- Broschiert: 80 Seiten
- Verlag: Universitätsverlag Bamberg (1. Januar 2002)
- ISBN-10: 3933463130
- ISBN-13: 978-3933463135
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.660.352 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Dietrich Dörner, Direktor des Instituts für Theoretische Psychologie der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, macht in seinem Beitrag »Seelen aus der Retorte?« deutlich, dass künstliche beseelte Kreaturen durchaus kein neues Thema sind. Sie existieren in Ansätzen längst darunter das in Bamberg konstruierte Psi-System. Zwar gibt es noch keine künstliche Intelligenz, die wie ein Mensch in der Lage ist, sich selbst zu reflektieren, aber die vorhandenen Systeme verfügen u.a. bereits über Bestimmtheits- und Kontrollmotive und haben damit so etwas wie Gefühle. Dem Menschen werde dadurch nichts genommen, im Gegenteil fördere die bessere Kenntnis unserer eigenen Maschinenhaftigkeit auch die Selbsterkenntnis.
Manfred Spitzer, ärztlicher Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik in Ulm, rollt das Thema aus einer anderen, ebenso faszinierenden Sicht auf. Das Transkript seines frei gehaltenen Lichtbildvortrags »Das Gehirn zwischen Natur und Kultur« vermittelt auch ohne Abbildungen, wie ungeheuer komplex und plastisch das mensch-liche Gehirn arbeitet: Es kommt dabei und das belegen verschiedenste Tierversuche sowie Untersuchungen sowohl mit kranken als auch gesunden Menschen unabhängig von den gegebenen biochemischen Anlagen und Prädispositionen in ganz erheblichem Maße auf den Input an, auf die eigenen Erfahrungen in einem bestimmten kulturellen Umfeld.
Gerald Hüther, Leiter des Neurobiologischen Labors der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen, unterstreicht in seinem Kurzreferat »Künstliche Intelligenz und Gehirnforschung Abschied vom abendländischen Menschenbild« die in jeder Hinsicht gegebene Plastizität und Lernfähigkeit des Gehirns und fordert nachdrücklich dazu auf, die zeitlebens gegebenen Möglichkeiten mit Achtsam- und Behutsamkeit zu nutzen, um eine Einheit im Denken, Fühlen und Handeln zu erreichen. Einführende Texte der Bamberger Philosophen Michael Hampe und Christian Schröer ergänzen die Hegelwochen-Dokumentation 2001.
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