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Verspektiven [Gebundene Ausgabe]

Günter Nehm , Robert Gernhardt
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 2 (18. Mai 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596172314
  • ISBN-13: 978-3596172313
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 236.898 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Günter Nehm
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein genialer Jongleur mit Worten und mit Reimen: Günter Nehm gilt unter Kennern als einer der wichtigsten humoristischen Dichter der Gegenwart. Er hat den Schüttelreim neu belebt, herrliche Unsinns-Gedichte verfasst und eine Parade von Palindromen vorgelegt. Robert Gernhardt präsentiert eine Auswahl aus dem Werk von Günter Nehm: eine Einladung, einen Dichter kennen zu lernen, der sich glanzvoll in die Reihe von Morgenstern. Ringelnatz, Roth und Erhardt stellt.

Über den Autor

Günter Nehm , geb. 1926 in Wattenscheid, aufgewachsen in Clausthal und Aachen. Ab 1943 Luftwaffenhelfer. Nach dem Krieg Arbeit im Straßenbau, in der Landwirtschaft und im Bergbau. Ab 1949 Bergbaustudium mit Diplomabschluss. Ab 1953 bei verschiedenen Bergwerksgesellschaften im Ruhrgebiet tätig, hauptsächlich als Aufbereiter im Steinkohlenbergbau, zuletzt als Leiter der Qualitätsstelle. Seit 1983 im Ruhestand.Robert Gernhardt, geboren am 13. Dezember 1937 in Reval (heute Tallinn/Estland), studierte Malerei und Germanistik in Stuttgart und Berlin. 1964 zog er nach Frankfurt am Main und trat in die Redaktion der satirischen Zeitschrift "Pardon" ein. Hier erfand Robert Gernhardt zusammen mit F.K. Waechter und Fritz Weigle die Nonsense-Doppelseite "Welt im Spiegel" (WimS). 1979 war er Mitbegründer der satirischen Monatsschrift "Titanic". Ab 1966 arbeitete Robert Gernhardt als freier Lyriker und Schriftsteller, Maler und Zeichner, Theoretiker und Kritiker. Robert Gernhardt wurde mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet, darunter mit dem Bertolt-Brecht-Preis (1998), dem e.o.plauen Preis (2002), dem Heinrich-Heine-Preis (2004) und dem Wilhelm-Busch-Preis (2006). Robert Gernhardt ist am 30. Juni 2006 in Frankfurt am Main gestorben.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr amüsant! 22. Februar 2010
Von M. Hahn
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Muss für Liebhaber artistischer Sprachspielereien. Es ist sehr beruhigend zu sehen, dass dererlei nicht nur in orientalischen Sprachen wie dem Arabischen oder dem Sanskrit möglich ist. Ein ideales Geschenk für Gleichgesinnte. Ein besonderes Lob noch für Ausstattung und Preis. Wo bekommt man ein geschmackvoll gestaltetes gebundenes Büchlein für weniger Geld, als ein normales Taschenbuch kostet? Das gilt übrigens auch für die anderen Bände der Reihe.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lyrische Kantersiege 31. März 2011
Von weiser111
Format:Gebundene Ausgabe
Was einen gescheiten Unsinn ausmacht, das ist nicht der schnell mal so dahingeflachste Unsinn, sondern "konsequent, also regelmäßig verweigerter Sinn" -- erläutert uns kein Geringerer als Robert Gernhardt scharfsinnig und -züngig in seinem Nachwort, und wieder mal hat er recht. Freilich unterwirft sich so ein Dichter, der was auf sich hält, nicht aus Untertanengeist den landläufigen Regelsystemen, sondern aus schierer Freude am Spiel, mit nimmermüdem "das wollmer mal sehen, wer das Spiel gewinnt, die Regel oder ich". Gernhardt formuliert es treffender: "Ohne Regel kein Spiel, ohne Spiel kein Sieg".
So. Genug der Einleitung. Günter Nehm legt sich genüsslich mit dem Regelwerk "Reim, Reimschema und so weiter" an, und das Regelwerk bleibt zweiter Sieger, denn Nehm ist ein Pelé des Nonsensdichtens. Er dribbelt die Hohe Schule des Unsinns, dass es den Reimen und Wörtern schwindlig wird, lässt gleich eine ganze Regelwerk-Abwehrkette alt aussehen, reimt lyrische Bananenflanken, und jeder Reim, jedes Wortspiel trifft ins Schwarze. Wirklich jeder. Keiner Herausforderung weicht er aus: Hochseriöses wie Sonette und Balladen hat er allemal formvollendet zu bieten, vor allem aber virtuosen Unsinn: Schüttelreime, Akrosticha, Abecedarien, Pentavokalisches, Limericks, Palindrome, Anagramme, "Sammansatz mit...", Zwillings-, Doppel- und Wechselreime, rime équivoque und was noch alles... Nein, keine Sorge, man braucht all diese Fachbegriffe nicht zu kennen; es genügt vollkommen, Nehms Traumtore zu sehen, äh... zu lesen, in die er diese Steilvorlagen verwandelt.

Jetzt kommt's nämlich: Günter Nehm belässt's nicht mit e i n e r Herausforderung pro Gedicht, sondern er kombiniert mindestens deren zwei. Enden tun diese literarischen Strafraumdribblings nicht in lyrischer Elfmeterschinderei, sondern in umwerfender Komik, die auf der formalen Ebene ebenso wirkt wie auf der des Wortes und seiner Bedeutungen. Aus schierer Freude am Spiel baut Nehm sich noch zusätzliche Hürden ein, gönnt dem Regelwerk sozusagen noch einen weiteren Feldspieler. Aber auch das hilft dem Ordnungssystem nichts: Es wird souverän am Nasenring herumgeführt. Ein paar Beispiele gefällig? Aber gern; die verheißungsvollen Titel sollten genügen, denn sie versprechen, weiß Gott, nicht zu viel. Hier also eine kleine Auswahl:
Die "Geschüttelte Eierballade", das "Trinkersonett" (geschüttelt, nicht gerührt!), "Wallensteins Tod" mit dem Wort "Wallenstein" als Reim- respektive Torvorlage, das paradiesische Akrostichon-Gedicht "Adam und Eva", rabenschwarz gereimte Anagrammvariationen über "Elisabeth", Reim-Anagramm-Hommagen an Erich Kästner und Christian Morgenstern, und als Finale furioso Anleihen bei Ror Wolfs "Hans Waldmann", unter dem Titel "Reimund Prosa" -- auch dies selbstverständlich unter verschärften Bedingungen. Ich nenne nur ein Beispiel daraus: "R. Prosa als Stabreimdichter".
Merke:
Daddeldu, wir sterben.
Daddel, du wirst erben.
Das issn rime équivoque von Günter Nehm, mit dem Titel -- klar doch: "Anleihe bei Ringelnatz"
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sprachkünstler 28. Januar 2011
Von Geru
Format:Gebundene Ausgabe
Günter Nehm ist ein Sprachkünstler. Seine Bücher sind Meisterwerke im Spiel mit der Sprache. Ich kann sie jedem, der Freude mit solchen Dingen hat, nur wärmstens empfehlen.
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