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Verlage ohne Verleger: Über die Zukunft der Bücher
 
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Verlage ohne Verleger: Über die Zukunft der Bücher [Taschenbuch]

Andre Schiffrin , Gerd Burger
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Wagenbach (1. Oktober 2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3803123879
  • ISBN-13: 978-3803123879
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 493.241 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

André Schiffrin
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Leute, kauft Andre Schiffrins Buch, sofern euch noch etwas an den Büchern und ihrer Zukunft liegt!" (Lothar Baier, Wochenzeitung)

Kurzbeschreibung

Warum hat sich das Verlagswesen in jüngster Zeit radikal verändert? In seiner Polemik beschreibt Andre Schiffrin die Gründe: Industrielle Rendite-Erwartungen. Unternehmensberater statt Lektoren. Pharaonische Manager-Gehälter. Zockermentalitäten.
Klaus Wagenbach springt in seinem Nachwort dem Kollegen bei: Wann werden die Spekulanten unser Gewerbe wieder verlassen? Warum hat sich das Verlagswesen in den letzten Jahren radikal verändert? In seiner Polemik (die gleichzeitig in neun Ländern erschien) beschreibt Schiffrin die Gründe.
Ausgehend von eigenen Erfahrungen im Pantheon Verlag und der Entwicklungen in den USA untersucht er die Ursachen für den Zerfall einer Welt, in der dem Verleger Geschmack und Risiko überlassen worden waren.Die Ursachen sind: keine Querfinanzierung mehr - jedes Buch und jede Abteilung muß profitabel sein. Industrielle Rendite-Erwartungen. Ersetzung der Lektorate durch Marketing-Fachleute. Das Ergebnis ist: Es erscheinen keine Bücher mehr mit einer Auflagenerwartung von weniger als 6.000 bis 10.000 Exemplaren. Das Neue aber - ob in der Politik, Literatur oder Wissenschaft - kommt auf leisen Sohlen und in kleinen Auflagen. Eine moderne Gesellschaft ohne neue Ideen? Ohne unabhängige Verlage entsteht keine Kultur.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Umwälzungen der Verlagsbranche, 21. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Verlage ohne Verleger: Über die Zukunft der Bücher (Taschenbuch)
André Schiffrin ist ein bekannter amerikanischer Verleger mit französichen Wurzeln. Er leitete längere Zeit den Pantheon Verlag, bis er nach dessen Verkauf mit Gönnern und Freunden seinen eigenen Verlag The New Press gründete. Er beschreibt eindrücklich welche Veränderungen sowohl bei Pantheon als auch bei anderen durch Mischkonzerne aufgekauften Verlagen durch das ausschliessliche Profitdenken eintraten. Nämlich dass die Qualität und Vielfalt der publizierten Bücher abnahm, der Gewinn der "Buchabteilungen" der Grosskonzerne hingegen trotz allen Outsourcing- und Effizienzsteigerungsmassnahmen nicht anstieg; von einmaligen Super-Jahren abgesehen. Schiffrin hält deshalb ein nachdenklich stimmendes Plädoyer diesen Tendenzen Einhalt zu gebieten, damit die Auswahl an Ideen und Alternativen, die wir dringend zum Ueberleben und zur Weiterentwicklung unserer Kultur brauchen, wachsen kann. So dass es auch wieder möglich wird antizyklisches Denken zu publizieren. Der deutsche Verleger dieser Ausgabe, Klaus Wagenbach, hat diesen wichtigen Titel um seine Einschätzung der deutschsprachigen Verlagswelt bereichert. Allen im Medienbereich Tätigen sei dieses anschaulich geschriebene und eindrückliche Büchlein als Pflichtlektüre ans Herz gelegt und allen, denen an der Meinungsvielfalt sowie der freien Meinungsäusserung gelegen ist, sei es ebenso ausdrücklich empfohlen!
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5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Dokument versunkener Ideologie, 25. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Verlage ohne Verleger: Über die Zukunft der Bücher (Taschenbuch)
