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Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall
 
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Verschwiegene Kanäle: Commissario Brunettis zwölfter Fall [Gebundene Ausgabe]

Donna Leon
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Gebundene Ausgabe, Mai 2004 --  
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Diogenes (Mai 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257063903
  • ISBN-13: 978-3257063905
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 140.307 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein Fall, der Brunetti näher geht als jeder andere: der vermeintliche Selbstmord eines Jugendlichen, so alt wie sein eigener Sohn. Ein Fall auch, der in eine unheimliche Welt führt: hinter die verschlossenen Tore der Kadettenschule von San Martino. An einem kalten, grauen Novembermorgen wird in der Kadettenschule von San Martino der sechzehnjährige Ernesto Moro erhängt im Waschraum aufgefunden. Bringt sich ein so junger Mensch grundlos um? Oder vertuscht hier jemand etwas, um seinen guten Ruf zu schützen? Als die Polizei dies klären will, stößt sie auf eine Mauer des Schweigens: Die Ränge haben sich geschlossen. Niemand, weder die Lehrer noch die gedrillten Mitschüler, ja nicht einmal die Familie will Genaueres darüber wissen, doch Brunetti läßt jener Junge, dessen Vater Fernando Moro berühmt ist für seine politische Unerschrockenheit, nicht los. Selbst Vater, ruht er nicht, bis er die wahren Hintergründe aufgedeckt hat. Eliten und ihre Loyalitäten: Donna Leon ergründet die verschwiegenen Kanäle zwischen militärischer und politischer Macht.

Über den Autor

Donna Leon, geb. 1942, verließ mit 23 Jahren New Jersey, um in Perugia und Siena weiterzustudieren. Seit 1965 lebt sie ständig im Ausland, arbeitet als Reiseleiterin in Rom, als Werbetexterin in London, an amerikanischen Schulen in der Schweiz, im Iran, in China und Saudi-Arabien. Seit 1981 lebt und arbeitet sie in Venedig.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe bisher alle Krimis von Commissario Brunetti gelesen. Dieser letzte fällt ab. Die bewährte Mischung aus Mord, Korruption und Schweigzirkel einersteits und der Lebensklugheit seiner Frau Paola andereseits, die Brunetti nun seit Jahren begleiten, ist auch in diesem Band vorhanden.
Insofern gibt es wieder einen typischen Donna Leon, da weiß man, was man hat.
Darüber hinaus reicht das Buch aber nicht. Die Aufklärung der Falles kann erst erfolgen, wenn das korporative Schweigen der Militärkadetten gebrochen wird. Diese Hürde nimmt Brunetti und sein Mitarbeiter so unerwartet aalglatt, daß man selbst in den im Buch mehrfach zitierten drittklassigen amerikanischen Filmen mehr erwarten darf. Begonnene Handlungsstränge werden abgebrochen, Ermittlungswege nicht verfolgt.Insgesamt hat man den Eindruck, daß der Personenfundus ausgeschöpft ist wie bei deutschen Fernsehproduktionen, in denen auch immer dieselben Gesichter in unterschiedlichen Rollen auftauchen.
Daß Guido letztendlich nach der Aufklärung vor dem Täter und seinen Helfern kapituliert, läßt eigentlich nur den Schluß zu, daß der nächste Band der letzte sein wird: Commissario Brunetti wird sich auf die Polizeiakademie versetzen lassen, Vice-Questore Patta kann endlich aufatmen und Signorina Elettra wird Assistentin am Lehrstuhl für Datensicherheit und -schutz.
Das Buch liest sich gut, alles rund, alles wie gehabt, gutes Handwerk.
So wie der "Tatort" am Sonntagabend.
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62 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "typoman"
Format:Gebundene Ausgabe
Im neuesten Buch von Donna Leon hat Commissario Brunetti einen offensichtlich scheinenden Selbstmord eines Schülers an einer militärisch geführten Eliteschule aufzuklären. Dabei sticht er in ein Wespennest: Die Mechanismen der Vergabe von Staatsaufträgen treten bei den Recherchen offen zu Tage -- und es zeigt sich, wie sehr jene, die gegen Korruption ankämpfen, auf verlorenen Posten stehen und sich selbst in höchste Gefahr bringen. Parallelen zu Zuständen, wie sie im Italien von heute zu finden sind, muss der Leser selbst ziehen, aber es wird ihm nicht schwer gemacht. Niemand ist jedoch gehalten, diese Parallelen auf Italien zu beschränken.

