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Verlass die Stadt
 
 
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Verlass die Stadt [Gebundene Ausgabe]

Christina Maria Landerl
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 136 Seiten
  • Verlag: Schoeffling (8. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3895612553
  • ISBN-13: 978-3895612558
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,8 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 201.715 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Gudrun und Max waren ein Paar. Jetzt bekommt Max ein Kind mit Laura. Und Peter wünscht sich manchmal, es wäre alles noch wie früher. Ihre Heimat ist Wien, die Stadt der Tauben und Touristen, der überklimatisierten U-Bahnen, verwinkelten Gassen und vergessenen Bauwerke.

Auch Margot gehörte zu ihrem Kreis. Doch sie ist verschwunden, ohne ein Wort oder eine Erklärung; hat ihre geliebte Stadt verlassen, in der sie selbst nicht mehr vorkommt, ebenso wenig wie Ingeborg Bachmanns Malina. Einen trägen, klebrigen Sommer lang dreht das Leben sich ohne sie weiter - oder geht etwas zu Ende?

Wie mit dem Kameraauge folgt Christina Maria Landerl ihren Figuren, deren Wege sich immer wieder kreuzen und zu einem Beziehungsgeflecht verdichten, in dem die Ich-Erzählerin durch ihre Erinnerungen gleichzeitig an- und abwesend ist. VERLASS DIE STADT ist ein Buch über das Suchen und das Nicht-Finden und lässt gleichzeitig ein vielschichtiges Bild der Stadt Wien entstehen; ein Mosaik aus Farben, Gerüchen und Stimmungen.

Über den Autor

Christina Maria Landerl, geboren 1979 in Steyr/Oberösterreich, erhielt für ihre Prosa Preise und Stipendien. VERLASS DIE STADT ist ihre erste Buchveröffentlichung.

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Format:Gebundene Ausgabe
"Verlass die Stadt", gleich dem Song von Gustav (Musikprojekt von Eva Jantschitsch, Wien, nachzusehen auf youtube)nennt sich das erste Buch von Christina Maria Landerl. Die 32-jährige Steyrerin mit Wohnsitz in Berlin verdichtet darin vielfältige, musikalische (Falco, Bob Dylan, Georg Kreisler) und auch Lektüreerfahrungen.
Ein lose formiertes Grüppchen von jungen Leuten in Wien merkt zögernd, dass eine fehlt. Margot, mit Alkoholproblemen und einer im Werden befindlichen Diplomarbeit zu Ingeborg Bachmann, scheint wie die Protagonistin "Malina" aus einem der Werke von Bachmanns "Todesarten-Projekt" verschwunden zu sein. Nicht, dass sie wirklich jemandem abgeht, ist doch jeder Einzelne mit sich beschäftigt.
Viel wird Bus, Tram und U-Bahn gefahren, Straßen, auch solche, die man aus Malina kennt oder in denen Bachmann gelebt hat, bekannte Plätze, Donauinsel und AKH entstehen in knappen Skizzen lebendig auch vor dem Auge von nur flüchtigen Wien-Kennern. Landerls besondere Gabe ist das genaue Beobachten, auch von Nebensächlichkeiten, und das Komprimieren dieser Momente auf minimalistische Blitzpunkte. Trotzdem pflegt sie einen leicht lesbaren Stil, ist niemand verwirrt und man empfindet Vergnügen.
Es schadet nicht, wenn man "Malina" kennt (oder gerade jetzt noch einmal liest), um die zahlreichen Intertextualiäten so richtig auszukosten. Aber auch ein Nicht-Bachmann-Kenner wird dem Text einiges abgewinnen können. Liebes- und nicht mehr Liebesgeschichten rollen vorbei, Babybauch und Kellnerschürze, Klimaanlagen und festgepickte wegen der Sommerhitze blanke Oberschenkel, die man schmerzvoll vom Sitz reißt; Tauben, die es nicht mehr zu geben scheint und grantige, arrogante Wiener, die keinen in ihre Mitte lassen, machen das Szenario sinnlich, bunt, leicht und mit ironischen Bosheiten überbröselt. Punchkrapfen bei Aida, die Schrebergärten Auf der Schmelz, die 13 A, der Wind, die Neustiftgasse, das im weitläufigen altehrwürdigen Universitätsgebäude am Ring beheimatete Germanistik-Institut: Landerl baut ihre (Orts- und Stiegenhaus-)Kenntnisse als Studentin ebenso ein wie ihre Erfahrungen mit Randgruppen, die sie als Streetworkerin gesammelt hat. Die Kapitel sind wie Kameraeinstellungen klar strukturiert.
Dass Landerl beim Klagenfurter Literaturkurs 2011 Teilnehmerin war und auch schon mehrere Preise und Stipendien eingeheimst hat, ist erfreulich und sicher nur der Auftakt für Kommendes. Die 133 Seiten sind viel zu schnell vorbei, Wien wird verlassen oder eben nicht, es ist "sozusagen ein schrulliges Hobby von ihr [Margot] oder ein Fetisch, das hat schon etwas Religiöses oder Perverses". Auch wenn Wien oder das Leben in Wien eine Herausforderung scheint - dieses Büchlein wird seine Leser erquicken.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Echt lesenswert! 3. Oktober 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Drei lose befreundete junge Personen bemerken plötzlich, dass sie schon seit längerem von der vierten Person nichts mehr gehört haben. Verwirrt stellen sie fest, dass Margot ihre Wohnung weitervermietet hat und anscheinend spurlos verschwunden ist-soviel zum Inhalt.
Die ganze Geschichte spielt in Wien. Da ich selbst in Wien lebe, habe ich die detailreiche Beschreibung so mancher Vierteln, aber auch der unterschiedlichen persönlichen Konstellationen der handelnden Personen einfach nur genossen.
Wer "Gruber geht" von Doris Knecht mochte, dem wird auch dieses Buch sehr gut gefallen!
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