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Verschwiegene Wunden: Sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche erkennen und verhindern - Mit einem Vorwort von Anselm Grün
 
 
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Verschwiegene Wunden: Sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche erkennen und verhindern - Mit einem Vorwort von Anselm Grün [Gebundene Ausgabe]

Wunibald Müller
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Kösel-Verlag; Auflage: 2 (10. Mai 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3466370000
  • ISBN-13: 978-3466370009
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Wunibald Müller
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Das Entsetzen bleibt. Gott sei Dank. Das Entsetzen darüber, dass Priester, Männer Gottes, Kinder sexuell missbrauchen. Wir haben uns noch nicht daran gewöhnt, obwohl es lange schon zur bitteren und furchtbaren Wahrheit der katholischen Kirche gehört. Zu lange hat sie sich Zeit gelassen, radikale Konsequenzen zu ziehen. Jetzt sind erste Entscheidungen getroffen worden - doch weitere werden nötig sein, will die Kirche die schwerste Krise ihrer jüngeren Geschichte nicht nur überstehen, sondern nutzen, um sich zu wandeln." (Wunibald Müller in der Süddeutschen Zeitung )

"Immer wieder wird die Frage gestellt, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen Missbrauch und Zölibat. Eine direkte Verbindung in dem Sinne, dass der Zölibat die Ursache dafür ist, lässt sich nicht nachweisen. Wer pädophil veranlagt ist und seine Veranlagung ausleben möchte, den schützt weder der Zölibat noch die Ehe davor, das zu tun." (Wunibald Müller in der Süddeutschen Zeitung )

"In seiner therapeutischen Arbeit hat der 1950 geborene Autor des Buches »Verschwiegene Wunden« immer wieder mit Klerikern zu tun, die sich an Opfern vergriffen haben. Sowohl spirituell bewandert als auch psychologisch ausgebildet ist Müller derzeit einer der wenigen kompetenten Gesprächspartner für die Medien." (dpa, Susanna Gilbert-Sättele )

Kurzbeschreibung

Die Katholische Kirche ist in Aufruhr. In bedrückend großer Anzahl treten Opfer sexuellen Missbrauchs ans Licht, ihre Verletzungen finden Sprache. Kirchliches Personal, Priester, Mönche, Erzieher stehen am Pranger. Unbedingte Solidarität mit den Opfern macht einen differenzierten Blick auf Ursachen der augenblicklichen Notsituation dringlich. Wunibald Müller, erfahrener Psychotherapeut und Theologe, kennt die Situation sexuellen Missbrauchs in der Kirche aufgrund seiner täglichen Arbeit bestens. Der renommierte Fachmann klärt für das Thema Missbrauch wesentliche Hintergründe (u.a. Zölibat, Homosexualität, Pädophilie). Er analysiert hierarchische Beziehungen, die zum Missbrauch führen können, und liefert spirituell und therapeutisch tragfähige Hilfestellungen, um der dramatischen Situation präventiv und nachhaltig zu begegnen.


Sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche verhindern
Woher kommt sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche?
Das Trauma der Opfer und die Persönlichkeit der Täter
Spirituelle und therapeutische Hilfestellungen


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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Eigentlich hatte der Priester und Therapeut Wunibald Müller, Leiter des Recollectio-Hauses der von Anselm Grün geleiteten Abtei Münsterschwarzach sich zu dem Thema sexueller Missbrauch nicht mehr äußern wollen, auch damit sein über die Grenzen Deutschland bekanntes Haus nicht allein mit diesem Thema in Verbindung gebracht werde.

Doch als die Nachrichten über den jahrzehntelangen Missbrauch in Einrichtungen der Katholischen Kirche wie eine Sturzflut über die Öffentlichkeit hereinbrachen, hat Müller der Bitte des Kösel Verlags entsprochen und hat ein Buch geschrieben, das zu dem Besten gehört, was zu diesem Thema in den beiden letzten Jahren geschrieben und gesagt worden ist. Fern von jeder institutionellen Apologetik, wie sie sogar der junge und hoffnungsvolle Bischof Stefan Ackermann aus Trier benutzt, zeigt Müller auf, welche Gründe erkennbar sind, die zu dem sexuellen Missbrauch von Priestern hauptsächlich an Jungen geführt haben. Was mir sehr gefallen hat, ist seine Kritik, an der generellen Aussortierung von jungen Priesterkandidaten, die sich als homosexuell bekennen. Viele wunderbare Priester, so sagt er, würden dadurch der Kirche verloren gehen. Denn es gibt keinen direkten und ausschließlichen Zusammenhang zwischen der Homosexualität eines Priesters und etwaigen pädophilen Neigungen und Praktiken.

In der Frage des Zölibats plädiert er in einem ausführlichen und lesenswerten Kapitel sehr differenziert für eine vorsichtige Entkopplung von Zölibat und Priesteramt. Die gesamte Krise bewertet er als eine Chance für Heilung in einem umfassenden Sinn:
"So schmerzlich für die Kirche die gegenwärtige Situation ist, in der täglich neue Opfer sich melden, für die Opfer ist es die Gelegenheit,. ihre bisher verschwiegenen Wunden nicht länger zu verschweigen. Endlich ist ein Damm gebrochen, hinter dem so viel an seelischer Not, Scham, Hilflosigkeit, Angst und Schmerz zurückgehalten wurde. Jetzt kann für viele der Betroffenen der Heilungsprozess weitergehen. Das sollte ach von der Kirche gewürdigt werden, und die Zahl derer unter den Verantwortlichen, die das so sehen, wächst. Es handelt sich dabei um einen Heilungsprozess auf Opferseite, der natürlich auch positive Auswirkungen auf den Heilungsprozess haben kann, der dadurch für die Täter, aber auch für die Kirche selbst ausgelöst wird, wenn sie die Chance dafür nutzen."

