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Verloren unter 100 Freunden: Wie wir in der digitalen Welt seelisch verkümmern [Gebundene Ausgabe]

Sherry Turkle , Joannis Stefanidis
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

19. März 2012
Google, Facebook, E-mail und Online-Games haben unser Leben fest im Griff. Wie wird unsere Zukunft aussehen?

Wir wollten sie als smarte „Diener“ unseres Alltags, nun sind sie unsere Herren. Sie sollten uns helfen, Zeit zu sparen, nun sind sie zu Zeitfressern sondergleichen geworden. Wir wollten sie programmieren, jetzt programmieren sie uns. Wenn insbesondere junge Leute hemmungslos in Blogs, Chats, Kontaktforen und Onlinewelten abtauchen, hat das einen tieferen Psychologischen Grund: Menschliche Beziehungen erscheinen zunehmend kompliziert und verletzend. Dafür bietet das Netz Kontakt ohne wahre Intimität, Gemeinschaft ohne Risiko, Nähe mit ausreichendem Sicherheitsabstand. Der moderne Mensch hat oft 100 Facebook-Friends, aber keinen einzigen echten Freund. Computer und Internet geben uns die Freiheit, überall zu arbeiten – in Wahrheit sind wir überall „gemeinsam einsam“.
Sherry Turkle zeigt, wie Technologien zunehmend die Funktionsweise unseres Geistes und unser Gefühlsleben beeinflussen. Sie führt uns mit aktuellen Studien und drastischen Fallbeispielen vor Augen, welche ernsten Konsequenzen die gedankenlose Hingabe an die digitalen Verführer hat. Aber sie verdammt die Cyberwelt keineswegs als Teufelszeug. Denn wir haben durchaus die Chance, ihre immer grenzenloseren Möglichkeiten verantwortungsvoll zu nutzen.


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Wird oft zusammen gekauft

Verloren unter 100 Freunden: Wie wir in der digitalen Welt seelisch verkümmern + Wer bin ich, wenn ich online bin...: und was macht mein Gehirn solange?  - Wie das Internet unser Denken verändert
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Produktinformation

Interview mit der Autorin: Jetzt reinlesen [168kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
  • Verlag: Riemann Verlag; Auflage: DEA (19. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570501388
  • ISBN-13: 978-3570501382
  • Originaltitel: Alone Together: Why We Expect More from Technology and Less from Each Other
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 71.431 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Man kann dieses jüngste Buch von Sherry Turkle durchaus als Summe ihrer langjährigen Beobachtung des Umgangs mit digitalen Objekten ansehen." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Niemand hat bis jetzt so leidenschaftlich und klug beschrieben, was wir uns antun, wenn wir die persönliche Interaktion von Angesicht zu Angesicht mit der technologisch vermittelten, sozialen Interaktion – SMS, E-Mail, Twitter, Facebook – ersetzen. Mit durchdringender Scharfsinnigkeit und Sinn für Humor betrachtet Turkle die Frontlinien der sozialen digitalen Veränderung.“ (TIME, 24. Januar 2011)

"Das wirklich lesenswerte Buch von Sherry Turkle mahnt eindeutig die Rückkehr zu echter menschlicher Nähe an." (Stuttgarter Zeitung)

"Sherry Turkle spricht eine deutliche Warnung aus, aber vermittelt auch Hoffnung. Denn immer mehr Menschen wachen aus ihrer digitalen Trance auf." (Top Magazin)

„[Sherry Turkle] fasst ihre neue Sicht der Dinge mit typischer Sprachgewandtheit zusammen….faszinierend, lesenswert.“ (New York Times, 21. Januar 2011)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Sherry Turkle ist ausgebildete klinische Psychologin, Gründerin und Direktorin der "MIT Initiative on Technology and Self". Sie ist Autorin der Bücher „The Second Self“ und „Life on the Screen“ („Leben im Netz“).

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Kundenrezensionen

3.8 von 5 Sternen
3.8 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Warnung vor Facebook und Co. 3. April 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Die ausgebildete Psychologin und Soziologin Sherry Turkle hat die Wechselwirkung von Mensch und digitaler Technik zu einem der Schwerpunkte ihrer Arbeit gemacht.

In einer Zeit, in der die öffentliche Diskussion um Nutzen und Gefahren gerade der sozialen Netzwerken durchaus keine 'Eintagsfliegen' der Überlegungen darstellen, in der sich Personalverantwortliche gerne einmal bei Facebook informieren über Bewerber, in der 'Cyber-Mobbing' als ganz neue Gefahrenquelle auftauchen. Einer Zeit aber auch, in der 'Transparenz' als Wert auch politisch an Bedeutung zunimmt, in der ganze Revolutionen durch die Kommunikation über das Web an Fahrt aufnahmen und sich 'vernetzten. In der es Menschen sich aber auch scheinbar einfach machen, dem 'Alleinsein' ohne echte und fühlbare Gemeinschaft zu begegnen.

Turkles Haltung den Grundlagen dieser Entwicklungen gegenüber, der 'ganz normalen' Nutzung der social media, ist allerdings von Beginn der Lektüre an kein Geheimnis.
'Wie wir in der digitalen Welt seelisch verkümmern', lautet der Untertitel. Und das Plato-Zitat, welches dem Buch vorangestellt wird, spricht eine ebenso beredte Sprache.
'Freilich scheint alles zu bezaubern, was täuscht'.

