologe der modernen deutschen Literatur erleben können, der zwischen Psychose und (un)freiwilliger Sprachkomik hin und her schwenkt und im Gegensatz zu herkömmlichen Büchern gerade den aufmerksamen Leser verstört (siehe Buchtitel) zurück lässt. Auf jeden Fall ist die Rezeption dieses Werkes ein spannendes Experiment!
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