Johnny Mnemonic ist eine - mehr als lose an der Vorlage orientierte - Verfilmung einer genialen Kurzgeschichte von William Gibson, der nicht nur mit der Neuromancer-Triologie Literaturgeschichte schrieb. Der Film hat trotz vieler bekannter Darsteller (Reeves, Kier, Rollins, Ice-T - um nur einige zu nennen) ausgesprochen heftige Verrisse zur Zeit seiner Veröffentlichung kassiert. Zwar ist von Gibsons Genialität nicht mehr viel im Film zu finden, aber gerade Robert Longos fantasievolle Mise-en-scene ist ebenso wie die originellen Cyberspace Sequenzen sehenswert. Ausgesprochen stark ist - im Gegensatz zum runterkochten Plot - die Atmosphäre des Films wie auch seine Schauplätze. Kein Meilenstein, aber auch kein vollkommen misslungener Film.