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Produktinformation
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»Für alle, die wissen wollen, woher die Neue Deutsche Welle so plötzlich herkam und warum sie so schnell verschwand, ist dieses Buch unbedingt lesenswert!«
(Birigt Jeschonneck Grundschule Musik )»Atemberaubend spannend. Ein stolzes Buch.«
(Süddeutsche Zeitung )Jürgen Teipel, geboren 1961, kam 1980 durch die Herausgabe einer Punk-Zeitschrift zum Schreiben. Danach organisierte er Konzerte und Ausstellungen, war DJ und schrieb u. a. für Frankfurter Rundschau, Neue Zürcher Zeitung, Spiegel und Zeit. Sein Doku-Roman Verschwende Deine Jugend stieß auf breite Anerkennung und wurde von der Presse gerühmt. Zuletzt erschienen sein Roman Ich weiß nicht sowie eine Neuausgabe von Verschwende Deine Jugend. Im Herbst 2013 erscheint Mehr als laut – ein Doku-Roman über die musikalischen Erlebniswelten von DJs. Der Autor lebt in München.
Im Mittelpunkt des Buchs stehen die Projekte, die oftmals lange gegründet waren, noch bevor der erste Ton gespielt war: Charley's Girls, Male, Mittagspause, S.Y.P.H, Minus Delta T, Der Plan, Fehlfarben, KFC, Mania D., Einstürzende Neubauten, Abwärts, DAF usw.
Wir lesen: Über erstaunliche Ereignisse, Fakten und bis dato unausgesprochene Gedanken, über Schlägereien zwischen Avantgardebands und Punk-Publikum, zwischen Teds und Punx und überhaupt über die im Rückblick unglaubliche Gewalt in der Szene. Darüber, wie irgendwann Bands wie Der Plan und S.Y.P.H. nicht mehr als Punk galten und Punk nur über "Lederjacke und grüne Haare" definiert wurde - worüber sich die meisten der frühen Szene ärgerten. Über Einflüsse der RAF und Neo-Nazis. Über Mäzene und Unkommerzialität. Ratinger Hof und Marktstube. Fanzines und Tapes. Über die Ablehnung von Clash, Sid Vicious, Ideal und der industriellen NDW. Im Anhang: eine relevante Zeittafel und biographische Notizen (aus der beliebten Serie "Was wurde aus ...?").
Dieses Buch beendet viele Mutmaßungen über jene Zeit und beantwortet viele offen gebliebene Fragen. Z.B. über das Mysterium "Peter Hein". Spannend und gut zu lesen. Der Soundtrack dazu steht in Eurer Platten-Sammlung!
In umfangreichen, authentischen, lustigen und teil intimen und erschütternden Bekenntnissen zeigen sich darin nicht nur persönliche Aufstiegs- und Fallstudien einzelner Beteiligter, sondern auch ein detailliertes Bild einer umbrechenden deutschen Gesellschaft, die damals alles andere als rosig war. Heute ist es kaum noch vorstellbar, dass man 1977 alleine beim Tragen von kurzen Haaren und bunten Stickern auf der Straße noch von Hippies als Faschist bezeichnet, von Proleten zusammengeschlagen, von Rentnern beschimpft und von Bauarbeitern mit Dachlatten durch die Stadt gejagt worden ist.
Jedenfalls kann ich jedem, der sich für die Entwicklung der der deutschen Musik interessiert, dieses Buch wärmstens ans Herzen legen, und sicherlich wird der eine oder andere über 30jährige sich in manchen Momenten wiedererkennen. Zudem wird hierbei deutlich, dass Punk in erster Linie eine Einstellung und ein Sammelbecken für die unterschiedlichsten neuen Lebens- und Musikstile war, und nicht die Reduktion auf Prä-Beckham-Hahnenkampffrisur, Dosenbier und reinen Proletenrock.
Zu dem Buch gibt es neben einigen Schwarzweißbildern auch eine hilfreiche Zeittafel der Ereignisse sowie eine biografische Übersicht über den Verbleib der Punkheroen, von denen einige heute als Musikmanager, Lagerarbeiter, Heilpraktiker, Ingenieur, Banker oder Künstler arbeiten. Und die gleichnamige Doppel-CD dazu sei auch jedem ans Herz gelegt!
Die Geschichte von Punk und New Wave in Deutschland bietet allein schon Stoff genug für ein packendes Buch. Jürgen Teipel macht noch mehr daraus: Das Buch besteht komplett aus Interviews mit damals Beteiligten. Teipels Eingreifen liegt „nur" darin, dass er arrangiert, indem er die Interviewpassagen so anordnet und zum Teil auch aufeinanderprallen lässt, dass sie mehr oder weniger vollständige Geschichten ergeben. Das macht es ungleich lebendiger und spannungsgeladener, als wenn er kommentierend oder nivellierend eingegriffen hätte. Es vermittelt sehr das Rohe und Ungeschliffene jener Phase, und besser als damit kann man diesem Stoff gar nicht gerecht werden.
Wenn Gabi Delgado über Punk sagt „Ich wollte nur die Attitüde, die Pose und die Energie" und der Leser anhand des Vorangegangenen sehr genau nachempfinden kann, was er meint, dann spricht alles dafür, dass es sich hier um ein großes Buch handelt.
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