Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Krieg aus Sicht der einfachen Soldaten, 7. Juli 2006
Um es gleich zusagen, ich bin kein Michael Moore Fan, aber das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen, gerade weil es eben kein echtes Michael Moore Buch ist. Die "einfachen Soldaten" schreiben oft in einer schnörkellosen Sprache und schildern ihren Alltag. Diese eMails sind gerade wegen ihrer Authentizität so erschütternd. Hier zwei Beispiele: Zitat von Seite 143 "Präsident Bush erklärte in einer Wahlkampfrede 2000, er würde das Impfprogramm gegen Milzbrand ändern, damit es den Sicherheitsanforderungen entspricht. Natürlich ist das nie passiert. Ich bin jetzt durch die Impfung behindert . . ." Zitat von Seite 228 "Sie sprach voller Eifer über ihre privaten Gedanken zu dem Krieg, erzählte aber auch von den jeden Tag landenden Flugzeugen, die bis zur Kapazitätsgrenze mit verwundeten Soldaten aus dem Irak gefüllt sind. Als sie mir die Zahlen nannte, konnte ich es nicht fassen, daß sie damit die TÄGLICHE Verwundetenzahl meinte. Ich hakte mehrfach nach, wollte einfach nicht glauben, was ich hörte, daß JEDEN TAG ein bis zur Kapazitätsgrenze gefülltes Flugzeug mit Verwundeten eintrifft, von denen einige an Lebenserhaltungssysteme angeschlossen sind."
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nicht das, was ich erwartet habe, 13. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Verraten und verkauft - Briefe von der Front: »Will they ever trust us again?« (Gebundene Ausgabe)
Ja ... ich habe das Buch einfach blind gekauft, mit der Hoffnung auf eine typische Moore-Lektüre. Weit gefehlt. Das Buch enthält Briefe von Soldaten, Veteranen und Angehörigen. Am Anfang war ich ziemlich enttäuscht und habe das Buch liegen gelassen. Irgendwann fing ich an und habe sporadisch einige Briefe gelesen. Am Anfang hat es mich gar nicht gefesselt. Aber nach einer Zeit fande ich die Gedanken der Amerikaner interessant, so das ich weiterlass, um deren Gedanken besser zu verstehen. Mein persönliches Highlight waren die Briefe der Angehörigen. Diese Briefe waren sehr emotional. Um genauer zu sein, sind Sie sehr bedrückend und traurig. Wie das Leiden der Menschen geschildert wird und deren Probleme, wenn Sie gegen den Krieg sind. Kein typisches Moore-Buch, aber trotzdem sehr interessant.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Persönliche Berichte von Betroffenen, 20. Januar 2007
Das Buch ist eine Sammlung von Emails an Michael Moore im Zeitraum 2002-2004. Die meisten sind von Soldaten im Irak oder auf dem Weg dorthin, eine Reihe auch von Soldaten-Müttern - die Emails sind unkommentiert, dass heißt dieses Buch enthält keine Texte von Michael Moore selbst! Erzählt wird von den Zwängen, mit denen die Soldaten dorthin gebracht werden, das Gefühlsleben, die Sinnlosigkeit, Verkrüppelungen und Todesfälle und das Unrecht gegenüber der irakischen Bevölkerung, das viele Soldaten selbst empfinden. Auch Moores "Fahrenheit 9/11" wird immer wieder angesprochen, Moore hat viele zum Teil auch altgediente Soldaten zum Nachdenken gebracht. Wie man sich denken kann, sind die Emails ausnahmslos kritisch, die Soldaten hätten sonst kaum an Moore geschrieben. Laut einigen Umfragen glauben immer noch 90% der US-Soldaten an eine direkte Verbindung des Irak zu 9/11, und so erfährt man indirekt von Kollegen, die es "kaum erwarten können, endlich jemanden zu töten". Insider-Informationen zu militärischen Abläufen oder Situationen erfahrt man kaum, hier stehen die Gefühlswelt und persönliche Schicksale im Vordergrund - und genau das ist die Stärke dieses Buches. Die völlig gemischten Briefe vermitteln einfach blitzlichtartig, wie der Kleine Mann mehr oder weniger unfreiwillig zum Krieg am anderen Ende der Welt gebracht wird und dort unter großen Opfern lebt, wenn er denn Glück hat.
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