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Verschwörung um Qumran?: Jesus, die Schriftrollen und der Vatikan
 
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Verschwörung um Qumran?: Jesus, die Schriftrollen und der Vatikan [Taschenbuch]

Otto Betz , Rainer Riesner
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Knaur TB; Auflage: Vollständige Taschenbuchausgabe, (1. Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426779935
  • ISBN-13: 978-3426779934
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 454.046 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Gab es tatsächlich eine Verschlusssache Jesus? Enthalten die in Qumran am Toten Meer gefundenen Schriftrollen brisante Tatsachen über die Ursprünge des Christentums? Und in welchem Maß hat der Vatikan versucht, den wahren Gehalt dieser geheimnisvollen Texte zu verschleiern? Die renommierten Theologen Otto Betz und Rainer Riesner decken in diesem wegweisenden Buch die wahren Hintergründe eines der größten Rätsel unserer Zeit auf.

Über den Autor

Dr. Otto Betz war Professor für allgemeine Erziehungswissenschaft und Religionspädagogik an der Universität Hamburg. Er zählt zu den bedeutenden Kennern des Werks der Hildegard von Bingen. Autor weit verbreiteter Schriften zur Spiritualität, Mythologie und Symbolkunde. Gefragter Referent und Seminarleiter in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er lebt in Thannhausen bei Augsburg.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Das Buch ist die aktualisierte Neuauflage des Titels Jesus, Qumran und der Vatikan, wobei Prof. Betz mittlerweile leider verstorben ist. Es behandelt hauptsächlich den Bestseller Verschlusssache Jesus: Die Wahrheit über das frühe Christentum des Duos Michael Baigent und Richard Leigh, setzt sich aber auch mit der Qumran-Sensationsliteratur von Prof. Robert Eisenmann uhd anderen auseinander.
Es wird zuerst die Fundgeschichte der Rollen vom Toten Meer rekapituliert und der Verlauf ihrer Veröffentlichung bis ins Jahr 2000 hinein skizziert. Dabei wird deutlich: Bei der Veröffentlichung ist vieles schief gelaufen. Von Kriegen und Krisen in Israel, über Differenzen im Forscherteam, von eigenmächtigen Aktionen (wie von John Allegro) bis hin zu persönlichen Problemen der beteiligten Wissenschaftler. Doch eine Intrige bzw. eine Einmischung des Vatikans zur Verzögerung der Schriften, bleibt Fiktion von Leigh/Baigent.
Anschließend geht es um die Archäologie der Qumranriune und der Frage, ob es sich, wie von der Mehrheit vertreten, um eine Siedling der Essener handelt, oder ob doch auch eine Außenseitermeinung zutreffen könnte, es handle sich um eine zelotische Kriegsfestung, eine Sommervilla, ein Hofgut oder einen Umschlagplatz für Handelsgüter. Dabei wird vor allem auf die Hofgut-These von Yizhar Hirschfeld Qumran: Die ganze Wahrheit und die Behauptung von Leigh/Baigent es sei eine militärische Anlage eingegangen und die populärsten Argumente für die beiden Sichtweisen entkräftet. Natürlich ist die Darstellung nicht erschöpfend, aber eine brauchbare Einführung mit sehr vielen Literaturhinweisen zur Vertiefung.
Zu guter letzt geht es um den Inhalt der Qumrantexte selbst. Es wird erläutert, welche inhaltlichen Aspekte dafür sprechen sie den Essenern zuzuordnen und viele Behauptungen aus der Sensationsliteratur besprochen. Darunter z.B.: "Der erwähnte Lehrer der Gerechtigkeit war Jakobus der Bruder von Jesus", "Alle Lehren des Neuen Testamentes finden sich bereits in den Qumranfunden" uvm. Es wird deutlich gemacht, dass diese Interpretationen allesamt nicht haltbar sind.

So gut mir der Inhalt gefallen hat, umso mehr stören mich einige andere Punkte. Ersteres ist vor allem die Sprache. Man mag von Baigent/Leight/Lincoln/Eisenmann/Silbermann uva. halten was man will, aber in diesem Buch werden sie doch teilweise direkt beleidigt oder ins Lächerliche gezogen. Derartiges muss nicht sein. Auch beschweren sich Betz/Rienser zurecht über die mangelnde Zitierweise in Verschlußsache Jesus bzw. über fehlende Quellenangaben. An vielen Stellen passiert Betz/Rienser allerdings das gleiche: Es steht eine Behauptung im Raum und mangels Literaturverweis habe ich keine Möglichkeit sie zu überprüfen. Diese beiden Punkte verhindern für mich den fünften Stern für das ansonsten sehr gute Buch.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Das Autorenduo räumt gründlich auf mit sämtlichen Verschwörungstheorien, die sich um die Rollen von Qumran, Jesus, Jakobus und Maria Magdalena ranken.

