Das Reiseabenteuer von Winfried Hartmann und seiner Frau handelt von einem Kanutour im Norden Kanadas einer eher wenig bereisten Gegend, was ihnen ja dann auch zum Verhängnis geworden ist. Dies soll nicht heißen, daß man solche Gegenden nicht bereisen sollte. Sie haben aber den Kardinalfehler gemacht in einem aufblasbaren Boot zu paddeln. Ich weiß, jetzt schreien alle Hersteller solcher Boote wieder, daß das mit der heutigen Qualität nicht mehr passieren kann, aber kaum ein Kanadier würde sich mit einem solchen Boot in die Wildnis begeben, denn kommt des Nachts der Bär, hält das kein aufblasbares Boot dieser Welt aus!
Doch zurück zum Buch...
Mir hat von Anfang an der Schreibstil von Winfried Hartmann nicht gefallen. Dazu kommt noch, daß mir die geschichtlichen Exkurse teilweise völlig unpassend vorkommen und schlichtweg stören. Auch dadurch wurde im ersten Teil des Buches kein richtiger Spannungsbogen aufgebaut. Man erfährt viel, aber die eigentliche Reisebeschreibung von Hartmann bleibt spannungstechnisch auf der Strecke. Außerdem wirkte die Sprache auf mich teilweise ein bischen oberlehrerhaft, Zitat (von Thoreau) hier, Zitat (von McCunn) dort...
Und so plätschert das Buch dann so vor sich hin.
Zum Schluß kommt dann zwar doch noch so etwas wie ein bischen Spannung auf denn man möchte ja dann doch wissen wie sie gerettet werden aber das rettet das Buch auch nicht mehr, schade. Ich denke insgesamt hätte die Story mehr hergegeben.