Claudia Gadelius hat hier ein wirklich schön zu lesendes Buch vorgelegt. Ihr schilderung des Alltagsim 16. Jahrhundert ist sehr gut gelungen. Die katholische Kirche, wichtigste Triebfeder bei der Eroberung der Neuen Welt, wird in allen ihren Widersprüchen dargestellt. Doch trotz all dieser hervorragend ausgestalteten Elemente kann nicht ausgeklammert werden, daß der von der Autorin so beherzt angesprochene Ursprung der indigenen Religionen Amerikas leider allen seriösen Theorien zu diesem Thema widerspricht und somit stark an der historischen Realitätsnähe des Romans, die ansonsten unbestreitbar gegeben ist, kratzt.