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Verschiedenes über Riesenkiefern und die Zeit: Roman
 
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Verschiedenes über Riesenkiefern und die Zeit: Roman [Taschenbuch]

Jón K Stefánsson , Karl L Wetzig
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 206 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (Februar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150201640
  • ISBN-13: 978-3150201640
  • Originaltitel: Ymislegt um risafurur og timann
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 169.492 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Jón Kalman Stefánsson
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"zur Hardcover-Ausgabe: "Der Isländer Jón Kalman Stefánsson hat ein wunderschönes Buch geschrieben, das komisch und melancholisch zugleich ist. Das gerade durch seine vielen Sprünge, Vorgriffe und Rückblenden eine ganz eigene Kraft entfaltet. Genauso chaotisch ist schließlich das Leben, und das Erwachsenwerden ist es erst recht." -- Brigitte "Jón Kalman Stefánsson entwirft Episoden zwischen Poesie und existenziellen Fragen eines kindlichen Sommers und dem erwachsenen Wissen um die Vergänglichkeit des Lebens. Sprunghaft fügen sich Vorgriffe und Rückblenden am Ende zu einem warmen Ganzen aus Humor und der Liebe zum Großvater." -- Kieler Nachrichten "Jon Kalman Stefánsson erzählt die Geschichte eines Zehnjährigen, der im Sommer zu seinen Großeltern nach Norwegen reist. Er macht sich seine kindlichen Gedanken, die so naiv sind, dass sie uns ob ihrer Klugheit staunen lassen. Dieser Autor liebt den Buben, er nimmt ihn ernst in seinen kindlichen Ängsten und Nöten, er hört ihm zu, wenn er sich die Welt nach seinen eigenen Maßstäben zurechtbuchstabiert. Ein Buch der Geschichten und Abenteuer." -- Salzburger Nachrichten "Einen Sommer lang lebt der Isländer bei den Großeltern im südnorwegischen Stavanger. Er schließt Freundschaft, die sein fremdländisches Isländisch nicht stört, trifft auf große Hunde und allein gelassene Menschen, auf den immer wieder neu aufregenden Alltag einer kleinen Stadt. Dieser Zehnjährige ist zwar stets unmittelbar geschildert, doch sein Alter Ego, der erwachsene Schriftsteller, weiß: Erinnerung sperrt sich beim Erzählen dem Nacheinander. Und so ist das, was früher war, das was später kam, untrennbar verwoben in Stefanssons behutsamer Erzählweise. Bilder von kristalliner Schönheit stehen neben Erfahrungen des vergeblichen Festhaltens. Durch die Augen eines Zehnjährigen, aber mit dem Wissen eines 40-Jährigen entsteht das Kaleidoskop eines Sommers voller Geborgenheit und Unruhe." -- Inforadio RBB "Ein phantasievolles Buch, das man gerne liest, denn es fängt die Buntheit des Lebens ein, mit seinen fröhlichen und traurigen Momenten, mit dem Halt, den einem Freunde und Familie geben können, und mit den Verletzungen, die einem andere Menschen zufügen können. Vor allem aber ist es eine Ode an die Liebe zwischen Großvater und Enkel und letztendlich eine Geschichte des Triumphs der Liebe über den Tod." -- Die Berliner Literaturkritik "Alltagserlebnisse, betrachtet mit staunenden Augen, verwebt Jón Kalman Stefánsson eindrucksvoll in kunterbunter Reihenfolge. Ab und an lässt er das Wissen des Erwachsenen um den Fortgang der Ereignisse einfließen. Denn jener Sommer kurz nach dem Vietnam-Krieg ist Erinnerung. Stefánsson schafft es, beide Lebenswirklichkeiten - die des Kindes und die des welterfahrenen Erwachsenen - unverfälscht und wechselseitig sprechen zu lassen." -- Rheinische Post "Heiter und traurig, poetisch und flott, ein sehr lebendiges Buch." -- Frau und Mutter "Der Roman von Jón Kalman Stefánsson besticht durch die eigenwillige Erzählweise und Erzählperspektive. Mit vielen Assoziationen und Phantasiebildern zeichnet der isländische Autor eine Welt der Kindheit, die von Erwachsenen nur bestaunt und bewundert werden kann." -- Die Südtirolerin "Ein Roman für Erwachsene, die sich ihr kindliches Gemüt erhalten und die Erinnerung an die Unbekümmertheit und Abenteuer der Kindheit noch nicht verloren haben." -- Oberhessische Presse "Jón Kalman Stefánssons immer wiederkehrendes Thema ist das Paradies der Kindheit. Auch in seinem neuen Buch gestaltet der isländische Autor Kindheitserinnerungen als Mosaik und nicht als gradlinige Erzählung. Die poetisch-naive Weltsicht und große Fragen des Kindes nach Vergänglichkeit und der Existenz Gottes verschwimmen dabei mit der Perspektive des erwachsenen und wissenden Erzählers. Und so ist 'Verschiedenes über Riesenkiefern und die Zeit' zugleich auch ein Roman über das Festhalten jener besonderen Glücksmomente, die zu erleben es der Neugierde und Ahnungslosigkeit eines Kindes bedarf." -- Kulturnews "Stefánsson beschreibt magische Momente aus der Vergangenheit so, daß man beim Lesen nicht nur das Gefühl hat, dabei gewesen zu sein, man" -- war dabei. (...) Das Buch fesselt. Am liebsten möchte man die vielen kurzen Textabschnitte in einem Schwung hintereinander weglesen. Und doch - so kurz sie auch sind - es lohnt sich, Pausen zu machen und die Momentaufnahmen wirken zu lassen. Dann kann man den Augenblicken nachspüren, sie genießen. Die sprunghaften Episoden fügen sich alles in allem zu einem großen Ganzen zusammen. Zu einem Bild des Menschen und des erinnernden Lebens. Ein Buch, das Spaß macht und bereichert." -- Lesart "Die besondere, kunstvolle Erzählweise des Autors, Fantasie und Realität, Vergangenheit und Gegenwart ineinanderfließen zu lassen, mit dem spitzbübischen und manchmal leise prickelnden Humor macht die Lektüre zur genussreichen Lesefreude." -- Buchprofile "Jón Kalman Stefánsson hat einen wunderbaren kleinen Roman voller Reflexionen über die Erinnerung und die Vergänglichkeit der Zeit geschrieben. Er reiht Geschichte um Geschichte aneinander, heitere Episoden, scheinbar von leichter Hand erzählt, doch von tiefem Ernst und Respekt vor dem Leben geprägt." -- www.sandammeer.at