Es ist zu hoffen, dass diejenigen Verantwortlichen auch dann, wenn das Thema wieder aus den Medien und der Öffentlichkeit draußen ist, weiter an ihrem Konzept festhalten. Es ist zu hoffen, dass aus der ganzen Krise etwas gelernt werden kann zu dem Thema des Umgangs mit Sexualität in der Katholischen Kirche und dass aus diesem Lernen Segen erwächst nicht nur für die Priester und die vielen, die es gerne werden würden, sondern auch für unzählige Katholiken, die nach wie vor unter der rigiden Sexualmoral der Kirche leiden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Alexander
Format:Gebundene Ausgabe
Herr Müller begeht einen Spagat, indem er eine Persönlichkeitsstörung beschreibt, die durchaus typisch für pädophiles Verhalten ist, aber auch viel mit nicht pädophilen Geistlichen zu tun hat: Borderline. Nicht nur pädophile suchen das zurück gezogene Leben und werden von ihrer Umwelt als bizarr oder merkwürdig beschrieben. Auch 'andere' Geistliche verhalten sich ihrer Gemeinde gegenüber angepasst und ehrgeizig, während sie in ihren einsamen Stunden in Alkohol und/ oder Drogen versinken. - Hinter dieser meiner Behauptung stecken die Erfahrungen von 15 Jahren Ordensleben. - Der einzige Wermutstropfen: Statt Kinderseelen zerstören sie nur sich selber. Die Persönlichkeitsstörung Borderline kann außerdem durch sog. magisches Denken gekennzeichnet sein. Ein Grund mehr für Herrn Müller von der 'Persönlichkeitsstörung Pädophiler' zu sprechen anstatt den Begriff Borderline zu nutzen; aufrichtig ist das nicht.
Um aber klar zu bleiben: Kindesmissbrauch ist ein Verbrechen, und auch Geistliche gehören bestraft. Wenn aber Priesteramtskandidaten auf Herz und Nieren geprüft werden sollen, in dem man sie nach ihrer letzten Lektüre befragt, dann kommt der Leser dieses Buches doch etwas ins Schmunzeln. Wer. 'Die wilden Kerle', 'Harry Potter' und 'Wir Kinder aus Bullerbü' gelesen oder im Fernsehen geschaut hat, gerät in den Kreis der Verdächtigen.
Vielleicht sollte man Kandidaten vor Aufnahme in den Geistlichenstand grundsätzlich auf Persönlichkeitsstörungen überprüfen, denn sie belasten neben der Gesellschaft auch die Seminargemeinschaft. Aber das würde die Diakonats- und Priesterweihen drastisch dezimieren.
Der Untertitel des Buches 'Sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche erkennen und verhindern' hält nicht, was er verspricht, denn Herr Müller bezieht sich auf Neulinge von Orden oder Priesterseminar und nennt keine Lösungen für die potentiellen Bomben, die schon seit langem das Vertrauen von Kirche und Gesellschaft genießen.
Was haben die 50 Fernseh- und Radiosender von diesem Werk gehalten; haben sie Herrn Müller doch dazu bewegt trotz seiner Abneigung erneut über dieses Thema zu schreiben?! Ein wenig enttäuschend sind auch die vielen inhaltlichen Wiederholungen. Auch die 25% Zitate aus eigenen Werken zeugen von wenig Neuem.
Zum Schluss eine polemische Frage: Wenn Hetero- und Homosexuelle ihre Sexualität angenommen haben, sollten sie laut Müller in den Geistlichenstand aufgenommen werden können. Wie steht es aber mit Pädophilen, mit gleichem Verantwortungsdenken ggü. ihrer Sexualität? Werden sie stigmatisiert, nur weil die katholische Kirche ab jetzt supersauber erscheinen will?
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Enttäuschend 21. Oktober 2011
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
In seiner 'Hinführung' (= Vorwort) legt der Verfasser dar, was ihn zum Schreiben dieses Buches bewogen hat, wo er sich doch zu dem Thema nicht mehr äußern wollte. Das wäre klug gewesen, denn was hier präsentiert wird, ist inhaltlich beileibe nichts Neues. Das wird schon aus der Literaturliste ersichtlich, wo er 10 (zehn!) eigene Veröffentlichungen anführt.
Leider versteht er es nicht als Zusammenfassung von bereits Gesagtem, sonst hätte er locker mit einem Drittel der Seitenzahl auskommen können. Mir kommt es vor, als habe er für den Verlag auf eine bestimmte Seitenzahl kommen müssen, damit es als Buch durchgeht. Dafür zitiert er ausführlich andere Autoren, wiederholt sich nicht nur in Kapiteln, sondern sogar in Abschnitten (die Inhaltsangabe täuscht eine Gliederung vor, die definitiv nicht eingehalten wird)und pflastert jede Menge Zwischenüberschriften hinein. Ich hatte ständig das Gefühl, das doch auf der vorhergehenden Seite oder dem vorhergehenden Kapitel schon gelesen zu haben. Aber ich habe mich durch den aufgewärmten, zähen Brei gekämpft (man kann wegen der redundanten Schreibweise viele Seiten quer lesen), denn - wie gesagt -inhaltlich ist an dem Buch nichts auszusetzen, wie mein Vorrezensent ausführlich dargelegt hat. Trotzdem, nochmal würde ich das Buch nicht kaufen.
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