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Verlockung
 
 
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Verlockung [Gebundene Ausgabe]

János Székely , Ita Szent-Iványi
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 811 Seiten
  • Verlag: Schirmergraf; Auflage: 4., Aufl. (März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865550150
  • ISBN-13: 978-3865550156
  • Originaltitel: Kisértés
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,6 x 5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 303.102 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

János Székely, Exil-Ungar, begehrter Drehbuchautor in Hollywood, wo er mit Ernst Lubitsch und Marlene Dietrich Triumphe feierte und 1940 den Oscar gewann, hinterließ einen einzigen großen Roman. Die Geschichte des Bauernjungen Béla, der als Liftboy in einem Budapester Luxushotel eine vom nahen Untergang gezeichnete Welt kennenlernt, ist ein ebenso düsteres wie schillerndes Tableau des Ungarn der Zwischenkriegszeit.

Pressestimmen:
"Der ungarische Drehbuchautor ... hat mit Verlockung einen wirklich großen Roman geschrieben, der alles vereint: erzählerische Kraft, Sozialgeschichte, Witz, Wut, Trauer, Liebe und Idealismus." Brigitte

"ein großartiger Roman" bücher

"eine wunderbare, rasant geschriebene Abenteuergeschichte" InStyle

"ein ebenso lebendiges wie lebenskluges Buch" SonntagsZeitung

"Ein schillernder Roman aus der Zeit zwischen den Kriegen. Hinreißend schön!" Dresdner Morgenpost

"János Székely erzählt in seinem packenden Roman - 1959 erstmals auf Deutsch erschienen und nun wieder aufgelegt - nicht nur die herzerweichende Geschichte eines einsamen, ungeliebten, doch selbstbewussten und wissbegierigen kleinen Helden. Er gibt auch Eindrücke von den Grauen des Horthy-Regimes, weckt Verständnis für jene Lebensbedingungen, die der Humus für Sozialismus und Kommunismus waren, und macht deutlich, wie sogar Menschen, die strengste Armut diszipliniert hat, in Dekadenz verfallen, sobald sie Geld, Champagner und erotische Leidenschaft dazu verführen. Ein zum Lesen und Weiterdenken hinreißendes Buch!" Salzburger Nachrichten

„Ein großes Buch…ein herrlicher Abenteuerroman aus dem Ungarn der zwanziger/dreißiger Jahre, eine Lektüre, in der man vollkommen versinkt… Die verschiedenen Schichten der ungarischen Gesellschaft bilden hier ein meisterhaftes Fresko. Alle fundamentalen Fragen werden aufgeworfen: Armut, Reichtum, Hunger, Kälte, Freundschaft, Liebe, Sex. Es ist ein Buch voller Lebenswut…“ Magazine Littéraire

Klappentext

Ein ungarischer Dickens des 20. Jahrhunderts

János Székely, Exil-Ungar, begehrter Drehbuchautor in Hollywood, wo er mit Ernst Lubitsch und Marlene Dietrich Triumphe feierte und 1940 den Oscar gewann, hinterließ einen einzigen großen Roman. Die Geschichte des Bauernjungen Béla, der als Liftboy in einem Budapester Luxushotel eine vom nahen Untergang gezeichnete Welt kennenlernt, ist ein ebenso düsteres wie schillerndes Tableau des Ungarn der Zwischenkriegszeit.


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Eine sehr bemerkenswerte Neuentdeckung, die ja gottlob und vollkommen zurecht auf viele interessierte Leser(innen) gestoßen ist. Szekely erzählt von der ersten Seite an kraftvoll, beeindruckend und sehr farbig, so dass der Leser vom ersten Augenblick an in die Geschichte hineingesogen wird!
Der Roman handelt vom unehelich geborenen Bauernjungen Bela, der in äusserst bedrückenden und ärmlichen Verhältnissen aufwächst, bar jeder Liebe, Bildung und Fürsorge.
Mit vierzehn entflieht er der Enge und Armut der Provinz, um in Budapest sein Glück zu versuchen. Er findet Arbeit als Liftboy in einem Grandhotel und lernt erstmals die andere Seite des Lebens kennen, die jedoch bei allem Glanz doppelbödig und gefährlich für ihn wird...
Von einigen Längen im Mittelteil abgesehen, ist dieses Buch wirklich ein Schatz: Szekely stellt nicht nur die sehr gegensätzlichen Millieus beeindruckend dar, er erzählt auch einen Entwicklungsroman und vermittelt dem Leser dabei die Erkenntnis, dass Würde unabhängig ist von der Klasse, in die man hineingeboren wurde! Zudem ist es ein Buch über die großen Themen: Liebe, Hoffnung, Angst und Tod. Und er entwirft ein sehr kraftvoll beschriebenes Panorama der Jahre zwischen erstem und zweitem Weltkrieg! Ein lohnenswertes Leseerlebnis!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
In Armut 3. Mai 2007
Von marielan TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Béla, unehelich geboren, wächst bei einer Ziehmutter auf, wo er denkbar schlecht behandelt wird, weil seine Mutter das Unterbringungsgeld nicht beschaffen kann. Als Jugendlicher zieht er zur Mutter nach Budapest und lebt mit ihr in bitterster Armut, immer an der Grenze zum Verhungern, bis er Page in einem vornehmen Hotel wird. Dort spürt er die krasse Diskrepanz zwischen schwelgerischem Reichtum der Gäste und der eigenen Situation und wird in die politischen Machenschaften zwischen Faschisten und Kommunisten gezogen. Eine kurze Zeitlang scheint es ihm und der Mutter besser zu gehen, als der seit seiner Geburt verschollene Vater wieder auftaucht.

