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Kundenrezensionen

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Ein amerikanischer Klassiker wird wieder entdeckt. Richard Yates wurde 1926 geboren, starb 1992 ziemlich in Vergessenheit geraten, in Elend, arm und unerkannt von den Lesern. Er hat 1961 seinen ersten Roman veröffentlicht "Zeiten des Aufruhrs", ein Meisterwerk, was auch sofort erkannt wurde. Dann schrieb er noch weitere sechs Romane, die ebenfalls auch alle auf ihre Art großartig sind, aber sein Pech war so zu sagen, dass gleich das erste Buch das Meisterwerk war. In der großen Öffentlichkeit ist Richard Yates nie richtig durchgedrungen, hingegen hatte er bei anderen Autoren einen großen Ruf. Viele andere Schriftsteller erinnerten sich, dass Yates es gewesen war, der sie einst darüber aufgeklärt hatte, dass "der amerikanische Traum" nicht stimmt, weil die Menschen in Wirklichkeit eher sehr einsam sind. Die Kritik fand ihn auch gut, aber wie gesagt, das Publikum war zu seinen Lebzeiten sehr zögerlich.

Richard Yates ist ein großartiger Erzähler und so ist dieser fesselnde, psychologisch raffinierte, prägnant verdichtete Erzählband entstanden, in dem er gekonnt Männer und Frauen skizziert, die letztlich an falschen Lebensentwürfen zerbrechen. Das ist sehr nüchtern, ohne großes Pathos, der Ball ist sehr flach gehalten, aber umso eindrücklicher, gerade weil er nicht so auf die "Pauke haut". Die Figuren sind nicht vielschichtig, es sind banale Menschen, es sind Typen, die erst dann interessant werden, wenn man sie im ganzen Arsenal, in der ganzen Seele begreift. Es ist leicht geschrieben und leicht zu lesen, natürlich auch sehr konventionell geschrieben. Das Negativmuster geht überall durch. Der Autor ist sprachlich ganz nüchtern, aber mit großer Anteilnahme für seine Figuren.
Ich muss sagen, dass ich diesen Autor überhaupt für die größte Entdeckung der letzten Jahre halte. Er ist für mich schlechthin der Flaubert Amerikas, mit nur einem kleinen Unterschied, er ist noch spannender. Ein ganz, ganz großer Autor, ein Meister der klaren Worte und der bewusst ständigen Vermeidung von Redundanz. Und er hat keine Zeile zu viel geschrieben.