Umfassende, fundiert, mit einer Vielzahl an Beispielen angereichert und durchaus sachlich im Ton weist Turkle auf gut 500 Seiten tatsächlich nachvollziehbar, zumindest aber ernst zu nehmen, nach, dass die 'Täuschung' von sozialen Kontakten und echter Nähe den Nutzer des Net mehr und mehr, so gut wie unmerklich, 'seelisch entleert'.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ist es wirklich schon so spät? 31. Dezember 2012
Von Dr. Christian Donninger TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
"Am Beginn meiner Berufslaufbahn am MIT stritt ich mit Joseph Weizenbaum darüber, ob ein Computer ein adäquater Gesprächspartner sein könne. Dreißig Jahre später diskutiere ich mit Leuten, die behaupten, meine Tochter könne einen Computer heiraten wollen".
Unter normalen Leuten würde eine Mutter das Gegenüber für so eine Behauptung abwatschen. Turkle lebt aber nicht unter normalen Menschen sondern in der nach ihren Worten sehr technoaffinen Welt des M.I.T. Nach meinen Erfahrungen ist "technoaffin" eine glatte Untertreibung. Das M.I.T. ist eine Kultstätte der technologischen Ersatzreligion. Die M.I.T.ler fühlen sich als ihre Hohe Priester. Ich habe dieses Thema im Gespräch mit einem befreundeten M.I.T. Mitarbeiter angeschnitten. Ich hatte erwartet, dass er mich gar nicht versteht. Er war im Gegenteil glücklich, mit jemanden darüber reden zu können. Er ist ein traditionell religiöser Mensch und empfand die M.I.T. Kultur als Götzendienst.
Dieses Buch könnte man auch als die intellektuellen Watschen einer empörten und besorgten Mutter interpretieren.
Im ersten Teil des Buches behandelt Turkle die Heilserwartung an soziale Roboter. Der zweite Teil dreht sich um Smartphones, SMS, Facebook und Twitter.
Turkle nimmt die technologische Seite der Ankündigungen der Roboterleute für bare Münze. Sie hat primär (aber nicht ausschließlich) mit Kindern zahlreiche Feldstudien über den Umgang mit sozialen Robotern gemacht. Vor allem vernachlässigte und verunsicherte Kinder fahren auf die Roboter nach ihren Schilderungen voll ab. Das sagt aber - in ihrer Interpretation - mehr über die Verwahrlosung der Kinder bzw.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Man kann sich das gar nicht vorstellen! 22. September 2012
Von Gungi
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Unsere 10-jährige Tochter surft im Internet, telefoniert mit dem Handy und beginnt zu chatten. Was Sherry Turckle hier aus ihrer Praxis auch mit Jugendlichen und Studenten in den Staaten beschreibt, ist unvorstellbar und es graust mich, wenn - wie üblich - die amerikanischen Verhältnisse jeweils mit "Time-Lag" auch in Europa ankommen: Eine jugendliche Schülerin macht im Verlauf eines 1-stündigen Gesprächs mit der Autorin ihr Smart-Phone aus und danach quellen 100te an SMS aus dem Gerät!....
Ein sehr gutes - manchmal etwas langatmig geschriebenes - Buch, welches uns die Augen öffnet, was noch auf uns IT-mäßig wartet. Jedoch - für eine amerikanische Autorin - mit angenehmen Realismus und Fokus auf das naheliegende: Wenn wir uns nicht den Maschinen ausliefern wollen, müssen wir (auch) zur persönlichen Kommunikation (Gespräch von Auge zu Auge!) (zurück-)kommen. Eindeutig zur Lektüre empfohlen!
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4.0 von 5 Sternen Schwere Kost 4. April 2014
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Nachdenkliche Darstellung und etwas schwer verdaulich. Interessant für Eltern allemal, deren Kinder nur noch gebeugt über irgend ein Handgerät hocken und kaum ansprechbar sind.
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9 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Titel führt in die Irre 19. Juli 2012
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Leider erfüllte das Buch nicht meine Erwartungen. Ich bin angesichts des Titels von einer Auseinandersetzung der Autorin mit Auswirkungen des Internets, Sozialen Netzwerken und dem Paradox der zunehmenden Vereinzelung von Teilen unserer Gesellschaft, die sich besonders ausgiebig mit dem Internet beschäftigen, ausgegangen. Ich hätte einen Ratgeber gebraucht, um Verständnis für ein Familienmitglied aufzubringen, das leicht in Scheinwelten des Internets abdriftet und sich damit vieles an realen Kontakten verbaut. Aber auch Abhilfevorschläge dachte ich in einem Buch dieses Titels zu finden. Weit gefehlt: Das Werk vermutlich eine amerikanische Diplomarbeit oder ähnliches beschäftigt sich fast ausschließlich mit künstlichem Leben und dessen Einfluss auf ältere wie ganz junge Menschen. Am Beispiel Tamagotchi und vieler seiner genau beschriebenen Nachfolger wird mit vielen Querverweisen und Zitaten, sehr wissenschaftlich, über die Wechselwirkungen referiert. Nach ca. der Hälfte des Buches habe ich aufgegeben, weil es mir viel zu trocken war und Spielsucht, Facebook etc. noch nicht einmal vorgekommen waren.

Vermutlich ist das Buch wissenschaftlich gut recherchiert, aber leider suggeriert(zumindest mir) der Titel einen anderen Inhalt.
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