Sehr angenehm ist dabei, dass die Leser nicht gezwungen werden, eine abstruse Ausgangshypothese zu akzeptieren, auf die dann immer weitere Theorien gehäuft werden. Vielmehr gibt es eine lückenlose, übersichtlich gestaltete Beweisführung - wie es eben einer seriösen Vorgehensweise entspricht.

Dieses Buch sei jedem wärmstens ans Herz gelegt, der nicht weiß, was er von den Verschwörungstheorien halten soll, die von Verfassern wie Robert Eisenman und Michael Baigent aufgestellt und von Bestsellerautoren wie Dan Brown weiter popularisiert worden sind. Und denjenigen, die all das mystische Spintisieren der genannten Autoren noch immer glauben, sei das Buch sogar dringendst empfohlen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Thomas TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Anfang der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts überschlugen sich die Sensationsmeldungen in Presse und Fernsehen zum Thema Qumran Schriftrollen. Reißerische Titel wie ,Verschlusssache Jesus' und ,das Jesus-Komplott' stürmten die Bestseller Liste und pseudowissenschaftliche Theorien wurden von einem neugierigen und sensationslüsternen Publikum begierig aufgenommen. Über Verschwörungstheorien des Vatikans wurde gemutmaßt und von revolutionären Enthüllungen war die Rede. Der Buch- und Filmerfolg des ,Da Vinci Code' zeigt, dass abenteuerliche Hypothesen Leser begeistern und leere Kinosäle füllen. Die These: je absurder - je glaubhafter, scheint mehr denn je zuzutreffen.

Otto Betz und Rainer Riesner geht es in ihrem Buch ,Jesus, Qumran und der Vatikan' vor allem um eins: Klarstellung! Die beiden Autoren wenden sich nicht an ein theologisch geschultes Publikum, sondern an den interessierten Laien, der in der Flut und dem Wirrwarr von Veröffentlichungen den roten Faden sucht. Die Autoren erläutern sowohl die konservativen Theorien, als auch die ketzerischen Thesen aus jüngster Zeit. 14 Abbildungen, 12 schwarz-weiß Fotos, sowie Anmerkungen und ein Personen- und Sachregister runden das Buch ab.

Als erstes gehen die Autoren dem Grund der Spekulationen nach. Obwohl bereits 1947 die erste Höhle mit Qumran Rollen entdeckt wurde und bis 1956 insgesamt 11 Höhlen erschlossen wurden, standen mehr als drei Jahrzehnte wichtige Fragmente nur einer ausgewählten Schar von Forschern zur Verfügung, die mit der Veröffentlichung - sei es aus Forscherneid, sei es aus Rechtstreitigkeiten - zögerten. Erschwerend wirkten sich die wechselnden politischen Verhältnisse am Toten Meer aus, so dass verschiedene Teile der Qumran Rollen in unterschiedliche Hände gelangten und zum Zankapfel der Wissenschafter wurden. Erst im Herbst 1991 wurden Fotos der bislang unveröffentlichten, zum Teil stark fragmentierten Funde der freien Wissenschaft zugänglich. Wie sehr sich Qualität und Quantität der einzelnen Fundstücke unterscheiden verdeutlicht der Vergleich der nahezu fast kompletten acht Meter langen Abschrift des Propheten Jesaja gegenüber den oft nur wenige Zentimeter kleinen Fetzen.

Bereits kurz nach der Entdeckung begann die Diskussion um die Datierung der Schriftrollen. Paläontologische Analysen und moderne Untersuchungen des Kohlenstoffanteils lassen auf eine Entstehungszeit zwischen den zweiten vorchristlichen und den ersten nachchristlichen Jahrhundert schließen. Die Mehrheit der Wissenschaftler geht heute nach wie vor davon aus, dass in der Siedlung Qumran eine fromme jüdische Sekte, die Essener, lebten und die Schriftrollen deren Hinterlassenschaft bilden. Unser Wissen über die Lebensweise der Essener verdanken wir den Schriften des Flavius Josephus, dem jüdischen Philosophen Philo und dem Römer Plinius dem Älteren.

Lawrence Schiffman, Professor für Hebräische Schriften an der New York University, vertritt die These, dass Qumran nicht von Essenern, sondern von Sadduzäern bewohnt wurde. Für diese These sprechen das in Qumran ausgeübte Reinheitsgebot sowie ein Verweis auf den Urvater Zadok, einen Priester Davids. Betz/Riesner halten dem entgegen, dass die Dokumente vom Glauben an das Jenseits und von ,Himmlischen Herscharen' berichten, den die Sadduzäer nicht teilten. Um die Hälfte des zweiten vorchristlichen Jahrhunderts spalteten sich die Essener von den Sadduzäern ab, so dass beide Volksgruppen Zadok als Urvater anerkannten.

