Der Autor bemüht sich einen Überblick über potentielle "Schatzversenker" im Salzkammergut zu geben. Dieser Überblick wird auf der individuellen Geschichte der zu Kriegsende im Salzkammergut lebenden Personen aufgebaut. Zu jeder Person ist ein bis zwei Seiten Text zu finden. Die Angaben, die die "kritische" Zeit um Kriegsende betreffen, sind meist eher knapp gehalten.
Weiters beschreibt der Autor die Geschichte des legendären Toplitzsee in Bezug auf die bisherigen Versuche von Schatzbergungen.
Immer wieder erwähnt der Autor gesetzliche Beschränkungen, bzw. Verbote, sowie den "Amtsschimmel".
Das Buch liefert insgesamt einen schönen Überblick über potentielle Schätze im Salzkammergut.
Die große Schwäche des Buches ist die fehlende Detailgenauigkeit. Der Autor zitiert durchgehend keine Quellen (auch nicht bei Gesetzen oder Verordnungen), viele Angaben beruhen auf Hören-Sagen und Stammtischgesprächen.
Interessant wäre auch ein Kapitel über die immer wieder erwähnte Tauch- und Bergetechnik gewesen. Beispielsweise erwähnt der Autor mehrfach Bergungen von Gegenständen, die unter einer meterdicken Schicht Schlamm gelegen sind, ohne auf technische Details einzugehen.
Der interessierte Leser ist also auf eigene Recherche angewiesen um an die Grundlagen der Aussagen des Autors zu kommen.
Zusammenfassend: Ein interessantes Buch (vielleicht als Begleiter für einen Urlaub im Salzkammergut), das als Ergänzung zu historischen Büchern sicher seine Berechtigung hat. Alleine für sich genommen sind die vermittelten "hard facts" ein wenig dünn.