Es zeigt sich auch, dass Donna Leon in ihren jüngsten Brunetti-Büchern eine -- früher nicht so merkbare -- Dimension einbringt, in der sich der Commissario einem ethischen Konflikt stellen muss, der nicht so leicht oder manchmal auch gar nicht zu lösen ist. Einen Fall aufzuklären, ist eine Sache. Wie aber verhält man sich, wenn die Gerechtigkeit unmenschlich ist oder die Menschlichkeit ungerecht? Es ist nicht immer leicht, Polizist zu sein und Mensch zu bleiben. Das muss Commissario Brunetti in seinem zwölften Fall deutlicher denn je erfahren.

Entschließt sich ein Kriminalautor, einem seiner Helden nicht nur ein Buch, sondern eine ganze Buchreihe zu widmen, so sollte er die Kunst beherrschen, in jedem Band neue Aspekte zu bringen und das dem Leser vertraute handelnde Personal trotzdem wiedererkennbar darzustellen. Je mehr Bücher dieser Art erscheinen, desto schmaler wird er Grat, auf dem der Autor wandeln muss. Donna Leon beherrscht diese Gratwanderung meisterhaft. Ihre ersten Brunetti-Bücher sind vor allem gute Krims, bei denen der kriminalistische Scharfsinn im Vordergrund steht. Doch von Band zu Band wird immer deutlicher, dass das Schließen der Polizeiakten den Leser selten auch ethisch befriedigt. In diesem Bereich bleibt eine Spannung, die nur umso ungeduldiger den nächsten Brunetti-Krimi herbeisehnen lässt.

Wer noch keinen Brunetti-Krimi gelesen hat, der bringt sich mit der Lektüre von "Verschwiegene Kanäle" um das Erleben dieser Entwicklung. Empfehlen würde ich einem Einsteiger, mit dem ersten oder einem der frühen Bücher zu beginnen. Trotzdem bleibt "Verschwiegene Kanäle" auch für den Brunetti-Neuling ein sehr guter Krimi -- und mehr als das.

