Von Nora Roberts kann man a.m.S. generell alles lesen, der Kauf eines ihrer Bücher ist seltenst ein Fehlgriff ! Dieses Buch aber ist wirklich außergewöhnlich gut und der Kauf unbedingt empfehlenswert!!! Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen, es ist von der ersten Zeile an spannend, interessant und sprachlich mehr als faszinierend. Die Heldin erinnerte mich ein bischen an Eve Dallas aus den » in-Death-Romanen « (J.D.Robb-Pseudonym) und die bissig-witzigen Wortwechsel kamen mir auch vertraut vor. Unsere Heldin, Reece Gilmore, überlebte vor 2 Jahren als Einzige einen sinnlosen, blutigen Raubüberfall in dem Restaurant, in dem sie als Spitzenköchin arbeitete. Körperlich ist sie zwar geheilt, doch ist ihr Leben seitdem geprägt von Panikattacken, unaussprechlichen Ängsten und schlimmen Depressionen. Sie reist seit Monaten mehr oder weniger ziellos durchs Land, um sich selbst wiederzufinden, oder herauszufinden, wer sie nun ist oder was sie sein will und therapiert sich quasi selber, da sie nicht glaubt, dass Ärzte und Medikamente ihr noch weiterhelfen können. Doch sie wähnt sich langsam auf dem Weg der Genesung und als sie in dem kleinen Städtchen Angel's Fist aufgrund einer Autopanne steckenbleibt, beschließt sie, dort etwas länger zu bleiben. Überraschend schnell und problemlos findet sie einen Job als Köchin in einem Diner. Eine Unterkunft ist genauso schnell gefunden und so versucht Reese, einen Tag nach dem anderen zu (über-)leben. Klappt eigentlich ganz gut, die Bewohner des kleinen Städtchens sind außergewöhnlich umgänglich und auch eine romantische Beziehung zu einem interessanten Mann steht in's Haus. Alles soweit ganz prima - bis Reece auf einer ihrer Wanderungen den Mord an einer Frau mitansehen muss. Mit der Meldung des Mordes wird leider ihre Vergangenheit öffentliches Stadtgespräch, an sich schon eine schwierige Situation und es wird noch schwieriger, als sich weder eine Ermordete noch irgendwelche Spuren hierzu finden lassen. Es wird auch niemand vermißt und als dann auch noch merkwürdige, unerklärliche Dinge in Reece's Umfeld passieren, wird sie schnell als "Verrückte" abgestempelt. Nur Brody, der neue Mann an ihrer Seite, ihre Chefin und eine Kollegin im Diner glauben Reese, dass sie nicht diese verrückten Sachen macht. Offensichtlich ist es der Mörder, der auf diese Weise versucht, Reece "loszuwerden" - eine äußerst gefährliche Situation, denn was macht er, wenn Reece so nicht einzuschüchtern ist, nicht weggeht und er dann immer noch eine Zeugin beseitigen muss ?