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Verisäkeet - New Drakkar Edition
 
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Verisäkeet - New Drakkar Edition

Moonsorrow Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (30. Mai 2008)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Drakkar (Sony Music)
  • ASIN: B0017HKZCS
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Karhhhunkynsi14:00Nur Album
Anhören  2. Haaska14:06Nur Album
Anhören  3. Pimeä14:08Nur Album
Anhören  4. Jotunheim15:54Nur Album
Anhören  5. Kaiku11:17Nur Album


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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
AUF NACH VALHALLA 25. Januar 2006
Format:Audio CD
Was für ein Album! Wie kann man nur ein solch atmosphärisches Meisterwerk schaffen?! Eigentlich nur aufgrund positiver Kritiken gekauft (ich habe vorher NICHT reingehört), muss ich sagen, dass sich dieses Album einen Platz in meinem Herzen gesichert hat.
Doch der Reihe nach.

"Verisäkeet", was zu deutsch wohl so viel wie "Blutverse" heisst, fällt rein von der Optik her nicht besonders auf; das Cover ist zu 95% in einem schlichten schwarz gehalten, und nur ein gelber Moonsorrow - Schriftzug sticht hervor.

Ganz anders dagegen der Inhalt des Albums; im Gegensatz zur schlichten Hülle ist die Musik auf dieser CD einfach nur unbeschreiblich intensiv und vor allem episch.
Der Opener "Karhunkynsi" wird durch Vogelgezwitscher und -gekrächze eingeleitet, bevor leise im Hintergrund eine immer lauter werdende Geige einsetzt.
Plötzlich bricht eine Gitarrenwand los und kurz darauf brüllt ein Chor los, so als wären sie geradewegs mitten in einem Angriff und würden sich durch eben jenes Gebrülle gegenseitig aufpeitschen. Immer weiter geht es mit Gesang, Gitarrenfront, lautem Bass und intensiven Drumming, welche immer wieder durch kurze akkustische Passagen aufgelockert werden.
Dadurch wird das mitreissende Gefühl, was beim Anhören entsteht, nur noch verstärkt. Am liebsten würde man einfach einen tiefen Schluck aus seinem Methorn nehmen (aus der Flasche gehts auch, der Autor dieser Zeilen hats ausprobiert ;-)), die (Plastik-) Axt ziehen und mitgröhlen - wenn ide Texte nur nicht auf finnisch wären! Macht nix, dadurch gibts wenigstens einen kleinen Exoten - Bonus. Nach ca. 10 Minuten regiert das hemmungslose Schlachten-Geknüppele, spätestens jetzt wirft man Methorn (oder Flasche) beiseite und versucht, die Inneneinrichtung in einem Berserkerartigen Rausch zu zerlegen!
Dann endet das Lied mit einem Windrauschen, bevor es ohne irgendeine musikalische Lücke perfekt in den zweiten Track übergeht, in welchem anfangs Kampfgeräusche zu hören sind, welche von einer Akkustik - Klampfe begleitet werden.
Da, ein Schrei!! Und weiter geht es mit den epischen Gitarrenmelodien und dem stampfenden Drums. Auch dieser Titel strotzt nur so von Chören, ruhigen Parts, schönen Geigen-/Keyboardmelodien und ein dieses mal etwas langsameren Fellgedresche, bevor er immer leiser wird und mit "Pimeä" der dritte, wie die Vorgänger 14 Minuten lange, Song an der Reihe ist. Dieser bietet die gleichen Elemente wie seine beiden Vorgänger und setzt sie ebenso gut um wie diese, weshalb es müßig ist, weitere Worte dahin zu sabbern, wenn ich die Genialität der Lieder eh nicht richtig beschreiben kann.
"Jotunheim", sage und schreibe 20 Minuten lang, besticht durch sein ruhiges Intro, bevor es dieses mal etwas langsamer mit den Gitarren und Drums als gewohnt zugeht. Kein Wunder, schließlcih haben hier die Chöre eine noch dominantere Rolle eingenommen als zuvor auf dieser Scheibe.
Aber auch dieses Lied muss mal enden, und der ultimative Album - Rauswurf erfolgt durch "Kaiku", auf welchem Mundharmonikas, Flöten, sonstwas zu hören sind, während im Hintergrund das Lagerfeuer knistert. Dazu singt noch mal ein Männerchor, und der geneigte Hörer wird regelrecht dazu gezwungen, das weggeworfene Horn wieder aufzuheben, neu zu füllen und den gewonnenen Kampf gegen sein Zimmer zu besingen.

