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Verschwörung gegen Amerika
 
 
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Verschwörung gegen Amerika [Taschenbuch]

Philip Roth , Werner Schmitz
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 544 Seiten
  • Verlag: rororo (1. März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499240874
  • ISBN-13: 978-3499240874
  • Originaltitel: The Plot Against America
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 77.688 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Philip Roth
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

„Sie weiß nicht, was sie tut“, dachte ich, „sie ist nicht mehr dieselbe -- wir alle sind nicht mehr dieselben.“ Der -- fiktionale -- achtjährige Philip Roth muss mit ansehen, wie sich sein Umfeld dramatisch verändert. 1940 war seine Familie noch eine gewöhnliche, glückliche jüdische Familie in einem Amerika, das Juden ein freies Leben und Integration ermöglichte. Doch dann nominieren die Republikaner einen Helden der Luftfahrt, den faschismusfreundlichen Charles Lindbergh. Den Wahlkampf gegen Demokrat Franklin D. Roosevelt gewinnt er durch eine Kampagne, die heftige Kontroversen unter den Juden auslöst: Der Frieden und angeblich ebenso die Demokratie sollen bewahrt werden, indem sich Amerika für eine isolationistische Haltung gegenüber Nazi-Deutschland ausspricht.

Schon bald stellt sich heraus, dass Lindbergh andere Zukunftspläne schmiedet. Seine Begeisterung für Hitlers Machtpolitik wird jedoch nicht nur den amerikanischen Juden, sondern ebenso ihm selbst zum Verhängnis. Rückblickend beschreibt Philip aus der Perspektive eines Kindes, wie das geregelte Leben der Juden zerbricht, wie das beklemmende Gefühl der Schutzlosigkeit sie dazu zwingt Dinge zu tun, die ihnen einst zuwider gewesen wären.

Was wäre, wenn ...? Philip Roth spielt in dem autobiografisch gefärbten Roman Verschwörung gegen Amerika eine andere Variante des zweiten Weltkrieges und seiner Kindheit durch. Fasziniert von der Tatsache, dass die amerikanischen Juden -- folglich auch die eigene Familie -- der großen Katastrophe entronnen sind, fingiert Roth ein antisemitisches Amerika unter der Präsidentschaft Lindberghs. Sein Jonglieren mit historischen Fakten und historischer Fiktion ist schlichtweg verblüffend. Um so realistisch wie möglich zu schreiben, wich Roth von seinen bisherigen Romanen ab: Die Opferrolle der Juden im Zentrum, das ist neu. Sein Ziel hat Roth auf jeden Fall erreicht, lässt er seine Leser doch fast vergessen, dass die Realität im Hinblick auf die Präsidentschaft Lindberghs eine ganz andere war. --Fenja Wambold -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

"Ein beklemmendes Gedankenspiel: der neue Roman von Philip Roth. Ihn interessieren die Menschen in den Schockwellen der Politik." Uwe Schmitt, Die Welt, 30.09.04 "In den berührendsten Passagen seines Buchs zeigt Roth, wie die Welt des kleinen Philip langsam zusammenbricht." Peter Haffner, Tages-Anzeiger, 14.10.04 " ...in jedem Augenblick so plausibel und so greifbar wirklich wie die Angst des Kindes in der Nacht ..." Thomas David, Neue Zürcher Zeitung, 03.10.04 "Wenn Roths literarische Meisterschaft sich je fixieren ließ, dann in jenen Passagen, in denen er aus der Sicht eines Halbwüchsigen schildert, wie Geschichte den Alltag eines kleinen Jungen verändert..." Denis Scheck, Focus, Ausgabe 34/05 "Großartig und realistisch. Überhaupt ist es dramaturgisch exzellent, wie Roth die Weltgeschichte und die Alltagskatastrophen schroff gegeneinander stellt." Hannes Stein, Die Welt, 27.08.05 "Eine so kühn wie mitreißend erzählte Geschichtsfiktion, episch und bestechend..." Oliver vom Hove, Die Presse / Wien, 10.09.2005

