Der wichtigste Punkt der Buchbeschreibung ist folgender: "[...] Mischung [...] aus kurz[atmiger][...] Erzählung der Geschichte und erzählten Geschichten".
Das Buch ist weder historischer Roman noch historische Darstellung: Es wechseln sich szenische fiktive Abschnitte mit allgemeinen Beschreibungen der Zeit ab, allerdings nicht unbedingt in eigenständigen Kapiteln, sondern "fließend". Dadurch entsteht ein krudes Wirrwarr und man bleibt verblüfft allein mit der Frage, was der Mann wirklich recherchiert hat und was er sich aus den Fingern saugt.
Denn mit der Kenntnis der Epoche ist es teilweise nicht weit her, was umso schwerer wiegt, weil die Quellen nicht genannt werden, auf denen die "Geschichtsdarstellung" beruht. Dafür spart der Autor nicht dabei, mit dem dicken Pinsel der Selbstherrlichkeit Pauschalbehauptungen vorzutragen, die so unhaltbar sind.
Unerträglich für mich auch der Stil, der mit langen Nebensatzketten den Leser atemlos weitertreibt, und wo oft ein einzelner Satz einen eigenen Absatz bildet. Mein Lieblingsabsatz:
"Und so weiter."
oder
"Wie es Ketzern halt zusteht."
Womit wir wieder bei den großspurigen flapsigen Pauschalbehauptungen sind.
Mein Tipp: Hände weg!