Fazit: Meisterwerk. Punkt.

Anspieltipps: Alle. Nochmal Punkt.

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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Outstanding Masterpiece 11. Januar 2007
Von Ewök
Format:Audio CD
Vogelgezwitscher. Ein Lagerfeuer knistert im Hintergrund. Irgendwo erklingt leise eine Flöte. Die Blätter der Bäume über dir rauschen. Steckt nicht ein Waldkind ind jedem von uns? Genau diesen Nerv treffen Moonsorrow mit ihrem Album "Verisäkeet", denn alle Lieder dieser Scheibe orientieren sich an diesen Elementen. Doch keine Angst, "true pagan waldgeknister" a la Vinterikket ist das nicht, sondern vielmehr eine perfekte Komposition aus eingängien Melodien, tiefen Männergesang, innbrünstigem Kreischen und allerlei seltsamen instrumenten wie Maultrommel, Geige oder Akkordeon - ohne jedoch in Neofölkisches Mittelaltergedudel abzudriften, dazu ist die scheibe insgesammt viel zu tiefgehend. Dieses Meisterwerk möchte dem geneigten "Versteher" nur eines vermitteln: Stille. Tiefe, unendliche Stille eines finnischen Waldes, Stille wie sie in Deutschland oder sonst auf der Welt nirgends mehr zu finden ist - progressiv dazu wird durch jedes Lied aus absoluter Stille ein Epos nach dem Anderen geschaffen. Verisäkeet sind genau das, was der Name sagt: "Blutverse". Kein einfacher Text, kein verständlicher Text sondern die abgrundtiefe Ode an die Einsamkeit.
Schon der opener "Karhunkynsi" (deutsch: Bärentatze) ist eine Klasse für sich und netterweise wurde nicht mit einem 1.30min Standard-intro begonnen, nein die Übergänge sind hier flüssig und mit einer Spieldauer von 14 minuten orientiert sich dieses klasse lied, welches von doublebass und gitarren geprägt ist ganz an der Spiellänge der anderen songs. Darauf folgt "Haaska" (Kadaver). Wer sich die Mühe macht, den gesammten Text ins Deutsche zu übersetzen wird reich belohnt, denn hier war ein wahrer Poet am Werk. Tiefer Männergesang, eine verzweifelte Stimme und eine passende Melodie. Ein kaum zu beschreibender Doublebass hämmert monoton im Hintergrund wärend die Leadgitarre eine passivität verbreitet die sonst noch höchstens von Horna erreicht wird. Villes gesang ist hier dermaßen Hasserfüllt und gerade in dem Moment in dem er aufzugeben scheint, setzt eine sanfte Ruhe ein und nurnoch eine leise Gitarre spielt. Es gibt wenige Lieder in der Metalgeschichte die derart perfekt sind. Etwas hektischer geht es bei "Pimäe" (Dunkeltheit) zu. Schnelle Gitarren mit simplen Riff untermalt von einem Ohrenbetäubenden Schreien. Wer je das Glück hatte dieses Stück live zu erleben fühlt sich auf ein Darkthronekonzert zurückversetzt. Wenig Bass und kaum base-drumming scheint hier echt die Schwarze seelen aus den Finnen getreten zu sein. Dem absolut männlichen Ruf im Chor folgt eine verspielte Gitarre die in einem weiteren Hassausbruch mündet und von tiefem Männerchor volendet wird:
"hiljaiset askeleet kaikuvat syvissä vesissä....kuolevan auringon alla kaikki on kaunista" - "stille Schritte hallen in tiefen Wassern während alles in die Schönheit einer sterbenden Sonne getaucht ist". Gänsehaut.
"Jotunheim" ist der eigentliche Kern des Albums und mit einer Spielzeit von 20 Minuten ein wirklicher Leckerbissen, hier wurde alles gegeben um einen Song mit viel Tiefgang und Seele zu produzieren.
Die einsame Reise durch die Wälder endet mit "Kaiku" (Echo). Allein durch Flöte, Gitarren und Gesang ergibt sich ein wunderbarer Ausklang und wer schön mit guten Freunden im Wald am Lagerfeuer saß, die Sonne aufgehen sah als gerade der Bierkasten leer wurde kann diese romantik gut nachvollziehen. Der Wanderer, umgeben vom Echo der Lieder unserer Väter sucht vergebens nach Heiterkeit im Schutze der Wälder - und der geneigte Hörer muss unwillkürlich Liebeserklärungen an die finnische Sprache formulieren. Die letzten Silben dieses ergreifenden Textes klingen aus und alles was bleibt ist die Stille eines langsam ausgehenden Feuers, umrahmt vom Zwitschern der Waldvögel.
Wie steinern muss ein Herz sein um davon nicht tief berührt zu werden?
Dieses Album ist für mich eines der besten die je veröffentlicht wurden. Mehr ist nicht zu sagen, unerreichte Genialität und eine eigene "Seele" lassen einem das Herz schwer werden. Gehört in die CD-Sammlung eines jeden Pagan/Heathen/Black/Folk-Metaller.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Ich halte es für einen Fehler Moonsorrow mit anderen Bands des Genres vergleichen zu wollen. Klar: Vergleichbar ist die nordisch-folkloristisch geprägte Instrumentierung im schwarzmetallischen Stil, doch da hören die Vergleiche auch schon auf. Während beispielsweise Finntroll eingängige und tanzbare Lieder produzieren, die ihre Wirkung in meist höchstens 5 Minuten entfalten, hat Moonsorrow eine andere Intention: Dieses Album hört man am Besten am Stück und möglichst nicht in Gesellschaft. "Verisäkeet" ist nämlich alles andere als eingängig und der wahre Wert dieser Scheibe offenbart sich erst nach einigen Durchläufen. So würde ich als kurzfristige Bewertung maximal drei Sterne ansetzen, doch wer dem Album einige Zeit widmet und sich den Hörgenuss nicht durch Ablenkung kaputt macht, wird sich von diesem Album nach Skandinavien entführen lassen und großartige 70 Minuten erleben. Man kann bei Verisäkeet nicht "mal eben zwischendurch" Jotunheim anmachen, wie man "mal eben" Trollhammaren hören kann. Das macht das Album für mich zum schwierigsten von Moonsorrow, aber einfach war Moonsorrow noch nie. Zu den Liedern im Einzelnen:

Karhunkynsi ist der eingängigste Track auf dem Album. Die Riffs sind simpel und leicht zugänglich. Zudem sind schwarzmetallische Einflüsse hier am deutlichsten, beispielsweise (sonst eher spärlich eingesetzte) Doublebass-Parts oder gar ein reinrassiger Blast.

Haaska ist für mich der stärkste Track auf dem Album: Episches Schlachten-Szenario verbunden mit skandinavischer Melancholie.

Der dritte Track ist Moonsorrow-Standard: Pimeä überzeugt zwar voll und ganz, ist aber meiner Meinung nach der schwächste (weil nichtssagendste) Track.

Nun kommt es hart: Aus Jotunheim spricht soviel Trauer und Seelenqual, wie ich das in dieser Authenzität noch nirgends erleben durfte. Sehr überzeugend! In den letzten Minuten des Liedes vernimmt man Lagerfeuer und leise Stimmen, die sich unterhalten, Instrumente werden gestimmt(!) und schließlich beginnt der letzte Track Kaiku, der vollständig akkustisch gespielt wird und eher als atmosphärisches Outro dient, denn als "normales" Lied. Hier wird auch Moonsorrows Haltung zu dem Album deutlich: Es geht nicht darum möglichst viele abwechslungsreiche Hammer-Riffs auf eine CD zu pressen, sondern diese skandinavische Atmosphäre zu erzeugen, die man schlecht beschreiben kann. Und wenn dazu eben insgesamt sicher 10 Minuten Lagerfeuer ohne Metal nötig sind, dann bitte...

Wie gesagt kurzfristig zum schnellen Reinhören und Abgehen denkbar ungeeignet, langfristig gesehen eins der besten Alben, die ich kenne.
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