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'Vernebelt, verdunkelt sind alle Hirne': Tagebücher 1939-1945 Gebundene Ausgabe – 1. Juli 2011

4.2 von 5 Sternen 14 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Der Autor
Friedrich Kellner (1885-1970) war bereits früh ein entschiedener Gegner der Nationalsozialisten. 1933 wurde er Geschäftsstellenleiter des Amtsgerichts in Laubach (Oberhessen) und setzte dort seine offene Kritik am Regime fort. Mehrfach wurde er bedroht - nur mit Glück entging er einer beabsichtigten Einweisung in ein KZ. Nach dem Krieg war Kellner Stadtrat in Laubach. Sein Tagebuch wurde mehrfach in Ausstellungen in den USA und in Deutschland gezeigt, sein Leben in einem kanadischen Dokumentarfilm erzählt.

Die Herausgeber
Sascha Feuchert ist Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der Justus-Liebig-Universität Gießen und Honorarprofessor für 'German and Holocaustliterature' an der Eastern Michigan University, Michigan (USA). Vizepräsident des deutschen PEN.

Robert Kellner war Professor für 'American Literature' und 'Writing'.

Erwin Leibfried war Professor für Allgemeine Literaturwissenschaft in Gießen und langjähriger Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur.

Jörg Riecke, Professor für Germanistische Sprachwissenschaft in Heidelberg.

Markus Roth, Historiker und stellvertretender Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Ich konnte die Nazis damals nicht in der Gegenwart bekämpfen. Also entschloss ich mich, sie in der Zukunft zu bekämpfen. Ich wollte kommenden Generationen eine Waffe gegen jedes Wiederaufleben solchen Unrechts geben."


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Manfred Orlick HALL OF FAME REZENSENTTOP 500 REZENSENT am 11. August 2011
"Vernebelt, verdunkelt sind alle Hirne! Man muss an den Menschen verzweifeln" - dieses vernichtende Urteil schrieb bereits im September 1938 der Laubacher Justizinspektor Friedrich Kellner (1885-1970) in sein gerade begonnenes Tagebuch, das er fast sieben Jahre heimlich führte. Was der 41jährige Sozialdemokrat vor dem Kriegsausbruch und später aufschrieb, darauf stand die Todesstrafe. Jeden Moment hätten seine Aufzeichnungen entdeckt werden können und Kellner hätte wahrscheinlich auf dem Schafott geendet. Immerhin wurde er bespitzelt und mehrfach bedroht, nur mit Glück entging er einer beabsichtigten KZ-Einweisung.

Von Anfang an begegnete Kellner dem NS-Regime mit Ablehnung und Abscheu. Seit 1933 war er Justizinspektor im oberhessischen Laubach, trotzdem verfolgte er aufmerk-sam und misstrauisch die Politik des Nazi-Regimes. Er wollte der Nachwelt ein Zeugnis ablegen von der gedankenlosen Unterwürfigkeit seiner Zeitgenossen.

Während des Zweiten Weltkrieges füllte Kellner zehn Notizbücher, fast 900 Seiten. Fast täglich äußerte er darin seine Kritik am NS-Regime und dokumentierte akribisch die vielen kleinen und großen Verbrechen der Faschisten bis hin zum Vernichtungsprogramm an der jüdischen Bevölkerung.

Im Gegensatz zur Mehrheit der "Volksgenossen" durchschaute er die hohlen Propagandaphrasen der Naziideologie. Besonders die Euphorie im Zuge der anfänglichen militärischen Erfolge der Blitzkriege geißelte er und erkannte mit bewundernswerter Weitsicht die künftige Niederschlagung Deutschlands. Aus den ihm (und eigentlich jedem Normalbürger) zur Verfügung stehenden Informationen wie Zeitungsberichten, Nachrichtenmeldungen usw.
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Victor Klemperer schrieb in seinem Buch über die Sprache des Dritten Reiches: "Worte können wie winzige Arsendosen sein; sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung da." Nahezu alle scheinen damals diese Giftdosen bedenkenlos geschluckt zu haben. Sie haben sich eingereiht in einen Sieges- und Heldenrausch ohnegleichen. Nicht so Friedrich Kellner. Auf der Rückseite dieses Buches sagt er: "In der Gegenwart konnte ich damals die Nazis nicht bekämpfen, also entschloss ich mich, sie in der Zukunft mit diesem Tagebuch zu bekämpfen, um künftigen Generationen eine Waffe gegen jede Wiederholung solcher Untaten zu geben."

Es gibt immer weniger Zeitzeugen, die man befragen könnte. Alle früher zu dieser Sache Angesprochenen waren merkwürdig ruhig und verschlossen, verwiesen immer wieder auf die Erfolge einer Partei (Stichworte Abbau von Arbeitslosigkeit, Autobahnen), deren Umtriebe Kellner als erklärter SPD-Anhänger auf ihren Grund zurückbrachte, die er als eine Mischung aus niederträchtiger Propaganda und einer zu großen Führergläubigkeit des Volkes ausmachte. Dieses Buch beweist, dass man mit etwas Nachdenken schon damals hätte sehen können, was gespielt wird. Am 26. September 1938 schreibt Kellner: "Der Sinn dieser Niederschrift ist der, augenblickliche Stimmungsbilder aus meiner Umgebung festzuhalten, damit eine spätere Zeit nicht in die Versuchung kommt, ein großes Geschehen daraus zu konstruieren." Er beschreibt genau und hält schon im September 38 fest, dass niemand begeistert war, zur Armee gehen zu müssen. "Die Mannschaften befanden sich durchwegs in gedrückter Stimmung.
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Friedrich Kellner, "Vernebelt, verdunkelt sind alle Hirne". Tagebücher 1939-1945, Wallstein 2011, ISBN 978-3-8353-0636-3

Als im Jahr 1995, 50 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs unter dem Titel "Ich will Zeugnis ablegen bis zuletzt", die Tagebücher Victor Klemperers erschienen, das war die Rezeption gewaltig.
Der jüdische Romanist Victor Klemperer, Gelehrter von Weltruf, blieb, weil seine Auswanderungspläne scheiterten, in Nazi-Deutschland. Sein Überleben verdankte er der nichtjüdischen Ehefrau. "Für die Zeit danach" hielt er seinen Alltag fest, schrieb auf, was er sah und hörte: Gerüchte, Witze, Frontnachrichten. Immer erbärmlicher wurden die Bedingungen, unter denen er seiner Chronistenpflicht nachkam: Er litt an der zunehmenden Vereinsamung, an Hunger, an dem entwürdigenden Dasein im Judenhaus, aus dem ein Mitbewohner nach dem anderen verschwand.

Nun legt der Wallstein Verlag die Tagebücher des Laubacher Justizinspektors Friedrich Kellner (1885-1970) vor, eines "ganz normalen Deutschen", der als Geschäftstellenleiter des Amtsgerichts der oberhessischen Kleinstadt arbeitete, Mitglied der SPD und des Karnevalsvereins war.
Zwischen 1939 und 1945 führte dieser Mann Tagebuch. Auch sein Ziel war es, Zeugnis abzulegen über das, was in Deutschland vor sich ging. Reflexionen über scheinbar kleine Veränderungen im Alltag wechseln sich immer wieder ab mit kommentierten Zeitungsausschnitten. Das Tagebuch, das Kellner nie für eine Veröffentlichung vorgesehen hatte, auch nach dem Krieg nicht, wanderte in den 60 er Jahren als Geschenk zu einem Enkel Kellners in die USA. Dort war es später Teil einer Ausstellung, über die der Spiegel kurz berichtete.
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