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Verräter wie wir [Gebundene Ausgabe]

John le Carré , Sabine Roth
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (44 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Leseprobe: Jetzt reinlesen [1,5 MB PDF]|Brief des Autors an die Amazon-Kunden: Jetzt reinlesen [86kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
  • Verlag: Ullstein Hardcover (27. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3550088337
  • ISBN-13: 978-3550088339
  • Originaltitel: Our Kind of Traitor
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 4,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (44 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 38.851 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

John Le Carré
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Perry, Anglistikdozent aus Oxford, und seine langjährige Freundin Gail, Juristin, wollen einen Luxusurlaub in der Karibik verbringen, um ihr Leben mal wieder ein wenig aufzupeppen. Doch die Dinge in dem traumhaft schönen Hotelressort auf Antigua entwickeln sich schnell anders als geplant: Perry, ein überdurchschnittlich guter Tennisspieler, wird von einem undurchsichtigen, stets von finsteren Bodyguards eskortierten Russen namens Dima zu einem Match aufgefordert. Perry besiegt den Russen klar, was den gar nicht stört, im Gegenteil: Dima vereinnahmt die beiden zunehmend, stellt sie seiner großen Familie vor, lädt sie fast jeden Abend zum Essen ein, plant gemeinsame Ausflüge. Gail und Perry wird schnell klar, dass sie es bei Dima mit einem dicken Fisch der russischen Mafia zu tun haben, einem Geldwäscher großen Kalibers, und das stößt sie ebenso ab, wie es sie anzieht. Was Dima hingegen von ihnen will, was er mit seiner fast aufdringlichen Freundlichkeit bezweckt, das verstehen sie erst später: Er möchte aus der Mafia aussteigen und sich und seiner Familie eine neue Existenz in England aufbauen; um dies zu erreichen, will er dem englischen Geheimdienst brisante Insiderinformationen verkaufen – und Perry, den er für den Inbegriff des englischen Gentlemans hält, soll für ihn diesen Deal einfädeln. So wird der Traumurlaub für Gail und Perry zum Einstieg ins Spionagegeschäft...

Der Roman ist in weiten Teilen auf zwei einander abwechselnden Ebenen erzählt: Auf der einen Ebene werden die unmittelbaren Vorgänge auf Antigua geschildert, auf der zweiten Ebene erleben wir Gail und Perry nach ihrer Rückkehr bei einer mehrere Tage dauernden detaillierten Befragung durch zwei Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes in einer konspirativen Wohnung in London. Denn der Geheimdienst hat durchaus angebissen, und nachdem man sich davon überzeugt hat, dass die beiden Urlauber die Wahrheit sagen und man mit ihrer Hilfe tatsächlich hochbrisante Informationen über internationale Geldwäschegeschäfte erlangen kann, werden Gail und Perry als Kontaktpersonen zu Dima und seinem Clan eingesetzt – und finden sich plötzlich mitten unter Kriminellen und Agenten in einem Geschehen wieder, das einem Roman von John le Carré entstammen könnte...

Diesen Roman einen Thriller zu nennen, wird ihm nicht gerecht. Es ist ein Salonstück, leicht im Ton, maliziös in seinem feinen Humor, meisterhaft in der Charakterzeichnung. Dem Altmeister des Spionageromans ist hier ein Buch gelungen, das spannend ist wie ein echter Spionagethriller und zugleich das eigene Genre leise parodiert. Das ist lesenswert. -- Christoph Nettersheim

Pressestimmen

"Das Herzschlag-Tempo der Erzählung, die Art, wie Figuren und Details nach Art eines Fotoabzugs allmählich hervortreten - Fans dürften alles wiederfinden, was ein le-Carré-Buch ausmacht." (dpa, Andrej Sokolow, 26.10.10) "John le Carré beschreibt könnerhaft und gewitzt, wie aus dem Kalten Krieg ein warmer Händedruck unter Geschäftsmännern wurde." (NDR Kultur, Eva-Maria Lemke, 27.10.10) "Was macht einen erstklassigen Roman aus? Welthaftigkeit, gut geschilderte Charaktere, eine Story ohne Leerlauf sowie - deutschen Autoren sei`s gedonnert und gepfiffen - ein ausgefeilter Plot." (Prisma, 10.11.10) " (Alles) ist in die feine, die zart giftige Ironie Le Carrés gehüllt. " (Frankfurter Rundschau, Sylvia Staude, 02.11.10)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mühsam zu lesen 25. September 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Mit "Der ewige Gärtner" und "Geheime Melodie" hat sich der späte John Le Carré nochmals in mein Herz geschrieben. Seine wohlformulierte, klug konstruierte Erzählweise hat mich mitgerissen, auch wenn sie kein hohes Tempo an den Tag legt. So war ich voller Vorfreude bei "Verräter wie wir" - allerdings wurde ich hier recht enttäuscht!