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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von marielan TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Ernesto Moro, Schüler an der Militärakademie, wird erhängt aufgefunden. Als Todesursache wird Selbstmord angegeben, aber Brunettis Intuition sagt etwas anderes.
"XY wird ermordet; Brunetti nimmt die Untersuchungen auf, aber alle Zeugen mauern", lautet die Inhaltsabgabe der meisten Donna Leon-Krimis, und der vorliegende macht keine Ausnahme. Im Gegensatz zu früheren Romanen ist es aber nicht Brunetti selbst, der gegen die Mauern des Schweigens stößt, sondern Untergebene. Der Leser erfährt also nur unmittelbar davon, erlebt sie aber nicht gemeinsam mit Brunetti selbst, sieht man vom Vater des Opfers ab. Man ist demnach beim Lesen nicht wirklich eingespannt.
Auch der Rest ist bekannt: Brunetti wird von Vice-Questore Pata zurückgepfiffen und schlägt diesen mit eigenen Waffen, und Signorina Elettra besorgt Hintergrundmaterial. Derweil sinniert Brunetti über Korruption, Schweigegelder und Vetternwirtschaft. Nachdem in vorherigen Romanen Regierung, Kirche, Behörden und andere in Brunettis Schussfeuer gerieten, ist diesmal das Militär an der Reihe und nicht nur das italienische. Via Guido und Paola äußert sich die Autorin über die Kriegspolitik ihres Geburtslandes
Alles gut und schön, aber Brunetti - oder eher seiner Autorin - ist das Feuer abhanden gekommen. Die Story dümpelt vor sich hin, braucht einen breiten Raum, um Brunettis Wege von X über Gasse A und Kanal B nach Y zu schildern und ihn im Büro beim Unterschreiben diverser Papiere zu beobachten. Im Grund macht er nichts anderes als die Zeit totzuschlagen zwischen seinem Auftrag an Elettra, dem Empfang der Ergebnisse und gelegentlichen Gesprächen. Aus diesen Erkenntnissen kann er ein Motiv basteln und zumindest für sich selbst den Schuldigen entlarven.
Natürlich tritt auch die Familie auf, aber die Dialoge mit Paola sind nichts anderes als Wiederholungen der Ermittlungen und Bestätigung von Brunetti eigenen Gedanken. Raffi und Chiara sind Randfiguren und hätten doch bei dem vermeintlichen Selbstmord eines Jungen in ihrem Alter eine größere Aufmerksamkeit verdient.
Ob man sich wünschen sollte, dass Brunetti sich versetzen lässt? Oder ob man auf einen weiteren Roman mit dem Commissario hoffen sollte? Eigentlich gerne, aber bitte nicht nochmal einen solchen Langeweiler.
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Die neuesten Kundenrezensionen
ein klasse Brunetti-Fall
Mein zweiter Brunetti-Krimi und er hat mir noch ein bisschen besser gefallen als der erste (Blutige Steine). Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Oktober 2007 von Annika
menschelnd
Da ist es wieder - dieses spezielle Brunettigefühl. Etwas an diesem Tod passt nicht, und der Kommissario ruht nicht eher, bis er die wahren Hintergründe erforscht hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Juni 2006 von imblue
Zu viel Distanz, zu wenig Emotion
Nein, Donna Leon hat diesmal eine Story geschrieben, die Brunetti langweilig und die Ermittlung langatmig erscheinen läßt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Februar 2005 von D. Müller
Noch lange nicht langweilig
Man hat den Eindruck, dass die zwölfte Ausgabe von "Brunetti" etwas kritischer mit den gesellschaftlichen Verhältnissen umgeht als die elf davor. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. November 2004 von Karl-Heinz Heidtmann
zu wenig Spannung und zum gähnen
In der bekannten Kadettenschule von San Martino wird der Schüler Ernesto Moro erhängt im Waschraum aufgefunden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Oktober 2004 von Camenisch Silvia
Schwache Vorstellung
"Verschwiegene Kanäle" ist für mich der schwächste Roman von Donna Leon. Langatmig und langweilig. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Oktober 2004 von N. Eigner
schwach
Ich habe alle Fälle des Comissario Brunetti gelesen und ab dem 5. Band wurden die Bücher immer schlechter. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Oktober 2004 von Carina
Öde
Alles vorhersehbar. Leons Kriminalgeschichten könnte man selbstständig zu Ende schreiben, weiß man nur um die Klischees und Versatzstücke, die sie wie... Lesen Sie weiter...
Am 8. August 2004 veröffentlicht
Na ja, könnte besser sein
Der Roman ist nicht gerade spannend. Als Krimi- Freak kann man vielleicht leben mit dieser "dünnen" Story. Aber mehr als ein netter Unterhaltungsroman ist es nicht. Lesen Sie weiter...
Am 21. Juni 2004 veröffentlicht
Venedig und die Militärakademie
Mit Begeisterung habe ich bisher alle elf Fälle von Commissario Brunetti gelesen. Der zwölfte Band führt uns in die militärische Eliteschule von San Martino. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Juni 2004 von Carl-heinrich Bock
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