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Vermißt

Jack Lemmon , Sissy Spacek , Constantin Costa-Gavras    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Jack Lemmon, Sissy Spacek, Melanie Mayron
  • Regisseur(e): Constantin Costa-Gavras
  • Komponist: Vangelis
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0), Französisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch, Tschechisch, Niederländisch, Ungarisch, Polnisch, Französisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Universal/DVD
  • Erscheinungstermin: 17. Februar 2005
  • Produktionsjahr: 1981
  • Spieldauer: 117 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0006SJWV4
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.197 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Im September 1973 verschwindet der Sohn des amerikanischen Geschäftsmannes Ed Horman in Chile spurlos. Mit seiner Schwiegertochter reist Ed nach Santiago und macht sich auf die Suche, die von den Behörden offensichtlich behindert wird. Als es Ed gelingt in das Stadion von Santiago zu gelangen, wo die politischen Häftlinge zusammen gepfercht werden, findet er den Leichnam des ermordeten Sohnes und nimmt ihn mit in die USA, deren Verstrickung in den Putsch gegen Präsident Salvador Allende der Film nach und nach enthüllt.

Produktbeschreibungen

Dieser politische Thriller von Regisseur Costa-Gavras (,Verraten′) basiert auf einer wahren Begebenheit: Während eines Militärputschs in Südamerika verschwindet der junge US-Autor Charles Horman (John Shea) spurlos.Sein Vater (Jack Lemmon), ein prominenter New Yorker Geschäftsmann begibt sich zusammen mit Charles Frau (Sissy Spacek) auf die verzweifelte Suche nach dem Vermissten. Von den ausländischen Behörden, und auch der US-Regierung, immer wieder behindert und auf falsche Fährten geführt, bauen die beiden ein Vertrauen auf, das sie nie hatten. Doch am Ende der Suche erwartet sie eine

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Kundenrezensionen

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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr gut ! 11. Juli 2007
Nach seinen erfolgreichen Filmen 'Z', 'Das Geständnis' und 'Der unsichtbare Aufstand' (alle mit Yves Montand in der Hauptrolle) hat der Exilgrieche Constantin Costa-Gavras 1982 den beklemmenden Politthriller 'Vermisst' inszeniert. Grundlage dieses Films ist Chile im Jahre 1973, das Jahr des blutigen Militärputsches von General Pinochet gegen den rechtmäßig gewählten, sozialistischen Präsidenten Allende.

Die Story:
Unmittelbar nach dem Sieg der Militärjunta in Chile verschwindet ein amerikanischer, dort lebender, linksliberal eingestellter Journalist. Seine Frau nimmt den Kontakt zur amerikanischen Botschaft und zu seinem Vater auf, der alsbald Vorort ist, um mit ihr und den Behörden den Verbleib seines Sohnes zu erfahren. Nach einem langen, quälenden Martyrium, das politische und auch persönliche Differenzen offenbart, wird klar, dass der Sohn im Rahmen der politischen 'Säuberungsaktionen' der neuen Machthaber getötet worden ist. Die versprochene Überführung des Leichnams in die USA innerhalb weniger Tage braucht letztlich mehrere Monate, so dass eine Obduktion in der angestrebten Form nicht mehr möglich ist.

Kommentar:
Der konservative und gutsituierte Vater kommt nach Chile und hält es für das Normalste von der Welt, dass die Vertreter der US-Botschaft ihm engagiert bei der Suche nach seinem Sohn helfen, den er schon lange als einen verdrehten, quasi kommunistisch eingestellten Menschen abgestempelt hat. Er hält sich für den Amerikaner schlechthin und erwartet auch in Chile die Einhaltung demokratischer Grundsätze. Durch seine Gespräche und Erfahrungen mit seiner Schwiegertochter, ihren journalistischen Weggefährten und den inszenierten Behinderungen und Ablenkungsmanövern von Mitarbeitern der amerikanischen Botschaft, entwickelt sich bei ihm allerdings langsam eine andere Einstellung zu seinem Sohn, zu dem Land und seiner politischen Situation aber auch zu sich selbst. Die berechtigte Befürchtung, mit Vorsatz belogen worden zu sein, wird zur traurigen Gewissheit.

'Missing' ist ein großartig inszenierter Film, extrem engagiert und klasse besetzt. Jack Lemmon ist in einer ernsten, sehr beachtenswerten Rolle zu bewundern. Das Gleiche gilt im Grunde für alle anderen Protagonisten. Selten war ein Film derart organisch: Eine perfekte Symbiose zwischen Struktur und Inhalt unter Verzicht auf jegliche Polemik. Neben 'Under Fire' von Roger Spottiswoode aus dem selben Jahr ist 'Vermisst' einer der wenigen ernsthaften amerikanischen Politthriller aus den 80ern, der sich klar den Erwartungen eines Massenpublikums verweigert, sehr mutig ist und gleichzeitig spannend zu unterhalten weiß.

