Dempsey spielt Tom, einen Neureichen, der sein Vermögen durch die Erfindung der vor Hitze schützenden Papphüllen für Coffee-to-go-Becher gemacht hat. Monaghan ist Hannah, eine Kunstrestauratorin in einem Museum. Beide sind beste Freunde, aber ist da nicht auch mehr? Zumindest der schneidige Tom bringt keine Gefühlsäußerung über die Lippen, obwohl er langsam mehr für Hannah (Monaghan) empfindet als freundschaftliche Nähe. Zu sehr ist er damit beschäftigt, seinen Selbstentwurf als Frauenschwarm aufrechtzuerhalten. Mit anderen Worten: Tom ist ein unsympathischer Schwerenöter, und doch zieht er Männer wie Frauen in seinen Bann.
Hannah hat sich zunächst in einen Schotten verliebt, der alles viel besser und im Übrigen charmanter kann als Tom (Kevin McKidd). Das katapultiert den geschassten besten Freund in die Rolle des Publikumslieblings, obwohl er eigentlich nicht mehr ist als ein Störenfried, der Liebe mit Wettkampf verwechselt und schließlich von seinen Freunden zum Altar krakeelt wird, um die heraufziehende Ehe seiner vermeintlichen Liebsten als Trauzeuge zu sabotieren.
In den USA wurde "Verliebt in die Braut" schwer gescholten. Das alles habe man schon zigmal im Kino sehen können, die Geschichte sei so fade wie uninspiriert und langweilig. Tatsächlich erinnert die romantische Komödie in ihrem harmlosen Humor und der Paarturbulenzen an "Die Hochzeit meines besten Freundes", als Julia Roberts und Dermot Mulroney noch zueinanderfinden durften. Aber: Gerade weil alles so schematisch und klischeehaft wirkt, passt nichts zusammen und ist deshalb so sehenswert, weil es - womöglich ungewollt - zum Nachdenken über Sinn und Unsinn des klassischen Liebesfilms anregt. Dempsey ist schließlich längst jenseits der 40 und verhält sich in seinem Vorgehen kindischer als so manche Highschool-Göre.
Die DVD gefällt auf Anhieb durch ihr liebevoll gestaltetes Menü und eine Reihe von Extras. Ein sinniger Audiokommentar, ein Making Of der netteren Sorte, ein Hochzeits-Special - man hat sich was einfallen lassen. Der 5.1-Ton bleibt dezent, ist aber sauber und klar. Und auch das Bild überzeugt, wenngleich mitunter etwas blass anmutend, durch gute Farb- und Kontrastwerte. Aber wer will bei so viel Romantik voller bunter Herzchen noch von Technik schwafeln?