"Eine ruhige, zarte Erzählung aus einem Guss ... ein meisterhaftes Werk über die Demokratie und ihre Gefährdung von innen. Auf fast schon geniale Weise enthüllt das Buch die enge Verknüpfung von Familienbanden und politischen Bandenkriegen." Robin Detje, Süddeutsche Zeitung, 06.09.05 "Schwindelerregend ... wieder einmal der beste Roman, den er je geschrieben hat. Vielleicht sogar einer der allerallerbesten ... Der Intellektuelle Philip Roth hat sich mit dem Meister des Gefühls verbündet - und dieses Gemeinschaftswerk schafft die Überbietung eines der Besten durch sich selbst." Elke Schmitter, Der Spiegel, 29.08.05 "Dramaturgisch exzellent, wie Roth die Weltgeschichte und die Alltagskatastrophen schroff gegeneinander stellt." Hannes Stein, Die Welt, 27.08.05 "Wer dieses Buch liest, begreift besser, nein, spürt sinnlich und anschaulich, was es heißt, dass die Geschichte, die sich im Rückblick immer als das Notwendige darstellt, bei ihrem Eintreten als das Unvorhergesehene kommt ... Den größten anzunehmenden Unfall durch die Augen eines achtjährigen Jungen sehen zu lernen, darin liegt literarische Weisheit, die höher ist als historische Vernunft." Ulrich Raulff, Süddeutsche, 09./10.10.04 "Der relevanteste, brisanteste lebende Schriftsteller. ... Das ist eine so schonungslose, so krasse Auslotung kindlicher Ängste, dass man Lindbergh und Hitler ganz vergisst und nach der Lektüre auch nicht wirklich beruhigt ist darüber, dass alles anders kam." Nils Minkmar, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 26.09.04 "Denn nicht nur Familiengeschichten, sondern Vater-Sohn-Beziehungen und die dazugehörigen Autoritätsschlachten sind das geheime Thema des Rothschen Werks." Paul Ingendaay, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.04 -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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49 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein faschistisches Amerika in den 1940er Jahren?, 15. Mai 2005
Von 
R.S. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Diese Rezension basiert auf der englischsprachigen Ausgabe dieses Buches. Als Übersetzer wurde Werner Schmitz gewählt, ein Garant, dass die deutschsprachige Ausgabe die gleiche Qualität aufweisen wird, wie die Originalausgabe. Werner Schmitz hat sich einen Namen gemacht als Übersetzer von Werken großer Autoren wie Chuck Palahniuk, Philip Roth, John LeCarre und Paul Auster.

Die USA der 1940er Jahre. Der Wahlkongress der Republikaner endet mit dem Vorschlag Charles A. Lindbergh zum Präsidentschaftskandidaten zu machen. Der weltbekannte Flieger und Isolationist verspricht die USA aus dem zweiten Weltkrieg herauszuhalten und gewinnt die Wahl gegen Franklin D. Roosevelt in einem Erdrutschsieg. In der Folge macht er sein Wahlversprechen wahr und schließt mit den Achsenmächten Pakte. Dazu trifft er sich sowohl mit Hitler als auch mit Hirohito, mit denen er schließlich auch offen sympathisiert. Die USA haben sich den Frieden mit einer faschistischen Regierung erkauft. Ähnlich wie in Europa schlägt auch die Stimmung in den USA um, und es kommt zu Pogromen ähnlich der deutschen Reichskristallnacht. Wenn man dem Buch etwas vorwerfen kann, dann vielleicht den mangelnden Mut die letzte Konsequenz zu ziehen: In einer weit hergeholten Erklärung für das Geschehene, schiebt Roth die Schuld dem Hitlerregime in die Schuhe. Da hat ihn schließlich doch die Angst vor der eigenen Courage gepackt.

Philip Roth erzählt diese Geschichte durch die Augen des vorpubertären Philip Roth, den jüngsten Sohn einer jüdischen Familie in Newark, NY. Wie wäre seine Familie gewesen, wie hätte sie sich entwickelt, wäre dieser Weg in der Geschichte eingeschlagen worden? In prachtvollen Worten, Sätzen und Absätzen erzählt er uns über seine Erlebnisse. Allerdings erzählt er nicht die Geschichte durch die Augen eines naiven Kindes, sondern Roth unterstellt, dass er heute - 60 Jahre nach den Ereignissen - die Historie nacherzählt. Es ist also eine Mischung aus kindlicher Berichterstattung und verarbeiteter Geschichte. Alles hypothetisch versteht sich - was wäre wenn? Der Kern der Erzählung (also ohne Vor- und Rückblicke) erstreckt sich über einen Zeitraum von ungefähr drei Jahren, er beginnt kurz vor der Wahl von Lindbergh zum Präsidenten und schließt mit seiner vorzeitig beendeten Amtszeit.