Kurzbeschreibung

Ein ganz besonderer Sommer: Zehn Jahre ist er jung und steht vor dem ersten Abenteuer seines Lebens: einer Flugreise zu den Großeltern nach Norwegen. Lange Sommerferien also im "heißen" Süden mit neuen Freunden und Erfahrungen. Mit leichter Hand entwirft Jón Kalman Stefánsson in zahlreichen Episoden die Poesie eines - seines eigenen - Kinder-Sommers, an dessen Rändern das Wissen um die Vergänglichkeit aufscheint. 'Verschiedenes über Riesenkiefern und die Zeit' wurde für den Großen Preis des Nordischen Rates nominiert. 2005 erhielt Stefansson, 1963 geboren und mit Lyrik und Romanen hervorgertreten, bereits den Isländischen Literaturpreis. "Jón Kalman Stefánsson erzählt in jenem typisch isländischen Ton, bei dem Lachen und Schmerz manchmal ein Wort voneinander entfernt sind, Wunder aber jederzeit geschehen können." ('KulturSpiegel')

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
einfach herrlich! 8. Januar 2007
Von Gabriele B. VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Der Erzähler, ein 10jähriger Junge, verbringt seine Sommerferien zum ersten Mal außerhalb Islands, nämlich in Norwegen bei den Großeltern. Dort lernt er im Laufe der Wochen seine neuen Freunde aus der Nachbarschaft kennen und schildert seine Erlebnisse mit ihnen.

