Eichenwald hat in diesem Buch, das hervorragend recherchiert und geschrieben ist, die Unglaublichkeit einer Wirtschaftswelt beschrieben. Sein Buch liest sich wie ein Kriminalroman und es entsteht selbst bei der Fülle der Informationen keine Langeweile auf den mehr als 800 Seiten, denn er nimmt uns mit in eine Welt von Bilanzfälschung, Betrug, Missbrauch von Insiderwissen und Kristallkugeln der Wirtschaft. Er nimmt uns mit in eine Welt, die uns so fremd erscheint und die es doch zumindest bei Enron gegeben hat.
Sein Werk ist gelungen und spannend zu lesen; es grenzt an Genialität im Bereich der Recherche und der Spannung. Und es ist ihm gelungen, das Unglaubliche und kaum beschreibbare Fiasko fassbar zu machen. Eichenwald hat uns durch die Dialoge eine Welt der Reportage eröffnet, die uns eigentlich unbekannt und fremd ist. Er zeigt auf, dass eines der größten Unternehmen der USA nichts anderes war als ein fragiles Kartenhaus.
Denn es handelt sich um nichts anderes als um die Vernichtung von Kapital, Chancen und Pensionsleistungen. Es handelt von der Vernichtung von zahlreichen Arbeitsplätzen, deren Ursache in Selbstbetrug und Realitätsverlust zu suchen sind.
In jedem Fall hat Eichenwald ein spannendes Buch der Wirtschaftsgeschichte geschrieben, das den Leser von der ersten Seite an in den Bann der "Enron-Geschichte" zieht.