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5.0 von 5 Sternen
Zen abseits des mainstream, 1. März 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Verrückte Wolken (Gebundene Ausgabe)
Perle Besserman/Manfred Steger: Verrückte Wolken. Zen-Meister, Zen-Rebellen.
Der Strom des Zen wird sinnigerweise nicht von jenen vorangebracht, die mit ihm schwimmen, sondern von denen, die sich ihm wie Klippen in den Weg stellen. Dieses Buch behandelt Leben, Hintergrund und Lehre von acht solchen Exzentrikern, vom Laien P'ang im 8. Jh. über Lin-chi (Rinzai), Bassui, Ikkyu, Bankei und Hakuin bis zu Nyogen Senzaki und Soen Nakagawa. Was ihnen gemeinsam war, ist eine Weite des Horizonts, die jene ihrer Zeitgenossen so weit übertraf, daß sie zu ihren Lebzeiten entweder unbeachtet blieben oder genau wegen ihrer unpopulären Ansichten Anfeindungen ausgesetzt waren. Wenn sie - wie Lin-chi und später Hakuin - posthum als Gründer bzw. Erneuerer einer bedeutenden Schule zur 'Ehre der Altäre' kamen, so durch eine sorgfältige Auswahl dessen, was von ihnen ins Gedächtnis übernommen wurde.
Das Autorenpaar hat diese acht exemplarischen Gestalten gewählt um zu zeigen, daß deren Denkmodelle gerade für die heutige Situation des Zen in den USA und Europa eine Vorbildfunktion (oder wenigstens die eines Kratzbaums) haben könnten. Das für die deutsche Ausgabe neu geschriebene zweite Nachwort macht die Vorstellungen deutlich, die sie mit der Zukunft des Zen im Westen verbinden.
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