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Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall
 
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Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall [Taschenbuch]

Donna Leon , Christa E. Seibicke
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 2., Aufl. (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257235232
  • ISBN-13: 978-3257235234
  • Originaltitel: Unifom Justice
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Donna Leon
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein Fall, der Brunetti näher geht als jeder andere: der vermeintliche Selbstmord eines Jugendlichen, so alt wie sein eigener Sohn. Ein Fall auch, der in eine unheimliche Welt führt: hinter die verschlossenen Tore der Kadettenschule von San Martino.An einem kalten, grauen Novembermorgen wird in der Kadettenschule von San Martino der sechzehnjährige Ernesto Moro erhängt im Waschraum aufgefunden. Bringt sich ein so junger Mensch grundlos um? Oder vertuscht hier jemand etwas, um seinen guten Ruf zu schützen? Als die Polizei dies klären will, stößt sie auf eine Mauer des Schweigens: Die Ränge haben sich geschlossen. Niemand, weder die Lehrer noch die gedrillten Mitschüler, ja nicht einmal die Familie will Genaueres darüber wissen, doch Brunetti läßt jener Junge, dessen Vater Fernando Moro berühmt ist für seine politische Unerschrockenheit, nicht los. Selbst Vater, ruht er nicht, bis er die wahren Hintergründe aufgedeckt hat. Eliten und ihre Loyalitäten: Donna Leon ergründet die verschwiegenen Kanäle zwischen militärischer und politischer Macht.

Über den Autor

Donna Leon, geb. 1942, verließ mit 23 Jahren New Jersey, um in Perugia und Siena weiterzustudieren. Seit 1965 lebt sie ständig im Ausland, arbeitet als Reiseleiterin in Rom, als Werbetexterin in London, an amerikanischen Schulen in der Schweiz, im Iran, in China und Saudi-Arabien. Seit 1981 lebt und arbeitet sie in Venedig.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Sehr realistisch, 8. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall (Taschenbuch)
Wie der Zufall es wollte, las ich zufällig nach einem Krimi, der in Cambrigde spielt, diesen Brunetti-Roman, in dem es ebenfalls um einen Mord in einer Eliteschule geht. Hier ist das elitäre Gehabe der Protagonisten sogar noch größer, da es sich um eine militärische Einrichtung, eine Kadettenschule, handelt.

Der Sohn eines bekannten Politikers wird erhängt in der Dusche aufgefunden, zuerst sieht alles nach Selbstmord aus. Aber schnell stellt sich, trotz des widerstrebenden Verhaltens der anderen Kadetten und des Schulvorstandes, heraus, dass hier doch recht seltsame Umstände vorliegen.

Brunetti agiert mit seiner gewohnten Hartnäckigkeit, er wird wie gewohnt durch seine Untergebenen Pucelli und Vianello, Signorina Elettra und seine Familie unterstützt. Vizequestore Patta handelt ebenfalls, wie in allen anderen Leon-Romanen gewohnt, indem er die begquemste Lösung gern etablieren möchte und erst durch Brunetti in die richtige Richtung manipuliert wird.

Donna Leon bietet auch in diesem Roman ihren gewohnten Mix aus Krimi und Gesellschaftskritik. Zuweilen schildert sie dermaßen viele politische Verstrickungen, dass der nicht-italienische Leser sich doch schon einmal langweilt. Man merkt eben, dass das Thema nicht mehr ganz frisch ist, schließlich ist es der 12. Band. Mit den Jahren scheint Brunetti auch in seinem ständigen Kampf gegen das Verbrechen und die politischen Ungerechtigkeiten etwas müder und deprimierter geworden zu sein, die energiegeladene Zuversicht, mit der er noch in den ersten Bänden zuwerke geht, hat er mittlerweile doch hinter sich gelassen. Gerade in dieser Hinsicht finde ich das Ende des Buches ausgesprochen logisch, folgerichtig und sehr realistisch, alles andere wäre hier doch wenig glaubhaft gewesen. An der Figur des Moro kann man schon erkennen, wo wahrscheinlich auch für Brunetti die Entwicklung hingehen wird, mehr als kleine Teilerfolge im Kampf gegen politische Machenschaften und Verflechtungen wird er in seinem Wirkungskreis niemals erreichen können, da sogar der sehr viel einflussreichere Moro hier gescheitert ist. Hier hat D. Leon aus dem Leben gegriffen.