Stefansson schreibt in seiner Geschichte einmal: ich denke wie ein Kind und schreibe wie ein Erwachsener. Und genauso hat er es gemacht. Wunderbar anschaulich und phantasiereich bringt er dem Leser die Erlebnisse des Jungen näher, so dass ich oft laut lachen musste angesichts der Abenteuer, die der Junge in der Realität als auch mit Hilfe seiner Phantasie-Helden, Tarzan und Flinker Hirsch, besteht. Und genauso oft wurde ich an meine eigenen Kinderabenteuer erinnert und konnte der Gedankenwelt des Jungen nur zustimmen: so denkt man als Kind.

Wir lernen, was es mit den Riesenkiefern auf sich hat, wir treffen die stählerne Großmutter und Helge, den unverbesserlichen Besserwisser. Wir leiden mit dem Jungen, wenn er immer wieder von der Spinne unterm Bett träumt und stellen fest, dass die Zeit auch mal stillstehen kann, wenn im Wald Löwen, Tiger und Schlangen bekämpft werden müssen.

Ein kleines Buch, das sich viel zu schnell durchlesen lässt. Gerne hätte ich noch mehr von diesem 10jährigen Jungen erfahren, der den Abschied von seiner Kindheit spürt, andererseits noch einen weiten Weg zum Erwachsenenleben vor sich hat.

Dank der Rezensionen der für gut befundenen anderen Bücher von Stefansson habe ich mir dieses Buch gekauft und muss sagen: Empfehlenswert!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Zehn Jahre ist er alt, der Ich-Erzähler des Buches, als er zu einer großen Flugreise zu den Großeltern nach Norwegen aufbricht. Er darf den langen Sommer dort verbringen. Als er nach einer für ihn abenteuerlichen Reise endlich im Haus seiner Großeltern angekommen ist, erwartet ihn dort seine pubertierende Halbschwester, die mit ihm nicht so viel anfangen kann. Später allerdings wird sie großes Verständnis für ihn aufbringen und ihm näher kommen. Und es erwartet ihn ein liebevoller, aber skurriller Großvater, der mittlerweile in Gunnar Gunnarsons Werken bei Band VII angelangt ist, und sich intensiv mit dem Leben des Bischofs Jón Arason beschäftigt, von dem er seinem Enkel auch stundenlang erzählt. Zu diesem Großvater, der von Beruf Anstreicher ist, und dem er manches Mal helfen darf bei seinen Arbeiten, entwickelt der Junge ein sehr intensives Verhältnis. Schon früh im Buch deutet er an, daß diese glückliche Zeit nur kurz gewesen ist, denn noch in diesem wunderschönen Feriensommer in Norwegen fällt der Großvater von der Leiter und bleibt tödlich verletzt liegen.

Neben den Jungen, die er dort in dem Dorf der Großeltern kennenlernt und mit denen er manches lustige und gefährliche Abenteuer erlebt, sind seine beide besten Freunde Phantasiegestalten: mit Tarzan und dem Indianerhäuptling Flinker Hirsch ist der Junge im dauernden inneren Dialog.

Und er macht sich über alles mögliche seine klugen Gedanken:

"Da sind Menschen so prall voll Leben wie eine reife Apfelsine, man braucht nur mit einem Finger draufzudrücken und schon quillt der Saft durch die Schale. Da sitzen wir alle im Garten und sind am Leben. Warum geht alles immer weiter und verweilt nicht in diesem goldenen Augenblick? Wer hatte die Idee dazu, wer verwandelte den Einzeller in einen Menschen, der viel zu viel Leben in sich hat, so viele einzelne Erinnerungen ? An Licht und Schatten, an glühende Momente. Dann verschwindet alles in der Erde und das Nachleuchten, das anfangs noch bleibt, wird schwächer und verlischt nach wenigen Jahrzehnten. Wer hat sich das ausgedacht und hat vielleicht jemand die Macht, dieses grausame Spiel zu beenden ? Ist es nur die Zeit oder steht noch etwas anderes darüber und dahinter, etwas, das sämtliche Bezeichnungen abschüttelt, das die Menschen aber Gott nennen? Gott, das Synonym für unsere tiefsten Ängste und leuchtendsten Hoffnungen."

