Das Buch "Verrückt vor Angst" war für mich ein sehr besonderes Buch. Ich hatte selbst einige Probleme und meine beste Freundin hat es mir geschenkt um mir "mut zu machen". - Ganz ehrlich, das hat nicht funktioniert, aber ich habe ein wirklich gutes Buch gelesen.
Die Tatsache, dass es sich um einen wahren Erfahrungsbericht von "Nora" handelt lässt sehr viel mehr Atmosphäre entstehen und genau das ist es was mich an Jana Frey so sehr anzog. Sie lässt Nora sprechen, lässt sie weinen, lachen, vor wut auf einem Schlagzeug spielen, die "verrückt vor Angst" werden und berichtet dann ihre Rückkehr ins Leben.
Es ist keine Schande in eine Psychiatrie zu müssen... und doch nicht das schönste der Welt, denn es ist Arbeit, man muss auf Dinge verzichten und an sich selbst arbeiten, alles um einen herum gerät aus den Fugen, nur um letzten Endes neu geordnet zu werden.
Wir begleiten die Einbrödlerin Nora in ihrem deprimierten und verängstigten Alltag, erleben ihren eigenen Absturz mit und erwachen mit ihr im Bett der Psychiatrie.
Mir selbst war es nicht möglich das fesselnde Buch auf einmal zu lesen, ich musste mich förmlich zwingen es aus der Hand zu legen, aber es war richtig so.
Es sollte eben nicht als "Selbsthilfebuch" verstanden werden, sondern viel ehrer Menschen die denken "normal" zu sein, oder vielleicht doch einige Vorurteile gegen psychische Krankheiten haben, die Augen öffnen und sie nicht "verstehen" sondern "erleben" lassen.
Ich wünsche allen viel Erfolg beim Lesen, stimme aber auch einigen meiner Vorschreiber zu, nicht unter 12-jährigen zum lesen geben!!