Sprachlich und stilistisch ragt das Werk deutlich aus der Menge heraus. Die Charaktere sind absolut glaubhaft und machen auch glaubhafte Entwicklungen durch. Besonders interessant ist die Beschreibung der Auswirkungen der traumatischen Ereignisse auf das Familienleben und den Umgang miteinander innerhalb Roths Familie.

Insgesamt legt Philip Roth ein wirklich gutes Werk vor. Besonders interessant erscheinen in diesem Zusammenhang aufgeworfene Fragen: Wie sehr hängt geschichtliche Entwicklung von relativen Kleinigkeiten ab? Wie fragil sind eine Gesellschaft und ihre Geschichte? Wie schnell schlagen spitzenpolitische Entwicklungen bis in das letzte Glied der Gesellschaft durch? Wie viel Schuld lastet auf dem Einzelnen? Ein Werk also, das unglaublich viele Fragen aufwirft und Stoff für unendliche Diskussion liefern kann. Die zentrale Frage lautet aber, wäre das wirklich möglich gewesen? Wenn man dieses Buch gelesen hat, wird man darauf wohl mit Ja antworten müssen. Die Darstellung ist absolut glaubhaft - und auch wenn über fiktive USA des vorigen Jahrhunderts geschrieben wird, so bietet das Buch doch auch politischen Zündstoff für das 21. Jahrhundert.

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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Was wäre gewesen, wenn?, 11. Oktober 2006
Von 
dreamjastie (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Mit dieser Frage beschäftigt sich der 400 Seiten-Roman "Verschwörung gegen Amerika" von Philip Roth auf erzählerisch hohem Niveau.

Was wäre gewesen, wenn Franklin D. Roosevelt 1940 nicht für eine dritte Amtszeit gewählt worden wäre und in den Krieg gegen die Deutschen eingegriffen hätte? Was wäre gewesen, wenn statt dessen der erklärte Nazifreund Charles Lindbergh in Weiße Haus eingezogen, einen Nichtangriffspakt mit den Deutschen geschlossen, aus jüdischen Amerikanern "die Juden" gemacht und auch in Amerika die "Lösung der Judenfrage" auf die Agenda gesetzt hätte?

Vor diesem Hintergrund erzählt Philip Roth die Geschichte seiner jüdischen Familie und vermittelt durch das scheinbar Autobiographische noch mehr Authentizität. Vater Roth ist Versicherungsvertreter, die Mutter kümmert sich um die beiden Söhne Sandy und Philip sowie um den verwaisten Vetter Alvin. Die Familie hat sich ihren Status in der unteren Mittelschicht hart erarbeitet und sieht dies alles durch die Wahl des Antisemiten Lindbergh nun in Gefahr. "Angst" ist denn auch das erste Wort des Romans: "Angst beherrscht diese Erinnerungen, eine ständige Angst." Dabei dreht sich der Wind zunächst sacht: die Gräben, die der Wahlkampf zieht, sind tief und scheinen unüberbrückbar, und plötzlich werden die Roths für ihre Loyalität zu Roosevelt öffentlich zur Rede gestellt. Plötzlich ist das lange im Voraus gebuchte Hotelzimmer an andere (an Nichtjuden) vermietet und die herbeigeeilte Polizei ergreift unmissverständlich Partei für das Hotelpersonal. Plötzlich wandert der Filmvorführer Shepsie Tirschwell nach Kanada aus. Aus Angst. Wer regelmäßig die Beiträge für die Wochenschau auswählt, weiß Dinge, die andere nicht wissen.

All das hat natürlich Auswirkungen auf das Leben der Roths. Vetter Alvin zieht über Kanada in den Krieg gegen Nazi-Deutschland und kehrt bald als Invalide zurück. Und Wunden brechen auch in der heimatlichen Summit Avenue in Newark auf: Bruder Sandy lässt sich für ein Eingliederungsprogramm Lindberghs rekrutieren, Tante Evelyn heiratet einen umstrittenen Rabbi und gerät in den Dunstkreis der Regierung, das FBI interessiert sich plötzlich für die politischen Ansichten der Familienmitglieder, und Philip muss sehen, wie die stärksten Personen, die er kennt, Vater und Mutter, immer öfter die Fassung verlieren. Und dann geht beim kläglichen Versuch des inzwischen 9jährigen Philip, von zu Hause wegzulaufen, auch noch sein kostbarster Besitz, eine Briefmarkensammlung, verloren. Doch das Leben gerät vollends aus den Fugen, als die Roths wie viele andere jüdische Familien zwangsumgesiedelt werden sollen und die allgemeine Lage eskaliert, weil es im Wahlkampf 1942 nach der Ermordung des demokratischen Präsidentschaftskandidaten zu Pogromen kommt.