Als seine Stiefschwester von einem Englandurlaub zurückkehrt, bringt sie ihm eine Schallplatte mit, die sein Leben und seine Sicht auf die Welt verändert. "A Collection of Beatles Oldies" hebt sofort seinen Status bei seinen einheimischen Freunden und es scheint, als sei er über Nacht erwachsen geworden.

Jón Kalman Stefánsson hat einen wunderbaren kleinen Roman geschrieben voller Reflexionen über die Erinnerung und die Vergänglichkeit der Zeit. Er reiht Geschichte um Geschichte aneinander, heitere Episoden, scheinbar von leichter Hand erzählt, doch von tiefem Ernst und Respekt vor dem Leben geprägt.

Ein altes buddhistisches Mantra, das er gegen Ende des Buches auf einer ganzen Seite unzählige Male wiederholt, scheint so etwas wie ein Motto seines Lebens und Schreibens zu sein:

"Jedem Menschen ist der Schlüssel zum Tor des Himmelreichs gegeben. Der selbe Schlüssel öffnet die Tote der Hölle."
War diese Rezension für Sie hilfreich?
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Stefánssons Roman handelt von den Erlebnissen eines zehnjährigen Ich-Erzählers, den seine erste große Ferienreise aus dem heimischen Island zu den Großeltern nach Norwegen führt.

Hier erlebt er zusammen mit seinen Phantasiefreunden Tarzan und Häuptling Flinker Hirsch aufregende Abenteuer: er sieht erwachsene Männer in kurzen Hosen (meist in der Tat kein schöner Anblick), kämpft mit einer gefährlichen Riesenspinne, durchleidet mit seinem Großvater die Geschichten aus dessen Lieblingsroman und muss sich mit den Launen seiner pubertierenden Halbschwester auseinandersetzen.

Auch seine neuen (realen) Freunde sind immer für besondere Erfahrungen gut: da sind sein Kumpel Björn und dessen kleiner Bruder Erik, der alles auseinanderschraubt und zerlegt, was ihm in die Hände fällt. Der von allen bewunderte Arne und der intellektuelle Außenseiter Helge, der stundenlange Monologe über Naturwissenschaft, Astronomie und Geschichte hält.

Der Roman zieht seine Spannung aus der Perspektive des Zehnjährigen - oder soll seine Spannung daraus beziehen.

Diese kindliche Perspektive ist der zentrale Punkt in Stefánssons Roman - und für mich der zentrale Kritikpunkt.

Genau diese kindliche Sicht ist in meinen Augen nicht gelungen. Die entsprechenden Passagen wirken auf mich sehr konstruiert und treffen - verglichen mit meinen Erinnerungen an die kindliche Gedankenwelt - regelmäßig knapp daneben. Der kindliche Ton wird vermischt mit Vokabeln und Gedankengängen, die sich nur ein Erwachsener ausdenken kann: "Oma und Opa. Zwei Worte, die einen aufrichten können wie eine Religion. Wie eine riesige Kiefer." Hier spricht wohl eher der 55-jährige Autor.

Hinzu kommt der Eindruck von Originalität um jeden Preis, der - neben dem Titel - deutlich wird durch die häufigen Kapitelüberschriften (alle paar Absätze), denen man anmerkt, dass jede die Vorige an Kreativität und Brillanz noch übertreffen soll. Ich fand dies jedoch nicht kreativ, sondern bemüht und im Hinblick auf den Lesefluss einfach störend.

Als Fazit bleibt daher ein netter kleiner "Sommer-Roman" mit durchaus gelungenen Episoden, der allerdings deutlich gewonnen hätte, wenn sich der Autor zugunsten der Geschichte etwas zurückgenommen hätte.
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