Zahlreiche Bücher sind schon erschienen, die sich mit dem Thema Zwangsheirat befassen. In diesem und dem Vorgänger-Buch wird dem Leser in besonders drastischer Weise vor Augen geführt, was die Betroffenen und ihre Familie durchmachen und es beschreibt den bisher vergeblichen Kampf um die jüngere Schwester der Autorin. Zana Muhsen und ihre Schester Nadja werden im Alter von 14 bzw. 15 Jahren von ihrem Vater in den Jemen verkauft, doch während Zana Muhsen nach acht Jahren das Land verlassen kann, aber ihren Sohn zurücklassen muss, lebt ihre Schwester seit nun 25! Jahren immer noch im Jemen.In ihrem zweiten Buch schildert die Autorin, wie die Familie und insbesondere sie alles versucht um ihrer Schwester und ihren 6 Kindern die Heimkehr nach England zu ermöglichen. Sie berichtet vom Kampf mit den britischen Behörden, von denen sie immer wieder im Stich gelassen wird, ihren Bemühungen, die internationale Presse auf diesen Fall aufmerksam zu machen, wie sie betrogen wird und dem selbstlosen Einsatz ihrer Mutter und ihres Bruders, die in den Jemen reisen und dort vergebens versuchen, mit den Familienmitgliedern zu verhandeln, um Nadja frei zu bekommen. Die Familie weiß, dass ihnen die Zeit davonläuft, dass Nadja im Jemen wie eine Sklavin behandelt wird, unter offensichtlich massiven gesundheitlichen Problemen leidet, keinen Kontakt mit ihrer Englischen Familie haben darf und ihre Kinder in einem korrupten rückständigen Land mit teilweise mittelalterlichen Sitten aufwachsen müssen. Diese Geschichte ist nicht erfunden, sondern sie ist traurige Wahrheit. Es scheint für Nadja trotz aller Bemühungen ihrer Familie um Hilfe kaum eine Chance zu geben, nachhause zu kommen. Trotzdem Hochachtung für Zana Muhsen und ihre Familie, dass sie nie aufgegeben haben und aufgeben werden für Nadja zu kämpfen. Sollte es ein drittes Buch geben, so hoffe ich, dass es entgegegen aller Voraussicht doch noch ein Happy End gibt und Nadja und ihre Kinder nach England kommen und die Familie endlich wieder vereint ist.