...ich bin verrückt nach Dir!" Diese Textzeile des Musikjournalisten Garrett(Justin Long) verpasste dem Film seinen deutschen Titel. Er ist mindestens genau so passend, wie das Original "Going the distance", denn Garretts Zuneigung zur Medienpraktikantin Erin(Drew Barrymore) lässt sich wirklich nicht viel besser in Worte fassen.
Garrett wurde gerade von seiner Freundin abserviert, weil er nicht kapierte, dass was Frauen sagen und dann wirklich erwarten zwei ganz verschiedene Dinge sind. Erin, die in New York beim "Sentinel" ein Praktikum absolviert, hat auch einen miesen Tag hinter sich. Ihr Wunsch auf eine Festanstellung ist in weite Ferne gerückt. So will sich Erin mit ihrer Freundin betrinken und trifft in der Bar auf Garrett und dessen Freunde Dan(Charly Day) und Box(Jason Sudeikis). Wenn es so etwas wie Liebe auf den ersten Blick gibt, dann war sie an diesem Abend genau in dieser Kneipe. Locker beginnt eine Beziehung zwischen Garrett und Erin. Aber nach und nach wächst sich das zu einer starken Beziehung aus. Allerdings fliegt Erin nach sechs Wochen wieder nach Stanford/Los Angeles. So beginnt eine romantische Fernbeziehung und Garrett besucht Erin, die bei der Familie ihrer neurotischen Schwester Corinne(Christina Applegate)lebt.
Während Erin versucht einen Job in New York zu ergattern, telefoniert Garrett Jobmöglchkeiten in Los Angeles ab. Doch die beiden finden nicht zusammen. Schlimmer noch: Erin wird beim San Francisco Chronicle angestellt. Jetzt heißt es, sich zu entscheiden: Liebe oder Job? Oder vielleicht beides? Oder gar nichts? Es bleibt verdammt schwierig...
Nanette Burstein hat mit -Verrückt nach Dir- eine romantische Komödie neuer Machart produziert. Der Film verströmt in einigen Szenen die frische Atmosphäre einer Serie und gleitet dann wieder ins Spielfilmmetier hinüber. Dabei ist -Verrückt nach Dir- alles andere als eine Hochglanzkomödie und wirkt eher wie eine gut gelungene, kleine, feine Low-Budget Produktion. Natürlich ist es diese alt bekannte "Sie kriegen sich-Sie kriegen sich nicht" Story, aber die ist unterhaltsam, lustig und mit einem Schuss Tiefgang wirklich klasse gelungen.
Drew Barrymore und Justin Long spielen das Liebespaar Erin und Garrett mit reichlich Herzblut. In den Nebenrollen sind Charlie Day, Jason Sudeikis, vor allem aber Christina Applegate echte Augen- bzw. Ohrenweiden. Hervorheben möchte ich noch Nana Spier, die deutsche Synchronstimme von Drew Barrymore. Allein ihr Lachen ist das Anschauen und Hören des Films wert.
Erwarten sie also nicht einen romantischen Liebesschmachtfetzen ala Nicolas Sparks und Co. -Verrückt nach Dir- ist eine uralte Lovestory in ziemlich neuem Gewand. Mir hat das gefallen. Ob das bei ihnen auch klappt? Probieren sie es einfach aus. Zur Untermalung der Geschichte gibt es Musik von The Cure, den Pretenders und Berlin. Die ist für die Momentaufnahmen der großen Liebe von Erin und Garrett wie geschaffen.