Trotzdem liest das Buch sich doch einigermaßen flüssig, die Kriminalgeschichte ist auch recht gelungen, bei der Untersuchung in der Kadettenschule wäre allerdings etwas mehr Konfliktpotential vorhanden gewesen, das durch die Autorin nicht genutzt wurde. Insgesamt ein flüssiger Krimi mit einigen Längen, dem etwas die Frische der ersten Brunetti-Romane fehlt.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Zeitverschwendung!, 22. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall (Taschenbuch)
Nach dem unsäglich schrecklichen Band "Das Gesetz der Lagune" liefert Leon einen weiteren Tiefpunkt ihrer sympathischen Brunetti-Reihe. Die Handlung ist, trotz guter Anlagen, schwerfällig und dadurch langweilig. Wie im Gesetz der Lagune bleibt Brunetti hier machtlos, ja, er bemüht sich nicht mal, in seinen Ermittlungen weiterzukommen. Die "Aufklärung" des Falles geschieht auch hier zusammengerafft auf den letzten 50 Seiten. Das völlige Desaster des wieder mal nicht zur Gerechtigkeit geführten Verbrechens (eine Leon-Spezialität: wegen der schlimmen schlimmen höheren Gewalten wird der Fall ergebnislos eingestellt) zeigt die Blödigkeit des ganzen Romans: Brunetti knickt ein vor einem arroganten Pennäler - Schluß, Ende.

Um die gewohnte Seitenstärke zu liefern wettert die Amerikanerin in Europa gerne gegen alles, was ihr vor die Feder kommt: Männer, der Staat, der Staat, der Staat, das Militär, der Vatikan, Jugendliche, Raucher, und natürlich die Touristen. Diese feuilletonistisch angekleisterten Meckereien einer ewigen amerikanischen Gutmenschin nerven - und nichts anderes. Sozialkritik sieht anders aus, Frau Leon. Bitte 10 Jahre Krimipause, in der Sie Ihre angestauten Frustrationen über die Welt in Zeitungskolummnen loslassen. Und dann bitte wieder Brunetti-Krimis, die spannend und liebenswürdig sind!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Die Serie hat ihren Charme verloren, 19. Mai 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall (Taschenbuch)
In der privaten Militärakademie San Martino auf der Insel Giudecca wird

ein Kadett tot aufgefunden, augenscheinlich hat er sich selbst erhängt.

Doch Brunetti ist mißtrauisch, zumal er weder von den Mitschülern noch von

den anderen Lehreren Auskünfte erhält und seine Ermittlungen immer wieder

verzögert werden. Außerdem handelt es sich bei dem Vater des Toten um

Fernando Moro, einem Abgeordneten mit bekannter Abneigung gegen das

italienische Militär. Da auch Moro ihm mit Schweigen begegnet, setzt

Brunetti, genauer gesagt, seine internetbewanderte Sekretärin Elettra,

die Ermittlungen dort an und versucht herauszubekommen, warum Moro sich

eins aus der Politik zurückgezogen hat und was mit dem Jagdunfall seiner

Frau auf sich hat.

So langsam wie Brunettis Fortschritte schreitet die gesamte Handlung dahin,

alles wirkt langatmig und zäh und läßt keine rechte Spannung aufkommen. Fand

ich in den früheren Romanen Brunettis Computerabneigung und Elettras

Hackerqualitäten amüsant, so wirken diese Klischees mittlerweile völlig

überzogen, Computer sind kein Teufelszeug mehr und eine Sekretärin kann

sich nicht mal eben in den Zentralcomputer des Militärs einhacken. Das

alles wirkt ein wenig überzogen, auch von der venezianischen Atmosphäre,

die in vergangenen Romanen einige Schwächen kompensiert, ist in diesem

nichts zu spüren. Es dürfte Zeit werden, daß die Autorin diese Serie

beendet, denn sie hat ihren früheren Charme völlig verloren.
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