Robert Eisenman, ein Forscher den Betz und Riesner als Außenseiter mit viel Selbstvertrauen" bezeichnen, interpretiert aus den hebräischen Textfragmenten einen Kampf zwischen Jakobus, dem ,Lehrer der Gerechtigkeit', und Paulus, dem ,Mann der Lüge'. Da Wortfetzen in Fragmenten von der Größe einer Briefmarke nur mit Expertenwissen oder Computerhilfe zu ganzen Wörtern ergänzt werden können und zudem die Deutung oft von der Reihenfolge der Puzzlesteine abhängt, bleibt dem geneigten Leser überlassen, welcher These er zu folgen bereit ist. Betz/Riesner weisen auch auf den Umstand hin, dass den Qumran Texten i.d.R. die Vokale fehlen, so dass Worte manchmal doppeldeutig ausgelegt werden können.

Die australische Forscherin Barbara Thiering stellte sogar die provokante These auf, dass sich hinter dem ,gottlosen Priester' kein geringerer als Jesus selbst verberge. Die vage Umschreibung von Personen und die prophetische Vorschau lassen sicherlich viele Deutungen zu und nähren den Boden für Spekulationen.

Unklar beleibt bis heute die Einordnung eines kleinen Fragmentes in griechischer Sprache. Von den vorhandenen 20 Zeichen sind leider nur 10 Zeichen eindeutig identifizierbar. Einer Computeranalyse zufolge könnte (!) es sich um einen Text aus dem Markusevangelium handeln.

Betz/Riesner suchen auch nach möglichen Parallelen zwischen der jüdischen Gemeinde und der jüdisch-christlichen Urgemeinde. Die Urchristen teilten mit den Essenern den asketischen Lebensstil, den weitgehenden Verzicht auf eigenen Besitz und die Befolgung des Zölibats. Eine andere jüdischer Gruppe, die Chassidim (die ,Frommen') fand ihre Anhänger vor allem in der armen Bevölkerungsschicht; sie waren in der Schriftforschung bewandert, beteten und fasteten. Möglicherweise stand die Familie Jesus dem Chassidismus nahe. Archäologische Funde und Hinweise bei Flavius Josephus deuten darauf hin, dass Essener und Urchristen in ersten Jahrhundert in räumlicher Nähe in Jerusalem lebten. Doch bleibt auch hier genügend Raum für Spekulationen.

Man darf bei den vielen Parallelen jedoch nicht die Unterschiede zwischen Essenern und Urchristen übersehen. Obwohl beide Gruppen vom nahen Ende überzeugt waren, warteten die Essener bis zum Untergang der Bewegung auf das Kommen des Messias, während die Christen in Jesus den Messias sahen: "Die Qumran-Gemeinde erwartete die Auferstehung der Toten, aber mit der Auferstehung Jesu hat diese mitten in der Geschichte schon begonnen." Die Bewegung der Essener endete mit der Niederlage der Juden gegen die Römer, für die Christen sollte der Siegeszug erst beginnen.

Auch wenn viele Fragen offen bleiben, erteilen die beiden Autoren allen Erwartungen auf sensationelle Enthüllungen eine klare Absage. Doch die Qumran Rollen beleben die Exegese der Heiligen Schrift und verdeutlichen, "wie fest Jesus im Judentum seiner Zeit verankert war und welch unerhörten Anspruch er für seine Person stellte".
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Solide und sorgfältig!
Dieser Titel enthält eine gründliche Auseinandersetzung mit vermeintlichen Einsichten rund um Qumran und hält dabei, was er verspricht:
Von der ersten bis zur... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Neuschäfer veröffentlicht
Schon wieder keine Verschwörung!
Zugegeben, das Datenmaterial, das hier zusammengetragen worden ist, ist nicht immer übersichtlich geordnet. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Roman Nies veröffentlicht
Verschwörung um Qumran
hervorragendes Buch für Neueinsteiger in diese Thematik, noch verständlich geschrieben obwohl nicht einfache Materie,für alle geeignet
die mehr über das... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. März 2009 von Osswald
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Veröffentlicht am 12. November 2007 von AJ
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Am 12. Juli 2000 veröffentlicht
Solide Antwort auf "Verschlußsache Jesus"
Betr. Otto Betz / Rainer Riesner, Verschwörung um Qumran, Rastatt ISBN 3811814931

Die beiden Neutestamentler Prof. Otto Betz (Tübingen) und Prof. Lesen Sie weiter...

Am 6. Oktober 1999 veröffentlicht
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