Die Geschichte vom geldwaschenden Russen, der ausgerechnet seinem Tennispartner wider Willen aufbürdet, dass er zu den Briten überlaufen will, ist bei nüchterner Betrachtung bizarr und unglaubwürdig. Die Motivation von Perry und Gail, Dima und seiner Familie zu helfen (Perry weil er sich in der Rolle als Spion gebauchpinselt fühlt, Gail weil sie die kleinen Töchter retten will), sind besonders bei Gail an den Haaren herbeigeholt. Nach über der Hälfte des Romans habe ich mich gefragt, wann er denn nun endlich anfängt und wann er endlich seinen scheinbar ewig währenden Spannungsaufbau durch hat. Irgendwann glaubte ich mich dann in einem Roman des späten Henry James wiederzufinden, in dem viel in kleinstem Detail erzählt wird, nur das Wesentliche so versteckt statt findet, dass es nicht im Roman vorkommt, sondern man das als Leser mühsamst aus indirekten Hinweisen rückschließen muss. Dabei ist John Le Carrés Sprachgewalt und Subtilität nicht weit von Henry James entfernt, aber wie beim späten James habe ich mich auch hier mühsam durch die Seiten gequält. Nur 20 Seiten gegen Ende zu haben mir gut gefallen, nämlich die Seiten, in denen die Flucht aus Bern stattfindet; nach Ankunft in Wengen hat mich die Erzählung wieder in Trance versetzt, und das vorhersehbare Ende war dann ehrlich gesagt eine Erlösung.

Ich habe selten so mit einem Buch gekämpft, das ich gut finden wollte, weil ich den Autor so schätze, nur leider hat mich das Buch überhaupt nicht belohnt für meine Mühe. 2 Sterne.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Beängstigend realistisch 23. November 2010
Von suse9
Format:Gebundene Ausgabe
Gail und Perry haben alles im Leben erreicht. Als aufstrebende Rechtsanwältin und Dozent an der Uni haben sie Erfolg, und auch ihre Beziehung scheint stabil. Jedoch sind beide nicht zufrieden. Er will sich beruflich - eventuell auch privat - verändern und die Welt gleich mit. Sie zweifelt, ob ihre Karriere wirklich erst beginnt und ein neues Leben mit Perry besser ist als ohne ihn. Das Tennismatch im Urlaub mit Dima - dem russisschen Geldwäscher - wird zum Schlüsselerlebnis.

Dies ist mein erster Carré. Erwartete ich eine anstrengende Lektüre, wurde ich angenehm überrascht. Auch wenn man sich beim Lesen konzentrieren und zwischen die Zeilen schauen musste, kam ich schnell in die Geschichte rein. In einem außergewöhnlich sachlichen Ton erzählte der Autor in Rückblenden die Ereignisse auf der Urlaubsinsel. Ich fühlte mich am Anfang des Buches in ein Kammerstück versetzt. Gail und Perry wurden in einem Kellerraum vom englischen Geheimdienst befragt, zu dem sie Kontakt aufgenommen hatten. Je nach dem, aus wessen Sicht die Ereignisse geschildert wurden, zeigten sich verschiedene Interpretationen.

Die Spannung, die von dieser Geschichte ausgeht, wird nicht durch actionreiche Verfolgungsjagden erzeugt, sondern von der Art und Weise, wie der Autor die Details vor uns entblättert. Fast scheint es, als wenn er völlig emotionslos auf die Gefahren hinweist, in der Dima und sein Gefolge schweben. Bürokratische und karriererelevante Aspekte innerhalb des Geheimdienstes erschrecken und machen angst. Die Verstrickungen, die Carré offenbart, zeigen unsere Machtlosigkeit und zerren an den Nerven. "Verräter wie wir" ist spannend und realistisch erzählt. Leider konnte ich weder für Gail und Perry noch Hecktor und Dima Sympathie empfinden. Lediglich Luke überzeugte mich durch seine Aufrichtigkeit, Wärme und seinen Mut. Gail und Perry waren unauthentisch. Woduch die angespannte Situation zwischen ihnen hervorgerufen worden ist, konnte ich nicht erkennen, und ihr Engagement für die wildfremde Familie einer russischen Mafiagröße konnte ich nicht nachvollziehen.

