Da ich ein großer Fan der Serie bin (war), ich die Serie aber nicht von Anfang an verfolgt habe, wollte ich in eben diesem Buch nachlesen wie alles begann.
Das Buch wird aus der Sicht Lisas erzählt was schon die ersten Probleme mit sich bringt. In der Serie erzählte Nebenhandlungen fallen unter den Tisch. Schließlich erzählt Lisa ja nicht aus der Perspektive eines auktorialen Erzählers, der einen Gesamtblick über das ganze Geschehen hat. Diesen Überblick hat der Zuseher aber vor der Fernseher und wird das im Buch sicherlich vermissen.
In der Serie hört man Lisas Gedanken und auch im Buch beschreibt sie so ihre Umwelt. Im Fernsehen wirkt das sehr lustig, wenn Lisa in Gedanken etwas kommentiert, aber diese Situationskomik geht im Buch verloren. An dieser Stelle hätten sich die Autoren darüber bewusst sein müssen, dass Film und Buch eben zwei Medien sind, die sich sehr grundlegend in ihrer Wirkung voneinander unterscheiden.
Zudem ist die Erzählstruktur des Buches sehr verwirrend. Zwar kann jeder dem Handlungsablauf folgen, aber es gibt keine Kapitel und einzelne Ereignisse werden wie in der Serie auch, einfach aneinandergereiht. Erzähltechnisch kommt so auch keine Spannung auf.
Wesentlich besser wäre es gewesen, man hätte das Buch in Tagebuchform geschrieben und dabei etwas Struktur in die Erzählung gebracht so wie das Helen Fielding in Bridget Jones gelöst hat.
Stattdessen hat man einfach die gedanklichen Kommentare von Lisa aus der Serie, die im Drehbuch stehen, aneinandergereiht, diese noch mit ein paar Sätzen miteinander verbunden und dann das entstandene Machwerk als Buch verkaufen zu können.
Fazit: Ein liebloses kommerzielles Machwerk von dem man die Finger lassen sollte. Die Serie auf DVD zu kaufen ist da immer noch besser.