Verschwörungstheorien haben ja seit vielen Jahren Hochkonjunktur. Es gibt die gewagtesten Vermutungen über geheime Organisationen, die die Geschichte der Menschheit beeinflußt haben sollen. Wie zum Beispiel die immer wieder gerne zitierten Konspirationen der Freimaurer, Tempelritter, Illuminaten etc. Der Film "Das Vermächtnis der Tempelritter" verarbeitet nun mehrere dieser Behauptungen zu einer kruden Geschichte über die Jagd nach einem geheimnisvollen antiken Schatz.
Inhalt: Benjamin Gates (Nicholas Cage) sucht schon seit langem nach einem Goldschatz, der angeblich von den amerikanischen Gründervätern versteckt worden ist. Er findet heraus das der Lageplan auf die Rückseite der Unabhängigkeitserklärung geschrieben worden ist. Nun will er die Erklärung stehlen, um zu verhindern, dass sein abtrünniger Partner Ian (Sean Bean) den Schatz finden kann. Ben und sein Begleiter Riley entwickeln einen kühnen Plan in das Hochsicherheitsgebäude, in dem die Erklärung verwahrt wird, einzubrechen und sie zu stehlen. Dabei werden sie von der Museums-Kuratorin Abigail Chase (Diane Kruger) erwischt, die sich fortan an ihre Fersen heftet. Zu allem Überfluß muss er auch noch auf die Mitarbeit seines Vaters (Jon Voight) zurückgreifen, mit dem er sich vor Jahren entzweit hat.
Man merkt deutlich, dass Regisseur Jon Turteltaub ("Cool Runnings") die ganze Geschichte nicht so ernst nimmt und eine Schnitzeljagd realisierte, bei der die Protagonisten von einem Cliffhanger zum nächsten stolpern. Der Film zitiert, mit seinen Story-Grundmustern, Spielbergs "Jäger des verlorenen Schatzes" und seine beiden Fortsetzungen, ist dabei aber lange nicht so düster angelegt. Die ganze Handlung ist im Stile einer Action-Komödie inszeniert und weniger brutal wie die Spielbergschen Vorbilder.
Bonus: Interessante Dokumentationen zum Thema Schatzsuche und Film. Es gibt auf der DVD auch noch jede Menge verstecktes Material, dass man aber nur durch Kombination bestimmter Symbole entdecken kann. Am Ende jedes Bonus-Features gibt es einen Hinweis auf die Lösung des Puzzles.
Fazit: Gut gemachte Unterhaltung mit Nicholas Cage als Indiana Jones light. Wer sich an den haarsträubenden historischen Behauptungen nicht stört, wird hervorragend unterhalten. Das clever verpackte Bonusmaterial rundet das Filmerlebnis sauber ab.