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Produktinformation
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Die Story:
Privatdetektiv Pepe Carvalho erhält zwei Aufträge. Im Auftrag eines reichen Unternehmers soll er herausfinden, was dessen Tochter nachts in Barcelona in der Halbwelt des Drogenkonsums so treibt. Im Auftrag einer hübschen Ausländerin und dessen französischen Begleiter soll er einen jungen Griechen aufspüren, der sich in Barcelona aufhält um Geschäfte im Zusammenhang mit der bevortshenden Olympiade abzuschließen. Wir begleiten den Privatdetektiv bei seinen nächtlichen Streifzügen (Ermittlungen) rund um die Ramblas und auch im Poble Nous, einem ursprünglichen Arbeiter- und Industrieviertel Barcelonas, dessen Ursprünglichkeit zunehmend durch den künstlichen Glanz der olympischen Vorbereitung zum Opfer fällt; es soll dem Olympischen Dorf (der heutigen villa olimpica) weichen. Am Schluß gelingt es Pepe Carvalho den Griechen am Ende einer Odyssee - gemeinsam mit seinen Auftraggebern - durch das nächtliche "Labyrinth" aufzuspüren. Die Beobachtung und Überwachung der Tochter des Unternehmers stellt er resigniert ein, weil er sich nicht zum Babysitter und somit zum "verlängerten" Arm der Bourgeoisie machen lassen will.
Fazit:
Ein sehr wehmütiger Rundgang durch das (ehemalige) Barcelona der Fischer und Arbeiter. Montalban scheint zu resümieren und zu bilanzieren, wobei natürlich seine Biographie eine gewichtige Rolle spielt. Er, Sozialist, Mitglied der Modernen Linken, muß mit ansehen, was tatsächlich aus den Träumen der "Nach-Franco-Ära" geworden ist. Dies verbittert. Resignation kommt auf. Zwar schildert Montalban den Streifzug seines alter-ego durch das klassische "Arbeiter-Barcelona" quasi kommentarlos, gleichwohl wird deutlich, daß er nahezu fassungslos vor dem steht, was aus der Zeit des politisch engagierten Untergrundes zur Franco-Ära heute geworden ist. Der bekannte Satz Montalbans: "Gegen Franco lebten wir besser" erfährt hier sein Pendant in prosaischer Gestalt per exellence. Alles in allem also ein spannender aber auch äußerst sozialkritischer Roman, der eine Auseinandersetzung lohnt. Er macht auch bereits wegen des wunderschönen Lokalkolorits Barcelonas riesigen Spaß. Wer diese Stadt mag, wird auch an diesem sicherlich - im positiven Sinn! - ungewöhnlichen Kriminalroman seinen Spaß haben. Auf jeden Fall handelt es sich um einen absolut literarischen Kriminalroman und um ein Leckerbissen für alle Pepe-Carvalho-Fans und Freunde des anspruchsvollen Kriminalromans jenseits von Leon, Mankell, Nesser und wie sie alle heißen.
Viel Spaß beim (nach) Lesen.
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