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Dabei war das ganze Unternehmen nicht ohne Risiko. Eine Telenovela unterscheidet sich von einer Soap in erster Linie durch seine Überschaubarkeit. Mit anderen Worten: die Geschichten sind stärker auf eine einzelne Protagonistin zugeschnitten und während man bei einer Soap im Idealfall endlos schwadroniert und intrigiert, ist bei der Telenovela der Handlungsbogen von Anfang an auf eine Auflösung angelegt. In Deutschland bislang unbekanntes Terrain, hat Verliebt in Berlin aus dem Stand geradezu sensationell eingeschlagen. Stark am Vorbild der südamerikanischen La Fea Betty angelehnt, geht es auch in Verliebt in Berlin um eine moderne Aschenputtelgeschichte.
Der vergleichsweise wenig attraktiven Lisa Plenske (Alexandra Neldel) ist nach abgeschlossener Berufsausbildung zur Einzelhandelskauffrau das Leben in ihrer Heimat, dem ostdeutschen Provinzkaff Göberitz, schnell zu langweilig und beengt. Durchaus nachvollziehbar, nicht nur für das anvisierte Zielpublikum, will sie hinaus, in die große weite Welt. Berlin und die glamouröse Modewelt locken die graue Maus aus ihrem Bau. Natürlich, in diesen harten Zeiten ist auch für unsere Heldin aller Anfang schwer. Sie landet zwar tatsächlich bei einem Modeunternehmen, jedoch ganz unten, im Cateringbereich. Bereits an ihrem ersten Tag verliebt sie sich in ihren Chef, den charmanten, durchtriebenen und wankelmütigen David Seidel. In den insgesamt über 200 Folgen wird es darum gehen, ob Aschenputtel ihren Prinz einfangen wird, im Kern versteht sich.
Natürlich passiert darüberhinaus eine ganze Menge mehr. Wie bereits im Quotenhit Berlin, Berlin steht und fällt die Serie mit seiner Hauptdarstellerin und egal welches Verhältnis man zur Telenovela hat, Alexandra Neldel erweist sich als Volltreffer. Eingezwängt in einen Fat Suit, der ihren wohlgeformten Körper auf Durchschnittsmaße aufbläht, mit Biederbrille und Spießerfrisur verunstaltet, spielt sich die hübsche Darstellerin in die Herzen ihres Publikums. Es zählen eben die inneren Werte. Das ist, wie vieles andere in dieser clever konzipierten Serie, nicht unsympathisch und auch der kalkulierte Trashfaktor hält sich in Grenzen. Wenn man sich nach einem anstrengenden Arbeitstag für eine halbe Stunde berieseln lassen möchte gibt es kaum eine bessere Wahl. Der Erfolg zumindest gibt den Machern allemal Recht. An die 4 Millionen Zuschauer zappen sich täglich ins Märchenland. --Thomas Reuthebuch
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Gute Aufbereitung der Serie mit kleineren Schwächen beim Bild. Die Extras sind mau ausgefallen.
Bild: Das Bild präsentiert sich geringfügig besser als im Fernsehen. Die Schärfewerte sind angenehm, wobei Einzelheiten schön zu erkennen sind. Auch die Kanten sind sauber und ohne jeden Makel. Etwas schwach sind die Farben, die zwar natürlich aussehen, mitunter aber etwas zu kalt erscheinen. Darüber hinaus ist das Bild oftmals überbelichtet (Folge 1: 00:12:15). Kompression und Kontrast sind im oberen Bereich, Rauschen ist nur leicht vorhanden (Folge 1: 00:01:51).
Ton: Der Stereoton ist der Serie angemessen. Einen 5.1-Upmix erwartet hier wohl niemand - und braucht letzten Endes auch niemand. Die Dialoge sind klar verständlich, die Musik akzentuiert das Geschehen. Die Geräuschkulisse des Büros (etwa Telefone oder leichtes Tratschen) ist angenehm und fügt sich in das tonale Gesamtgeschehen ein.
Extras: Ein paar kurze Starporträts und ein minimaler Set-Visit machen den Kohl nicht fett. Bei einer Erfolgsserie erwartet man in Sachen Extras deutlich mehr. --movieman.de
VideoMarkt
Video.de
Blickpunkt: Film
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Die Sat.1-Telenovela "Verliebt in Berlin" erzählt in über 200 Folgen voller großer Emotionen die Geschichte der 22-jährigen Lisa Plenske. Folge für Folge vollzieht sich ihre innere Wandlung zu einem anderen, in jeder Hinsicht gewachsenen Menschen - ganz in der Tradition einer großen Telenovela!