Hier erlöst der Autor den Leser vom Unerträglichen und macht kurzen Prozess. Vielleicht erträgt Roth es selbst nicht weiter, wie sich die Dinge verselbständigen und überlässt es nun dem Leser zu spekulieren, was wohl gewesen wäre, wenn des weiteren ... Diese Zäsur mag man dem Roman denn auch neben dem etwas sperrigen Anfang als einziges ankreiden: die Auflösung ist die denkbar schlechteste, weil erstbeste. Auf jedem Schreibseminar dürften einem die Referenten einen solchen Schluss auszureden versuchen.

"Denn was ist Geschichte?" fragt Philips Vater an einer Stelle des Romans, und er beantwortet die Frage gleich selbst: "Geschichte ist alles, was irgendwo passiert. Sogar was einem ganz gewöhnlichen Mann in seinem Haus widerfährt  auch das ist eines Tages Geschichte." Der Mikrokosmos Familie ist ein Rädchen im großen Weltenlauf. Und der Lauf der Geschichte ist das komlizierteste Uhrwerk des Universums. Etwas, das von Menschen beeinflusst werden kann und doch bequemerweise für einen Zufallsgenerator gehalten wird. Roth zeigt, dass wir die Wahl haben, welchen Weg wir gehen wollen. Und er zeigt die fatale Wirkung von Massendynamik und gesteuerter Massenhysterie. Aus dem fernen Amerika heraus verurteilt er das deutsche Volk nicht für das, was es getan und was es  viel wichtiger  unterlassen hat. Vielmehr weist er darauf hin, dass die Rattenfänger dieser Welt auch in gods own country eine Chance hätten. Und haben  denn es lassen sich durchaus aktuelle Bezüge finden. Wer ist da schuld, wer unschuldig, und wer darf da über wen richten?

Roth lässt (ausschließlich?) real existierende Personen auftreten und entfernt sich geschickt immer nur Zentimeter von wirklichen Geschehnissen. Das wird deutlich, wenn man die Biographien und Auszüge aus einer Rede im Anhang liest: alles findet im Roman seinen Platz, nur verändert Roth subtil Perspektive und Kontext. Und gerade der Anhang zeigt die akribische Vorbereitung Roths auf seinen Roman. Es ist das Verdienst des Pulitzer-Preisträgers, dass der Leser trotzdem nicht unterrichtet, sondern unterhalten wird.

Philip Roth will nichts wegreden oder verharmlosen, und doch rückt er die reellen geschichtlichen Ereignisse in einen interessanten neuen Kontext. Dabei entstand ein überaus kluges Buch. Ein weiterer Qualitätstitel aus dem Hause Hanser.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen In Lindberghs Falls, 27. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Verschwörung gegen Amerika (Taschenbuch)
Was wäre wenn? Robert Harris hat es in seinem Roman Vaterland vorgemacht und die Geschichte der Nazis weitergeschrieben. Bei Harris wurde ein Kriminalroman daraus. Philip Roth geht dabei einen Schritt weiter und mancher Amerikaner mag seinen Roman als Beschimpfung der Nation empfinden. Wie hätte sich Amerika unter einem Präsidenten Lindbergh verhalten? Der Hort der Freiheit plötzlich verwandelt in eine Brutstätte von Angst und Unterdrückung. Wie ändern sich die Menschen, wenn ihre Welt eine andere Richtung einschlägt? Selbst in der Familie, die eigentlich bedroht zusammenstehen müßte, reagieren die Mitglieder unterschiedlich. Daß alle moralischen Fragen in einem Roman, der nur die Frage nach dem Was wäre wenn stellt, sich nicht einfach beantworten lassen, gehört zu den Stärken Philip Roths.

Man könnte so gut moralisch widerstehen, gut ausgehende Fabeln für gute Menschen schreiben, doch dafür ist Roth ein zu exzellenter Autor. Sprachlich sowieso und die Fragen, die seine Bücher stellen, rütteln einen Leser immer wieder durch. Wie nach einem Horrorfilm ist man froh, wenn man sich zurücklehnen und sich sagen darf, ist ja nur ein Film. Hier: Ist ja nur ein Roman. Ein guter.
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