Es ist ein Buch welches mich unglaublich beeindruckt hat. Ich empfehle es mit Nachdruck und Leidenschaft.
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am 21. Oktober 2007
Wie schön ist es, dass der 1992 verstorbene Richard Yates nun auch hierzulande kein Unbekannter mehr ist. Nach "Zeiten des Aufruhrs" (2002) liegt nun bereits der vierte Yates-Band vor, und auch die Kurgeschichten in "Verliebte Lügner" können es mit dem Vorgegangenen aufnehmen. Gnadenlos demontiert Yates den amerikanischen Traum vom Glück für alle. Yates' Figuren scheitern mal an sozialen Umständen, mal an ihren eigenen Illusionen - und dennoch haben diese Erzählungen nichts Kitschiges, nicht Sentimentales an sich. Manchmal möchte man diesen unglückseligen Figuren beispringen, sie auf ihrer abschüssigen Bahn aufhalten. Nützen würde auch dies nichts, denn die Realität, die Yates wie kein Zweiter zu beschreiben versteht, ist stärker.
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am 28. September 2009
Ich mag eigentlich keine Kurzgeschichten - denn auch hier wieder: entweder die Geschichte war zu schnell vorbei und man hätte gerne mehr Zeit mit den Protagonisten verbracht oder aber sie erschienen irgendwie bedeutungslos. Trotzdem waren tolle Konstellationen und Charaktäre dabei. Mir bleibt z.B. der enttäuschte Familienvater der von seiner Tochter nicht mehr geliebt wird, der Soldat mit der Prostituierten und der pseudo-Fitzgerald in Erinnerung.
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am 29. November 2011
Auch hier ist der Autor nicht sehr experimentierfreudig und bleibt seinem Stil treu das zu schildern womit er sich auskennt.
In einer unaufgeregten Sprache mit nicht zu viel Sympathie für seine Figuren.
Wir nehmen teil daran wie die unterschiedlichsten Menschen mit ihrem Schicksal "zurecht" kommen. Nachdem wir sie eine zeitlang beobachtet haben wendet sich der Autor der nächsten Story zu. Die tragischsten Gestalten sind die Sinnsucher mit der Brechstange, ihnen möchte man zurufen:"Hallo Kumpel nimm dich selbst nicht zu ernst"!
Einige der Kurzgeschichten sind als Skizzen zu seinen Romanen anzusehen.
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am 19. August 2009
das buch "verliebte lügner" ist das zweite buch voller short storys von richard yates. man könnte denken, dass es irgendwann langweilig wird, doch das ist auf keinen fall so. richard yates schafft es wieder auf eine liebenswürdige weise das tragische schicksal vieler personen zu erzählen und den leser so gut in die geschichten hineinzuziehen, dass man sich noch lange nach dem lesen immer wieder an bestimmte stellen erinnert. immer wieder macht es spaß die geschichte noch einmal zu lesen und sie auf sich wirken zu lassen.
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am 21. November 2007
Ich hoffe mal, dass DVA daran fest hält, die Yates-Romane nach und nach in Deutschland unters Volk zu bringen. Nach "Zeiten des Aufruhrs" und "Easter Parade" lese ich endlich mal die Short Stories dieses Autor... WIRKLICH ganz toll... traurig... tragisch und keinen Moment kitschig! Die erste hat mir weniger gefallen, alle anderen: 1A. Schade, dass Yates noch nicht den Bekannheitsgrad hat (hierzulande), den er wirklich verdient.
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am 29. November 2007
Ich mag Kurzgeschichten an sich nicht sehr gerne. Habe sie noch nie richtig gerne gemocht. Kaum fangen sie an, hören sie auch schon wieder auf. Das lohnt doch gar nicht, das ist meine Einstellung seit Schulzeiten. Zeit, dies zu revidieren?

Hier haben wir gleich sieben Kurzgeschichten, die die Liebe zum Hauptthema haben. Die unterschiedlichen Geschichten habe ich mit gemischten Gefühlen gelesen. War die eine Hälfte der Stories interessant bis unterhaltsam, empfand ich den Rest für mich von uninteressant bis schlichtweg belanglos. Eine wirkliche Spannung kam allerdings bei keiner der Geschichten bei mir auf. Mag daran liegen, dass vieles nur zu sehr angerissen wurde und viel mehr Raum verdient hätte oder weil manche Story einfach an sich schon nicht viel hergab und auch keinen Höhepunkt entwickelte.
Was mich allerdings sehr fasziniert hat, war die Präzision und aussergewöhnlichen Intensität und Gewähltheit der Sprache. Ich war begeistert. Leider gibt der Autor sich und den Geschichten nicht mehr Platz um sich mehr zu entfalten, ich hätte noch stundenlang weiterlesen können und mögen.

Was mir von dem Buch bleibt, ist die Gewissheit, dass ich mich für Kurzgeschichten noch immer nicht faszinieren kann. Entweder zu belanglos oder zu kurz. Richard Yates als Romanautoren werde ich aber auf jeden Fall im Auge behalten.
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am 8. Februar 2008
"Verliebte Lügner" ist die zweite Sammlung von Short Stories von Richard Yates aus dem Jahr 1981. Die Geschichten spielen jedoch nicht in der Gegenwart, sondern zwischen den dreissiger und sechziger Jahren. Mit der zeitlichen Distanz wirken die Stories auch sehr nostalgisch, weil die Personen sich in einem Umfeld bewegen, das aus heutiger teilweise sehr fremd wirkt. Stilistisch ist Richard Yates sicher ein grosser Könner, aber die die neue Kurzgeschichtensammlung fand ich, im Gegensatz zu den beiden auf deutsch veröffentlichen Romanen, über weite Strecken ziemlich langweilig. Im Zentrum stehen meist einsame Charaktere, die sich ihr ganz eigenes kleines Glück schaffen, in ihren Tagträumen leben oder ganz einfach an der Realität scheitern.
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