Der 12. Fall geht Brunetti "sprichwörtlich" an die Nieren. In der Militärakademie nahe Venedigs begeht ein Schüler - der so alt ist wie Brunettis Sohn - anscheinend Suizid.
Dies kommt ihm reichlich suspekt vor, da der Vater des Jungen ein ehemaliger Abgeordneter ist, der für seine Geradlinigkeit und moralischen Ansprüche bekannt war. Doch auf seine Fragen bekommt er zunächst keine Antworten, nur widerwillig lässt ihn Patta weiterermitteln, als ihn Brunetti auf die Familie des Jungen hinweist.
Bei seinen Nachforschungen mit Hilfe von Signorina Elettra - Pattas Sektretärin - erfährt er, dass die Familie auch noch eine Tochter hat und die Eltern seit längerer Zeit getrennt sind.
Aufmerksam geworden forscht Brunetti genauer nach und bekommt dabei einen ungewollten Einblick in eine Welt, die sich an andere Regeln hält, die Brunettis Leben bestimmen.
Obwohl er auch auf die Wahrheit stößt, kann er sie nicht verbreiten, da sich die Täter hinlänglich abgesichert haben.
Man ist geneigt das Schicksal hin und wieder zu verfluchen, doch Brunetti und dieser Fall zeigt deutlich, was passieren kann, wenn Alkohol und Vorurteile bedenkenlos in Kinder hineingeschüttet werden.
Besonders seltsam an diesem Hörbuch fand ich die Tatsache, dass zwar offiziell alle Kadetten vor 22.00 Uhr wieder in der Akademie sein müssten, jedoch gegen eine kleine Bestechung des Hausmeisters jeder einen Ersatzschüssel bekommen konnte - und so etwas will die Schulleitung nicht gewusst haben.
Wenn ihr Zeit habt, hört es euch doch einfach mal an. Dann werdet ihr auch erkennen, dass es oft so ist, dass es viele Orte gibt, an denen andere Regeln gelten, obwohl oft etwas anderes behauptet wird! ;-)