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Tahar Ben Jelloun , Tahar BenJelloun , Christiane Kayser
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 264 Seiten
  • Verlag: Berlin Verlag; Auflage: 1., Aufl. (1. September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 382700652X
  • ISBN-13: 978-3827006523
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 13,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 546.163 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Tahar Ben Jelloun
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Tanger 1995. Tanger verlassen - das ist die Obsession in den Köpfen einer ganzen Generation. Bei schönem Wetter sieht man die spanische Küste in nur 14 km Entfernung. Sie sitzen in den Cafés, trinken Tee, rauchen Haschisch und träumen sich hinüber. Unter ihnen Azel, arbeitslos nach einem Jurastudium, ohne jede Aussicht auf einen Job. Sein Cousin Noureddine ist gerade mit zwanzig anderen ertrunken bei dem Versuch, in die "Festung Europa" hinüberzukommen. Seine schöne kleine Nachbarin Malikka stirbt vor der Erfüllung des Traums an Lungenentzündung. Er selbst glaubt jetzt einen sicheren Weg gefunden zu haben: Der spanische Galerist Miguel hat sich in ihn verliebt und verschafft ihm und seiner Schwester Kenza Visa für Spanien. Azel geht nach Barcelona. Aber die Hölle aus Armut, Korruption und Demütigung, die er in Marokko hinter sich lässt, ist nur das Spiegelbild der anderen Hölle, die ihn erwartet: die Einsamkeit, Prostitution und der Verlust seiner Würde in der Emigration. Der große Erzähler Ben Jelloun gibt dem massenhaften Exodus aus Nordafrika mit diesem Roman ein figuren- und facettenreiches Gesicht.

Der Verlag über das Buch

Azel, der junge Jurist, sitzt arbeitslos in den Cafés von Tanger und träumt sich nach Spanien hinüber. Seit ein paar Tagen hat er einen scheinbar sicheren Weg gefunden. Aber weiß er, dass ein Aufbruch heute oft heißt, nicht zurückkommen zu können?

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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen "Verlassen" - spannend und lehrreich zugleich, 8. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Verlassen (Gebundene Ausgabe)
Mit "Verlassen" ist Tahar Ben Jelloun ein weiteres Meisterwerk seiner Erzählkunst gelungen, das nahtlos an "Der letzte Freund" anknüpft.

Der Autor führt den Leser einmal mehr nach Marokko, wo der junge Azel davon träumt, nach dem sich von seiner Heimat in Sichtweite befindlichen Spanien auszuwandern, um der vermeintlichen Langeweile und dem vermeintlichen Elend des Lebens im Maghreb zu entfliehen. Wie einige andere Charaktere aus Azels Umwelt, deren Schicksale im Roman erzählt werden, muss Azel jedoch ernüchtert und schmerzlich feststellen, dass Europa keineswegs das erhoffte Dorado ist.

Tahar Ben Jelloun ist ein Werk gelungen, in dem er gewohnt fesselnd die gesellschaftspolitische Situation in Marokko einfließen lässt und diese kritisch beleuchtet und gleichzeitig auf spannende Weise das Scheitern verschiedener junger Menschen mit ihren eigenen, individuellen Erlebnissen schildert. Allein deshalb ist die im deutschen zweideutige Übersetzung des französischen Originaltitels "Partir" sehr geschickt gewählt.

Einen leichten Punktabzug verdient der Roman für die meines Erachtens phasenweisen Wiederholungen des gleichen Handlungsstrangs, was aber der Qualität des Buches keinen Abbruch tut.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ehrlich und faszinierend, 3. Juni 2008
Von 
Tobias Stephan "psycho-leipzig" (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Verlassen: Roman (Broschiert)
"Verlassen", so lautet der Titel dieses Buches von Tahar Ben Jelloun. Es erzählt die Geschichte meist junger Marokkaner, die sich nichts sehnlicher wünschen, als ihr Heimatland zu "verlassen" und sich in Spanien niederzulassen. Was nicht heißt, dass sie Marokko nicht lieben würden - doch die Lebensperspektive erscheint im Nachbarland besser. Im Zentrum des Romans steht Azz El Arab, kurz Azel, ein diplomierter junger Mann, der in seinem Land keine Arbeit findet, eine fatalistische Lebenseinstellung entwickelt und schließlich sogar das Angebot des reichen Spaniers Miguel annimmt, ihn nach Spanien zu begleiten. Dass die ihm versprochene "Arbeit" in Liebesdiensten für den alten Mann besteht, ist jedem klar - auch wenn es keiner wirklich ausspricht. Doch Azel gelingt es nicht, die Beziehung mit Miguel als normale "Arbeit" zu betrachten und sein Traum vom Glück im fremden Land zerbricht mehr und mehr.

Dem Autor gelingt eine eindrucksvolle, realistische und oft schockierende Darstellung des Lebens von Marokkanern im Heimatland und im Exil. Seine Figuren sind von beeindruckender Ambivalenz, niemand wird zum Sympathieträger oder zur Hassfigur. Einzig die Charakterzeichnung Miguels erscheint mir gegen Ende nicht mehr stimmig zu sein. Der Wohltäter, als der er in den letzten Kapiteln erscheint, ist er m.E. nicht. Dennoch eine empfehlenswerte Lektüre.
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