Eine gelungene Zusammenstellung von Frauenporträts in der heutigen Gesellschaft.
Frauen, welche im und nach dem zweiten Weltkrieg, von ihren Familien getrennt und nach endlosen Schwierigkeiten und teils unmenschlichen Entbehrungen, von den Besatzungstruppen als Arbeiterinnen in deren Gebiete verschleppt wurden.
Frauen, welche teils erst lange nach Kriegsende zurückkehrten, ebenso wie ehemalige Soldaten aus Kriegsgefangenschaft.
Immer mehr dieser betroffenen Frauen kommen in das Alter, in welchem es an der Zeit ist ihr Schweigen zu brechen.
Traumata sind in der heutigen Zeit ein großes Thema, alle möglichen Arten von Mißbrauch, ob seelisch oder körperlich, werden Medientauglich. Fast jede Randgruppe outet sich und wird öffentlich, wenigstens versuchsweise, rehabilitiert.
Doch über die Ereignisse, welche unsere Altvorderen in unserer jüngeren Geschichte, sprich viele Frauen der letzten und vorletzten Generation, welche maßgeblich am Aufbau unserer heutigen Gesellschaft beteiligt waren, herrscht nach wie vor das große Schweigen.
Ein Tabuthema, welches aufzugreifen es höchste Zeit ist,denn nicht nur diesen Frauen folgen die Schatten jener Ereignisse, sie folgen ihren Kinder, ihren Enkelkindern und deren Nachfahren.
Freya Klier stellt nicht den Anspruch, einen literarisch hochfliegenden Bestseller darzubieten, sie macht den Leser in einfacher und faktenreicher Manier sensibel für dieses Thema.