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Produktinformation
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Die Wehrmacht führte 1941 bis 1944 auf dem Balkan und in der Sowjetunion keinen »normalen Krieg«, sondern einen Vernichtungskrieg gegen Juden, Kriegsgefangene und Zivilbevölkerung, dem Millionen zum Opfer fielen. Die deutsche Militärgeschichtsschreibung hat zwar viel zur Aufklärung dieses Tatbestandes beigetragen, sie weigert sich aber einzugestehen, daß die Wehrmacht an allen Verbrechen aktiv und als Gesamtorganisation beteiligt war.
Die Ausstellung will genau diesen Beweis führen. Sie wählt dazu drei Beispiele: den Partisanenkrieg in Serbien, die 6. Armee auf dem Weg nach Stalingrad, die dreijährige Besatzung Weißrußlands.
Und sie demonstriert die Schwierigkeit dieser Beweisführung: Von Beginn an versuchte die Wehrmacht, die Spuren ihrer Verbrechen zu verwischen und die Erinnerung daran zu beseitigen.
Was an Legendenbildung in der Nachkriegszeit entstand, war nur die Fortsetzung dieser Politik. Die Ausstellung will kein verspätetes und pauschales Urteil über eine ganze Generation ehemaliger Soldaten fällen.
Sie will eine Debatte eröffnen über das- neben Auschwitz -barbarischste Kapitel der deutschen und Österreichischen Geschichte, den Vernichtungskrieg der Wehrmacht von 1941 bis 1944.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Für jedes Bücherregal dringend empfohlen,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944. Ausstellungskatalog (Broschiert)
Der Katalog zur wohl umstrittensten - und wichtigsten - Ausstellung der letzten Jahre: die Ausstellung "Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944" des Hamburger Instituts für Sozialforschung räumt mit dem Mythos der "sauberen Wehrmacht" gründlich auf. Die AusstellungsmacherInnen um Hannes Heer beweisen anhand von drei Beispielen (Partisanenkrieg in Serbien, die 6. Armee auf dem Weg nach Stalingrad, die dreijährige Besatzung Weißrusslands), dass die Trennung von verbrecherische SS hier, "gute" ("tapfere", "heldenhafte", allenfalls "dummerweise" für einen Verbrecher kämpfende) Wehrmacht dort eine Konstruktion, eine Fiktion ist - oder schärfer formuliert, eine Lüge. Die Wehrmacht hat nicht nur durch den Krieg Operationsgebiete für die Vernichtung von Millionen Menschen geschaffen, sondern war selbst aktiv an der Vernichtungsmaschinerie beteiligt. Auf den ersten Blick eine nicht allzu überraschende Erkenntnis, wie man meinen sollte; und doch zeigt der Aufschrei, der einhellig von Focus über CDU/CSU bis hin zu NPD & Co. durch die Öffentlichkeit ging, an was für einem Tabu hier gerührt wird. Begleitet wurde die Ausstellung von Anfang an von Fälschungsvorwürfen, die sich aber sämtlich als Verleumdungen von interessierter Seite herausstellten. Erfreulich, dass die AustellungsmacherInnen so gründlich gearbeitet haben, dass sie in dieser Hinsicht keine ernsthafte Angriffsfläche bieten. Dafür wären die Reaktionen auf die Ausstellung, die ja beileibe nicht bei Fälschungsvorwürfen blieben (es sei an den Sprengstoffanschlag in Saarbrücken erinnert!), eine eigene Dokumentation wert. Eine äußerst wichtige Ausstellung, in Katalogform für jedes Bücherregal dringend empfohlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein TABUTHEMA wurde angsprochen.,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944. Ausstellungskatalog (Broschiert)
Als Geburtsjahrgang 1943 mit einem Vater als Berufsoffizier und Ritterkreuzträger war das Thema Krieg von 1939-1945 immer präsent. Es gab da keine Tabus von Seiten des Vaters, der als Berufsmilitär dem System äusserst kritisch gegenüber stand. Er sagte daß er schon 1941 gewußt habe daß dieses Verbrecherregime und die begangenen Kriegsverbre- chen zur Verantwortung gezogen werden wird. Als Teilnehmer des gesamten Russlandfeldzuges war er teilweise Augenzeuge von Verbrechen, und hat sich auch deswegen mit höheren Kommandierenden angelegt. Es war notwendig dieses verdrängte und brisante Thema zu beleuchten. Man muß irgendwann aufhören das Thema Verbrechen der deutschen Wehrmacht schön zu reden, denn nur mit und durch die Wahrheit ist echte Trauerarbeit zu leisten. Daß A.H. sein eigenes Volk nicht nur missbraucht hat sondern obendrein die männliche Blüte seines Volkes sinn und gnadenlos verbrecherisch geopfert hat, auch Selbstschuld der Missbrauchten, ist unfassbar. Daß Unklarheiten bei der Ausstellung aufgetreten sind berührt nicht den Verdienst die Suche nach der Wahrheit zu tun. Die Reaktionen der alten Veteranen spricht Bände.
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