Sesostris III schafft es auch den letzten aufständischen Gaufürsten wieder zu besänftigen, somit ist Ägypten wieder vereint. Doch den Schuldigen am mystischen Angriff auf die Akazie des Osiris, welche nicht nur den Baum sondern mit ihm ganz Ägypten bedroht, wurde noch nicht ausgemacht. Iker erhält ein Haus und einige Vergünstigungen für seine gute Arbeit, vergisst darüber aber nicht seine Rache an Sesostris III. Der Prophet mit den "mega magischen Kräften und Verwandlungskünsten" (Aladins Jini könnte es nicht besser.), schiebt den Kanaanitern ein Verbrechen unter um von sich und seinen Leuten abzulenken und futtert weiter händeweise Salz (Seths Schaum) anstatt zu trinken. Systematisch wenden sich der Prophet und auch Medes nun den Mitgliedern des Königlichen Rates zu um sie zu diskreditieren, doch ihre Bemühungen verlaufen längst nicht so erfolgreich wie erhofft, bis sich dann doch Sobek in ihrem Netz verheddert und eine Chance für ein Attentat sich bietet. Nicht weniger als drei Attentäter finden sich dazu im Palast ein, einer von Medes, einer vom Propheten und auch Iker. Natürlich kann hier der König noch nicht sterben, die Geschichte zieht sich ja schließlich noch über zwei weitere Bücher, also schaltet ein Attentäter den anderen aus und wird selbst dann von einem wohl bekannten Charakter erledigt, lediglich Iker kommt bis zum Pharao. Von hier an wird die Geschichte dann doch noch etwas unsinniger, als sie ohnehin schon ist (kaum zu glauben aber wahr). Der allwissende Pharao Sesostris hatte die ganze Zeit schon einen seiner getreuen Freunde auf Iker angesetzt und ist bestens im Bilde und Iker erzählt ihm (jetzt ganz frei von seinem Irrglauben in dem er ihn töten wollte), alles was er weiss. Daraufhin wird er dann mal eben zum königlichen Schreiber erhoben und direkt dazu noch zum Sohn des Pharaos ernannt (Das ging ja mal leicht! Es fehlte nur die Stelle wo Osiris selbst aus dem Licht tritt und Iker beglückwünscht... *haarerauf*). Sobek wird mal eben schnell entlastet, so was erledigt der wohl bekannte Charakter, der auch auf Iker angesetzt war, locker nebenbei. Iker, jetzt königlicher Sohn, darf sich aber jetzt nicht den Freuden des Palastlebens hingeben, sondern bekommt eine neue Aufgabe, nämlich nach dem Schiff zu forschen, dass ihn damals mit nach Punt, als Opfer für die Götter, nahm und dabei auch Neiths Akazie zu finden um sie mit der des Osiris zu vereinen. Der Prophet dagegen verbündet sich mit Medes, Gergu und Bega, brennt ihnen magisch Sehts Zeichen ein und erklärt ihnen, dass sie in Flammen aufgehen werden, wenn sie ihm nicht treu ergeben sind (Wow *hust*). Inzwischen wird Iker mal wieder angegriffen und fällt in einen Teich voller Krokodile von dem aus ihn dann das Größte auf dem Rücken zur Akazie der Neith trägt (Klar, sowas machen die öfter, aber vielleicht war es ja auch ein verkleideter Delphin.), die aber leider grade abgebrannt wurde. Daraufhin kehrt Iker erst mal nach Kahun zurück um Bina, die auch unter Befehl des Propheten steht, und ihre Anhänger unschädlich zu machen bevor sie zu den Waffen greifen können, doch das misslingt und die wichtigsten Leute gehen Iker durch die Lappen. Während dessen trifft der nach Nubien, zum Goldschürfen, geschickte General Sepi plötzlich auf den Propheten und wird von einem Ungeheuer-Fabeltier in Stücke gerissen (*würg*). Nachdem auch Sesostris III. davon gehört hatte kommt Bina beim Propheten an und dieser macht sie dann auch zu seiner "Königin der Finsternis" und versieht sie mit neuen Fähigkeiten (Mutant X?). Die Handlanger des Propheten versuchen noch Sesostris III. Pyramide bei Dahschur anzugreifen bevor sie fertig ist, werden aber dank Iker verscheucht bis zu einem Angriff direkt auf den Königlichen Palast, der aber auch scheitert. Nun fassen der Pharao, seine Berater und Iker einen waghalsigen Plan, der jedoch schon zu den Verschwörern durchgesickert ist und die Frage offen lässt, ob Iker das nächste Buch noch überleben wird.
Der Prophet stört mich ganz gewaltig in dem Buch, nicht weil er der "Bösewicht", oder besser der "Herr der Finsternis" und das pure Böse lt. Christian Jacq ist, sondern wegen seiner magischen Superkräfte. Da erzähle mir doch bitte keiner was von gut eingearbeiteten ägyptischen Mythen es liest sich wie ein Buch in dem Hitler im 2. Weltkrieg auf einem Drachen reitet, mit bösem Zauber Unwetter beschwört und dabei Passagen der Nibelungensage rückwärts liest um sich selbst danach in einen Nazgûl zu verwandeln. Das wäre bestimmt ein unterhaltsames Buch, aber nicht glaubwürdiger als dieses hier. Was ich ihm auch nicht wirklich verzeihen kann, ist die Vanilleschoten Paste von Seite 113, die es in Ägypten sicher nicht gegeben hat (siehe Wikipedia). Ein Handel mit Mexico und Mittelamerika kann man getrost ausschließen, kein damaliges Schiff hätte die lange Reise überstanden. Das hätte Herr Jacq wirklich wissen müssen, wo er doch sonst bei Zutaten für Pasten, Öle und Heilmittel so genau recherchiert. Noch unverzeihlicher ist, dass Sesostris III. bei Christian Jacq noch immer der passive Herrscher ist, obwohl er tatsächlich sehr kriegerisch gewesen sein muss, denn die Edelsteine und Metalle für die Tempel erbeutete Seseostris III. bei Feldzügen gegen Nubien, ebenso baute er dem Kriegsgott Month einen mächtigen Tempel und verschob Ägyptens Grenzen weiter gen Süden als je ein Pharao vor ihm und das alles in nur 37 Jahren Regierungszeit. Das ganze tat er bei "verheerenden Kriegszügen", von denen auch einige reichlich kriegerisch klingende Inschriften erhalten geblieben sind. Somit ist mir Chrisian Jacqs unrealistische Darstellung des Pharaos wirklich ein Ärgernis.
Das Buch bekommt von mir leider nur noch 2 Sterne, wobei einer auf den angenehmen Lesefluss entfällt und der andere auf das was in dem Buch noch auf historischen Tatsachen und gelegentlich guten Beschreibungen des alltäglichen Lebens beruht. Das soll aber kein Grund sein für Fantasy Fans, das Buch nicht zu kaufen, lediglich als historischer Roman ist das Buch ein ziemlicher Reinfall.