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Sie kommt unendlich subtil nuanciert daher, mal glockenhelles junges Mädchen, mal vom Schicksal gebrochene Frau, mal verwirrte Insassin einer psychiatrischen Anstalt. In diese wird die Protagonistin nämlich eingeliefert. Hier muss sie erfahren, dass sie sich durch ihren gescheiterten Selbstmordversuch einen unheilbaren Herzschaden zugezogen hat. Ihr bleibt nur noch wenig Zeit. Dieses Todesurteil lässt Veronika zur Besinnung kommen. Sie erkennt: Ihr Leben hat Sinn, es ist schön, macht Lust, und sie beschließt zu kämpfen. Paulo Coelho beschreibt den Weg der Protagonistin vom Sterben zurück ins Leben auf anrührende Weise, ohne je sentimental zu werden. Ursula Illerts Interpretation ist so einnehmend, dass man sich einfach alle vier Kassetten hintereinander anhören muss. Ohne Pause. Ein Hörgenuss von knapp 400 Minuten, der in seiner Perfektion und menschlichen Wärme seinesgleichen sucht. --Anne Hauschild
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Wenig Begeisterung kann Wolfgang Schneider für dieses Buch aufbringen. Es erscheint ihm wie ein "Lehrstück", wie eine Art Lebensratgeber in Romanform, dessen Botschaft "Lasse Dich von Anpassungszwängen nicht vom eigenen Weg und deinen Träumen abbringen" ihn spürbar zu ermüden scheint. Ihm missfällt die "holzschnittartige" Erzählweise, das allzu stark Vereinfachende. Als Beispiel dafür führt er die Ratschläge des Sufi-Meisters Nasredin an, der der verzweifelten Veronika mit auf den Weg gibt: `Das ist das, was du bist, und nicht das, was die anderen aus dir gemacht haben`, und die verhinderte Selbstmörderin mit den Worten antwortet: `Danke, dass du meinem Leben einen Sinn gegeben hast`. Über den ungewöhnlichen Schauplatz des Geschehens, Ljubljana, habe der Autor nur wenig zu sagen. Allerdings findet Schneider den Ort nicht unpassend gewählt. Dort sei die "Normalität" schließlich noch "brüchiger als andernorts".
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-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.