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TOP 1000 REZENSENTam 27. Juli 2005
Die Mauer ist gefallen, ein Volk ging durch die Wand und Wochen später im Jahre 1989 hält Sloterdijk eine Rede, eine "Rede über das eigene Land". Als Versprechen auf Deutsch. Es ist nicht ‚an' die Nation gerichtet, wie Fichte es tat, 190 Jahre zuvor. Es ist eine Gedanken- oder Gedenkenschlacht ‚über' die Nation, beginnend mit der Gunst des Nachkriegsgeborenen (1947 ist P.Sl. geboren) aber dennoch mit der Muttermilch aufgesogenen historischen Schwere, die über die Menschen lag. Es geht um die Gewissheit, die nach Wittgenstein genau eintrifft, wo Fakten vor der Geburt Grund geben, geboren zu werden, das "Erde uns vorhergeht und wir Vertrauen auf die Kontinuität [..] menschlicher Erfahrung" bauen können. Und so sind auch die Briefe Camus' an einen deutschen Soldaten, einem Freund, den die Geschichte zum Feind machte, Zeugnis einer Gewissheit über das Kriegs-Deutschland. Doch was ist unsere Nation nun nach der Vereinigung, wie ist sie zu verstehen? P.Sl. sieht Nation aus natus sum, Nationalität via Natalität, es ist ein hineingeboren werden in eine Gemeinschaft, die lebt und aus den gemeinsamen Erfahrungen gleich empfinden kann, psycho-akustisch, psycho-historisch. Was wir, die Deutschen, lernen müssen, ist, dauerhaft zu erkennen, dass ein Leben ohne Versprechen etwas Unmögliches ist. Es geht nicht um die Explosion von Versprechen, sondern um die Zukunftstauglichkeit des Versprechens. Und mit dieser Sehweise des Versprechens als Zukunft und unserer Haltung als Nation, kann nur „Der starke Grund des zusammen seins" (siehe auch P.Sl. 1990 --> Rezension) erwachsen. P.Sl. kündigt schon hier die Fortführung des Gedanken an.
Sloterdijk ist kein Seher im Benn'schen Sinne, sondern Denker, weil er seinem Weltbild und allen daraus resultierenden Konstrukten immer sprachlich gewachsen ist.
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