Pressestimmen
»die Geschichte einer großen Einsamkeit und eines Welt- und Sprachverlustes, eine Geschichte der Angst. ... Vieles erinnert an die Atmosphäre auf dem Zauberberg, der Stillstand, die Sehnsucht nach der Krankheit, die Liebe als krankheitsbildende Macht. ... Doch die distanzierte Sprache Blechers ähnelt viel mehr der Franz Kafkas und Robert Walsers als der Thomas Manns.«
(Volker Weidermann Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung )»Es ist dies ein Buch, von dem man sich nach der Lektüre nicht vorstellen kann, es jemals nicht gekannt zu haben.«
(Ernst Osterkamp Frankfurter Allgemeine Zeitung )Kurzbeschreibung
Aus der unmittelbaren Unwirklichkeit von M. Blecher (1909-1938) gilt als ein Meilenstein der mitteleuropäischen Moderne. Ernest Wichners Übersetzung - mit Herta Müllers leidenschaftlichem Plädoyer, Blecher zu lesen, als Nachwort - ist als Band 1367 der Bibliothek Suhrkamp erschienen. Nun folgt der 1937, ein Jahr nach der Unmittelbaren Unwirklichkeit, erstmals veröffentlichte autobiographische Roman Vernarbte Herzen. Erzählt wird die Geschichte des 21jährigen Emanuel, eines rumänischen Chemiestudenten in Paris, der an Knochentuberkulose erkrankt und fast ein Jahr in einem französischen Sanatorium am Atlantik verbringt. Er gerät in die Gesellschaft der Kranken, eine faszinierende Welt für sich, aus der sich selbst die Geheilten nur schwer wieder befreien können.
Über den Autor
Ernest Wichner, geb. 1952 in Guttenbrunn (Rumänien), lebt und arbeitet in Berlin. Nach seinem Studium an der Universität Temeswar übersiedelte er nach Deutschland. Seit 2003 leitet er das Berliner Literaturhaus. Seine Übersetzungen und eigenen Lyrikbände wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.