Die im Übrigen nicht erfundene Geschichte bietet Costa-Gavras die Gelegenheit, die Moral der USA zurecht zu attackieren. Hauptsächlich in Bezug auf ihre sehr aktive Rolle beim Putsch gegen Allende - amerikanische Wirtschaftsinteressen waren schließlich wegen der geplanten Teilverstaatlichung gefährdet. Da nimmt man denn schon mal ein faschistisches Regime und zigtausend Opfer in Kauf. Nixon war zufrieden und auch der deutsche Staatsmann Franz Josef Strauß, der sagte: 'Jetzt ist Chile wieder kreditwürdig'. Na dann... !
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Chile im Jahr des Militärputsches 1973 und der Machtergreifung durch die Militärjunta unter General Augusto Pinochet: Ein junger, in der Hauptstadt Santiago lebender US-Amerikaner (John Shea) verschwindet plötzlich spurlos. Seine Frau (Sissy Spacek) und sein aus New York angereister Vater (Jack Lemmon) stellen Nachforschungen an, werden jedoch von den chilenischen und auch den US-Behörden immer wieder behindert und auf falsche Fährten geführt. Im Verlauf ihrer Ermittlungen erweist sich schließlich die Verstrickung der USA in den Putsch immer deutlicher.

Nach seinen Welterfolgen »Z« (1968) und »Der unsichtbare Aufstand« (1972) präsentiert Constantin Costa-Gavras ein weiteres Mal einen nach authentischen Ereignissen gestalteten Politthriller. In dem spannend inszenierten und bewegenden Werk verwendet er die Realität der vermeintlich privaten Geschichte geschickt und eindringlich zur schrittweisen Enttarnung der antidemokratischen und menschenverachtenden Grundhaltung militärdiktatorischer Regimes, aber auch deren Unterstützung durch die USA. Verdient wurde der Film mit der 'Goldenen Palme' des Filmfestivals in Cannes 1982 ausgezeichnet, Jack Lemmon wurde als Bester Hauptdarsteller prämiert.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Daggi TOP 500 REZENSENT
Sperrstunde, Militärkonvois, Gewehr im Anschlag - von Anfang an beschwört der Film "Missing" des griechisch-französischen Regisseurs Costa-Gavras eine beängstigende Stimmung herauf. 1973: das junge amerikanische Paar Charlie (John Shea) und Beth Horman (Sissy Spacek) bekommt die Auswirkungen des chilenischen Staatsstreiches durch die Militärjunta General Pinochets in vollem Maße zu spüren. In diesen Tagen werden Tausende von den Militärs auf der Straße einfach erschossen, Leichen liegen umher. Frauen dürfen nur noch Röcke tragen - von Soldaten werden ihnen die Hosenbeine abgeschnitten. Menschen werden geschlagen, abgeführt und auf LKWs abtransportiert, doch der sympathische Charlie nimmt das alles auf die leichte Schulter und sagt zu seiner Frau: "Keine Sorge, sie können uns nichts tun, wir sind Amerikaner." Doch er irrt. Der junge Drehbuchautor, der auch für eine linksgerichtete Zeitung tätig war, verschwindet spurlos.

Charlies wohlhabender und einflussreicher Vater Ed Horman (Jack Lemmon) kommt nach Chile, um sich um das Verbleiben seines Sohnes zu kümmern. Zunächst schimpft er auf die Fahrlässigkeit und die schlampige Anti-Establishment-Haltung seines Sohnes und Beth wäre es am liebsten, wenn Ed wieder nach New York abreiste. Nur sehr langsam entwickelt der New Yorker Geschäftsmann ein Verständnis dafür, welch ungeheuerlichen und unglaublichen Vorgänge in dem südamerikanischen Land vor sich gehen und nur sehr langsam kommen sich Schwiegertochter und Schwiegervater auf der Suche nach dem Vermissten näher. Mit viel Mühe und teilweise unter großer Gefahr für all diejenigen, die Ed und Beth helfen, kommen sie dem Geheimnis auf die Spur und es wird aufgedeckt, welch beschämende Rolle der amerikanische Geheimdienst bei dem Militärputsch spielt.

Nach einer Literaturvorlage von Thomas Hauser und wie es heißt, nach einer wahren Begebenheit, wurde dieses politische Melodram 1982 verfilmt. Man kann sich nicht vorstellen, wie viele Leichen sich in den Kellern des chilenischen Nationalstadions befanden und mit welcher Perfidie Beth und Ed auch von den Amerikanern abgespeist werden. Der Film ist sowohl aufwühlend, als auch beklemmend und der alternde Jack Lemmon gefällt mir in dieser Rolle zehn mal besser, als in seinen Komödien mit Walter Matthau. "Was für eine Welt ist das?" fragt Ed zum Schluss - Ja, was für eine Welt ist das.
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