Dennoch hat mich der Roman "Verräter wie wir" beeindruckt.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ralf KvF
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
John le Carré stellt seine Romanhandlung zu Beginn in Form einer Befragung von britischen Staatsbürgern durch den britischen Geheimdienst in einem safe house in London vor. Dabei stehen der Oxforddozent Perry und die Anwältin Gail, die während eines Luxusurlaubs auf Antigua den russischen Millionär, Dieb im Gesetz und Mafiageldwäscher Dima näher kennen gelernt haben, zunächst im Mittelpunkt der Geschichte. Dima nutzt beide als Vermittler zum britischen Geheimdienst, um sich aus dem russischen Mafiamilieu abzusetzen und bietet gegen Sicherheitsgarantien Informationen über Geldwäsche im internationalen Maßstab an. Eine Sonderabteilung des britischen Dienstes geht auf das Angebot ein und nutzt Gail und Perry weiterhin als Vermittler und Kontaktpersonen zu Dima. Legendierte Treffen zur Vorbereitung von Dimas Absetzbewegung folgen in Paris und Bern. Nachdem der Genehmigungsausschuss für die Operation nähere Details erfahren hat, erhält die Sonderabteilung "Gegenwind" aus den Reihen einiger Politiker, Bankiers und Geschäftsleute, die in die Geldwäsche der russischen Mafia verstrickt bzw. durch diese korrumpiert sind. Unbeirrt setzt die Sonderabteilung ihre Überläuferoperation fort und beginnt mit der Schleusung Dimas.
Der Altmeister von Romanen im Spionage- und Geheimdienstmilieu
John le Carré präsentiert einen Roman, der fast alles enthält, was eine Geschichte im Geheimdienstmilieu enthalten soll. Allerdings mangelt es dem Roman an einem Faktor: Spannung. Bis Seite 320 "plätschert" die Handlung dahin, spannende Unterhaltung sieht anders aus. Oftmals drängt sich dem Leser das Verlangen auf, einfach mehrere Seiten oder Passagen zu überblättern. Erst ab Seite 320 findet der Altmeister zu seiner eigentlichen Klasse, aber das ist bei 412 Seiten einfach zu spät. Ein neues Meisterwerk ist dem Autor mit diesem Roman leider nicht gelungen.
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Enttäuschend - bis zum Schluss
Zu Beginn empfand ich den Roman "Verräter wie Wir" sogar noch spannend, das spontante, schicksalhafte Treffen mit neureichen Russen auf dem Tennisplatz im Urlaub kenne ich aus... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von TobyZRH veröffentlicht
Der ewige Gärtner Carré
John le Carré war mir vom Ewigen Gärtner ein Begriff. Der Text auf der Rückseite seines neuen Buches sprach mich an, und da damals seine Art zu Schreiben mir... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Heidi Zengerling veröffentlicht
Verräter
Der alte Caree war besser, spannender, eifach logischer und glaubhafter.
JETZT FOLGEN NOCH ZEHN wORTE; DAMIT DIE rEZENSION ERSCHEINEN KANN:
Vor 4 Monaten von Friedrich Hahn veröffentlicht
Macht ist sexy
...aber auch lebensgefährlich. John le Carré, der Meister des anspruchsvollen Spionageromans hat wieder zugeschlagen! Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von subechto veröffentlicht
Fragen, keine Antworten
"Verräter wie wir" ist das neueste Buch von John le Carré und damit für mich ein 'must buy', allerdings nicht unbedingt ein 'must read at once'. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Thomas Hattendorff veröffentlicht
...warum war es so schnell zu ende?
das buch hätte ich auf ewig lesen können.
die figuren der russischen familie waren so faszinierend,so schillernd und mysteriös,man wünscht sich spontan ein... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von theo veröffentlicht
Das Zwei-Drittel-Buch
Das Buch besteht aus 3 Teilen.

Der erste Teil ist der Grund, warum die Bücher von John Le Carre so großartig sind. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Torsten Hein veröffentlicht
Langweilig
Ich muß sagen, ich war gespannt auf das Buch. Ein neues Werk vom Großmeister
des Spionage-Thrillers. Umso mehr wurde ich entäuscht. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Karl veröffentlicht
Nicht kaufen! Nicht lesen!
Lese ja wirklich viel in letzter Zeit. Und bin von Tom Clancy über Jeffrey Archer und Ken Follet jetzt einmal zu John le Carre gekommen. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Rob veröffentlicht
Meisterwerk der Wortkunst
Peregrine Makepiece, ein linksliberaler Dozent aus Oxford, und seine Freundin Gail, eine angehende Staranwältin, verbringen ihren langersehnten Tennis-Urlaub auf Antigua. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von SabrinaK1985 veröffentlicht
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