Ganz gleich, mit welchen Attributen man das Buch belegt, wahrhaftig, aufwühlend, lebendig, ..., man muss in Superlativen sprechen. Auf der einen Seite ist es ein gewaltiges Epos in einem durchgehend langsamen Erzähltempo, auf der andere Seite die ehrliche ungeschminkte Schilderung eines Erwachsenwerdens, das uns heute unter diesen Umständen kaum vorstellbar ist.

Trotzdem ist die Sprache leicht und eingängig zu lesen; man merkt, dass der Autor viele Jahre an diesem Buch gearbeitet hat: Jeder Satz sitzt, und es gibt trotz der über 800 Seiten keinen langweiligen Abschnitt. Von Szekelys Erfahrungen als Drehbuchautor profitiert auch der Roman, die Dialoge wirken echt, die einzelnen Szenen kann man sich bildhaft vorstellen.

Das einzige bedauerliche: Dass der Autor durch seinen frühen Tod die geplante Fortsetzung nicht mehr schreiben konnte.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Janos Székely wurde 1901 in Budapest geboren. Mit 18 Jahren begann er als Drehbuchschreiber in Berlin. Er hat mit so berühmten Leuten wie Ernst Lubitsch, Emil Jannings und Marlene Dietrich gearbeitet und 1940 für eines seiner Drehbücher einen Oscar erhalten. Er hat einen einzigen Roman geschrieben „Verlockung", der 1946 in den USA erschienen ist.

Dieser Roman spielt zwischen den beiden Weltkriegen in Ungarn. Die Geschichte hat ihren Ursprung im bäuerlichen Milieu. Dort wird von einem sehr jungen Mädchen erzählt die der Bauernjunge Béla ein uneheliches Kind geboren hat, den späteren Bauernjungen Béla. Da die jungen Mädchen ihren Lebensunterhalt als Dienstmädchen verdienen mussten, wurden diese Kinder einer Frau im Dorf übergeben, die sie aufzog. Diese Frau ging bei ihrer Tätigkeit mit den Kindern ungeheuer lieblos um. Mit einer genialen erzählerischen Kraft führt uns der Autor in das erdrückende, erschütternde Milieu dieser Kleinkindzeit. Es war nur wenig Geld da und so liefen die Kinder in Lumpen, hatten kein Schuhwerk und kaum etwas zu essen. Sie litten Hunger nicht nur an Leib sondern auch an Herz und Psyche.

Eines Tages trifft ein Lehrer den Jungen Béla und überredet ihn zur Schule zu gehen, damit aus dem dummen Bauernjungen ein halbwegs gescheites Kind wird.

Später kommt Béla dann nach Budapest, dort wo seine Mutter zwischenzeitlich als Wäscherin arbeitet. Der Vater, geschildert als eine ausnehmend großartige Figur, taucht hier wieder auf. Alle Drei leben nun zusammen. Sie sind bettelarm, bis Béla eines Tages,eine Stelle als Liftboy in einem Grand Hotel findet.

Er lebt von den Trinkgeldern die er bekommt. In dem Hotel wohnt unter anderen eine sehr reiche Frau, ihre „Exzellenz" genannt, deren Hund Béla täglich ausführen muss. Und dieser Hund bekommt so leckeres Futter, dass Béla es mit ihm teilt. Es tut der Freundschaft zwischen Béla und dem Tier keinen Abbruch. Das bisschen Essen das er im Hotel bekommt, bringt er seiner Mutter nach Hause.

Und ihre „Exzellenz" bestellt sich den hübschen Liftboy, auch das eine und andere Mal, für ein Liebesabenteuer aufs Zimmer.

Jetzt werden diese Gegensätze erst richtig augenfällig. Da treffen diese beiden so unterschiedlichen Welten aufeinander. Auf der einen Seite die dekadenten Menschen, die dem Luxus, Champagner und der Erotik verfallen sind und auf der anderen Seite Bélas Familie, die die bittere Armut zu Hause mit Disziplin erträgt. Völlig am Ende ihrer Kräfte und abgearbeitet stirbt die Mutter mit 34 Jahren. Der Vater ist mittlerweile verschwunden und Béla beschließt Ungarn zu verlassen, um Schriftsteller zu werden. Als blinder Passagier fährt er zunächst auf einem Schiff nach Wien und dann in eine glücklichere, bessere Zukunft.

Der Titel „Verlockung" hat sicher auch etwas mit der Liebesgeschichte im Hotel zu tun, aber er meint auch etwas Politisches. In der Zeit zwischen den beiden großen Kriegen, in der Zeit des brutalen Horthy-Regimes kommen nicht nur die Rechten aus den Löchern, sondern es entsteht der Nährboden für Sozialismus und Kommunismus. Der Autor vermittelt das Verständnis dafür, dass es bei diesen Lebensbedingungen für viele Menschen nur zwei Möglichkeiten im Leben geben kann, entweder man schließt sich der Revolution an oder man wird Kleinkrimineller.

Der Roman ist sehr stark autobiographisch, und schildert ein persönliches Lebensschicksal, er ist auch eine Entwicklungsgeschichte. Es ist zugleich auch ein historischer Roman. Ein großartiges Buch, eine phantastische Geschichte, so gründlich, so bedrückend und so eindrucksvoll.
Das Buch arbeitet ausgesprochen atmosphärisch auf ganz verschiedenen Reflexionsebenen. Ich finde, es ist rasant geschrieben, unglaublich gut geschrieben.

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