Einige Versuche von Nora Roberts, eine Liebensgeschichte und einen Krimi in ein und demselben Buch unterzubringen, sind ja schon ziemlich in die Hose gegangen. Zwar gibt es auch bei diesem Buch kleinere Mängel zu beanstanden, aber im großen und ganzen ist diese Kombination ihr hier wirklich gelungen.
Doch zunächst mal zum Inhalt. Detective Ben Paris und sein Partner Ed ermittlen in einer Mordserie. Bei den Opfern handelt es sich um junge, blonde Frauen, alle erwürgt mit einer Priesterhumerale. Ihnen helfen soll die Psychologin Tess. Nur widerwillig nimmt Ben ihre Hilfe an, da er von Psychologen im allgemeinen wenig hält. Und auch dem Mörder fällt die blonde Tess ins Auge...
Bei dieser Konstellation brauch der geneigte Roberts-Leser nun wahrlich nicht lange, um sich den Rest der Handlung im Wesentlichen zusammen zu reimen. Diese ist, zugegen, wirklich nicht besonders orginell und ziemlich vorhersehbar. Was aber dem Lesevergnügen keinswegs hinderlich ist.
Vielmehr sind es die gut durchdachten Charaktere, allen voran natürlich Ben und Tess, die das Buch so fesselnd machen. Auch wird hier der Beruf des Polizisten für einen Roberts-Roman kaum romantisiert, was die ganze Story um einiges realistischer macht. Hervorzuheben ist auch, dass die Liebesgeschichte sich diesmal dem Krimi etwas unterordenen muss, und vor allem natürlich das Ende, oftmal ein Knackpunkt bei vielen Roberts-Büchern. Dieses ist zwar im Groben vorhersehbar, wartet aber mit einer ziemlichen Überraschung auf und ist, endlich, nicht völig übertrieben.
Zwar werden einige Leser von Nora Roberts mit diesem Buch nicht besonders viel anfangen können, vor allem wegen der in den Hintergrund getretenden Liebesgeschichte, aber mir persönlich gefällt es außerordentlich. Spannend, romantisch und mit einer guten Prise Humor. Was will man mehr?