Über die Zukunft der Bücher, so der Untertitel, erfahren wir in diesem Buch herzlich wenig. Der Autor schildert seinen Werdegang und eine Menge Anekdoten aus der Buchhandelsgeschichte. Soweit ganz interessant und durchaus lesenswert. Dann aber setzt ein larmoyanter Kulturpessimismus ein, der schwer zu ertragen ist. Früher war alles besser - das wußten wir bereits - und die Konzerne, der Markt, das Geld und überhaupt die Konservativen haben alles kaputt gemacht. Wer jetzt eifrig nickt, der ist mit diesem Buch bestens bedient. Wer Begründungen, Zusammenhänge und Hintergründe sucht, der wird nicht fündig.
Eine Aneinaderreihung vollkomen abstruser Argumentationen, Begründungen und Wahrnehmungen wird über zwei Drittel des Buches ausgebreitet: Verleger machen Bücher um Geld zu verdienen, nicht weil sie sie wichtig finden. Böse Kapitalisten! Große Konzerne wollen überhaupt nichts anderes als Rendite und von dieser immer und immer mehr. Die großen Konzerne machen aber keine Rendite, und das schon seit zehn Jahren. Und irgendwie wird es deshalb auch immer schlimmer.
Große Konzerne sind auch skrupellos und machen gar keine politischen Bücher mehr. Deshalb gibt es auch immer mehr schlechte Reformen in der Politik. Und die Politik rückt überhaupt immer mehr nach rechts, weil die großen Konzerne so viele "dezidiert rechte" politische Bücher machen. --??
Die großen Konzerne kaufen auch kleine Verlage auf und haben an die dann Renditeerwartungen, die gar nicht erfüllbar sind. (Warum hat eigentlich der ehrenwerte Kleinverleger seinen Verlag an den großen Konzern verkauft? Dazu kann ja niemand gezwungen werden!? Es sei denn, seine Renditeerwartungen haben sich nicht erfüllt...)
Nach Schiffrin sind der Wirtschaftsliberalismus und die Marktwirtschaft schuld an den vielen schlechten Büchern. Das Gewinnstreben des Marktes hat zu den großen Konzernen geführt. Und deshalb gibt es auch gar keinen freien Markt mehr. Denn die großen Konzerne sind ja fast Monopolisten. Und die - wir erinnern uns - machen alle keine Gewinne, mit den schlechten Büchern. Eigenartiges Monopol, irgendwie.
Schiffrin hat natürlich die Lösung für das Ganze: DER STAAT. Warum überrascht das jetzt nicht wirklich? 14 "sozialistische" Regierungen in Europa seien die beste Garantie dafür, dass man das mit Kulturförderung und so alles wieder in Ordnung bringt.
Schiffrin ist ein liebenswertes Exemplar dieser versunkenen Zeit, in der man LINKS-intellektuell war, in der Geist nur ohne Kommerz existierte, in der Menschen aus Überzeugung handelten und überhaupt alles menschlicher und so war. Hoffnungloser Romantiker. In Wahrheit spricht er von einer Zeit, in der betriebswirtschaftliche Dilletanten Verlage führen konnten und es hat irgendwie auch geklappt. Dass heute ein Verleger neben seiner Verantwortung für die intellektuelle Kultur so nebenbei auch noch Verantwortung für Arbeitsplätze und Mitarbeiter hat und sein Tun vor sich, den Banken und den Eigentümern rechtfertigen muss, das blendet er lieber aus. Wie die ganze Betriebswirtschaft. Nicht einmal Umsatzrentabilität und Gesamtkapitalrentabilität kann er unterscheiden.
Die Zukunft der Bücher? Sie ist rosig. Noch nie wurden mehr Bücher verlegt, gedruckt, verkauft. Noch nie war es leichter, billiger, schneller ein Buch zu drucken. Noch nie konnte man so kleine Auflagen kostengünstig produzieren. Noch nie war es einfacher so schnell so viele Menschen zu erreichen, Dank Internet. Lasst den Konzernen ihr lustiges Treiben. Sie drucken und verkaufen Dieter Bohlen. Ich empfehle (statt dem schlechten Büchlein von Schiffrin) das wunderbare Buch von Carlo Ginzburg über die Welt als Käse voller Würmer. Das sollten Sie sich schnell kaufen!
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